Nationalspieler mit Migrationshintergrund

WM und WM-Qualifikation, EM-Nachbetrachtung, Alles rund um die deutsche Nationalmannschaft

Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Spreepirat » Samstag 16. Juli 2011, 08:59

Gleisdreieck hat geschrieben:Und sollten demnächst mal nur noch Eskimos in der Deutschen Nationalmannschaft spielen, wird es mir auch schwerfallen, mich mit der zu identifizieren.


Da dieses Thema ja recht wenig mit Michael Ballack zu tun hat, mal ein eigner Fred dafür.
Ich denke, dass jeder Spieler, der vorm Gesetz Deutscher ist, auch als Nationalspieler für dieses Land akzeptiert werden sollte.
Länder wie Frankreich oder die Niederlande machen es doch schon seit Ewigkeiten vor. Wo ständen deren Mannschaften wohl, wenn man nicht auf die Spieler aus alten Kolonien zurückgreifen würde?
Man sollte auch als Fan eine Berufung in die Nationalmannschaft von der Leistung abhängig machen und nicht davon, ob ein Spieler auch ein "reiner" Deutscher ist bzw davon, ob der Name deutsch genug klingt.

Natürlich stellt sich bei den U-1x Mannschaften das Problem, dass man Gefahr läuft, diese jungen Spieler auszubilden, um sie dann später an einen anderen Verband zu verlieren. Da muss man dann duch rechtzeitiges aufzeigen von Perspektiven gegensteuern.

Dass diese Spieler echte Verstärkungen sein können, beweist unsere Nationalmannschaft doch schon seit Jahren. Oder hätte in den letzten Jahren irgendjemand auf Spieler wie Klose, Podolski, Kedhira oder Özil verzichten wollen?

Was die Aussage von Gleisdreieck angeht, solange diese Eskimos Deutsche sind, sehe ich da kein Problem. ;-)
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Moep_BSC » Samstag 16. Juli 2011, 18:18

ich versteh das Problem nicht,die Jungs sind alle hier aufgewachsen und fühlen sich als Deutscher
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Spreepirat » Samstag 16. Juli 2011, 18:34

Ich wollte damit auch keine Problematik aufzeigen, sondern nur die Möglichkeit schaffen, eine Diskussion weiterzuführen, die im Michael Ballack Fred angefangen wurde.
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Treffsicher » Samstag 16. Juli 2011, 18:40

Spreepirat hat geschrieben:Ich wollte damit auch keine Problematik aufzeigen, sondern nur die Möglichkeit schaffen, eine Diskussion weiterzuführen, die im Michael Ballack Fred angefangen wurde.

Finde ich gut!Denn auch solch ein Thema sollte mal besprochen werden!Ich für mein Teil denke,dass man diese Entwicklung nicht mehr aufhalten kann!Da die Deutschen mit der Zeit aussterben werden!Siehe die Geburtenrate!
Somit muss man sich ohne wenn und aber auf Multi Kulti im deutschen Sport einrichten!Was ich persönlich sehr bedauere!
Moep_BSC hat geschrieben:ich versteh das Problem nicht,die Jungs sind alle hier aufgewachsen und fühlen sich als Deutscher

Es gibt aber auch Deutsche Sportler mit Migrationshintergrund,wo die Eltern nicht Deutscher Herkunft sind!Und diese haben es in ihren Heimatländern auch nicht gerade leicht!Das sollte man dann auch mal bedenken!
Man stelle sich mal vor,wenn die Türkische Fußball Nationalmannschaft mit 8 Brasilianer(die den Türkischen Pass haben) auftreten würden!Was wäre dann in der Türkei los?Würde man das tolerieren?Ich denke nicht!
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Moep_BSC » Samstag 16. Juli 2011, 19:08

es geht ja nicht darum,ob deren Eltern deutsch sind. die Spieler selbst sind alle Deutsche und hier aufgewachsen.
solange es nicht solche Migranten sind,die kein deutsch sprechen,kriminell sind etc, sollen sie doch in unserer Nationalmannschaft spielen. und wie das in der Türkei gehandhabt wird, kann uns doch egal sein, wir sind ja zum Glück nicht in der Türkei
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon TiTaN1892 » Sonntag 17. Juli 2011, 11:49

Es ist nur schade, wenn wir (der DFB) diese Spieler fördern, und sie dann nach eingen Jahren, den Verband wechseln. Klar, sie dürfen das natürlich tun, aber da würde ich mir wünschen, das es in solchen Fällen auch eine Art Entschädigung geben würde, die der jeweilige neue Verband an den DFB zahlen müßte.

Nur mal so ein kleiner Gedankenzug von mir. 8-) :)
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Spreepirat » Sonntag 17. Juli 2011, 12:34

Ich möchte an dieser Stelle ja eigentlich gar nicht politisch werden, aber in meinen Augen ist eine doppelte Staatsbürgerschaft schon aboluter Schwachsinn.
Entweder ich bin Türke, Brasilianer, Grieche oder ich bin, um beim Bezug zu bleiben, Deutscher.
Mit nur einer Staatsbürgerschaft hätte sich die Möglichkeit, für einen anderen Verband zu spielen erledigt.
Deutscher Pass = exklusiv im DFB spielberechtigt. Punkt.
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Treffsicher » Sonntag 17. Juli 2011, 12:53

Spreepirat hat geschrieben:Ich möchte an dieser Stelle ja eigentlich gar nicht politisch werden, aber in meinen Augen ist eine doppelte Staatsbürgerschaft schon aboluter Schwachsinn.
Entweder ich bin Türke, Brasilianer, Grieche oder ich bin, um beim Bezug zu bleiben, Deutscher.
Mit nur einer Staatsbürgerschaft hätte sich die Möglichkeit, für einen anderen Verband zu spielen erledigt.
Deutscher Pass = exklusiv im DFB spielberechtigt. Punkt.

Wie heißt es immer?Deutsch-Türke?Entweder man ist Türke oder deutscher!Beides sollte man so nicht respektieren!
In diesem Fall bin ich mal deiner Meinung Spreepirat 8-)
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Moep_BSC » Sonntag 17. Juli 2011, 13:28

das wäre natürlich richtig,aber politisch wohl schwer durchzusetzen.
die wirklick guten Spieler entscheiden sich eh alle für Deutschland,also sollten wir uns da keine Sorgen machen. die Frage ist ja eher,ob wir Fans hinter den Spielern stehen, oder sie wegen ihrem Migrationshintergrund nicht in der Nationalmannschaft sehen wollen
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Spreepirat » Sonntag 17. Juli 2011, 14:03

Moep_BSC hat geschrieben:die Frage ist ja eher,ob wir Fans hinter den Spielern stehen, oder sie wegen ihrem Migrationshintergrund nicht in der Nationalmannschaft sehen wollen


Diese Frage stellt sich für mich ehrlich gesagt nicht. Die Spieler, die nominiert werden, tragen das deutsche Trikot und spielen also in unserer Mannschaft. Da dann noch Unterschiede zu machen, ist genauso albern, als wenn man sich anpixxt weil ein Spieler vom Verein XY das Hertha-Trikot trägt.
(ok, bei Dortmund/Schalke mag das anders aussehen - aber das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt werden soll ...)

Ich sehe auch gar nicht das große Problem im "MultiKulti", jemand der den deutschen Pass hat ist Deutscher. Punkt. Egal wo seine Eltern oder Großeltern herkommen.
Und dann ist es mir auch völlig egal, ob ein Spieler nun Meier, Müller oder aber Özil, Kedhira oder Gündogan heißt.
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Moep_BSC » Sonntag 17. Juli 2011, 14:20

na für mich persönlich stellt sich die Frage auch nicht,aber einige hier im Forum sind wohl anderer Meinung
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Gleisdreieck » Montag 18. Juli 2011, 00:17

Treffsicher hat geschrieben:
Spreepirat hat geschrieben:Ich wollte damit auch keine Problematik aufzeigen, sondern nur die Möglichkeit schaffen, eine Diskussion weiterzuführen, die im Michael Ballack Fred angefangen wurde.

Finde ich gut!

Finde ich auch gut! Ich wollte schon mal nachfragen, ob Interesse an politischen Themen besteht, habe es dann aber gelassen, weil es sonst ausufert.


Spreepirat hat geschrieben:Was die Aussage von Gleisdreieck angeht, solange diese Eskimos Deutsche sind, sehe ich da kein Problem. ;-)

Ich doch! Wenn plötzlich am Nordpol ein Bürgerkrieg ausbricht und die ganzen Eskimos bekommen hier Asyl, anschließend die deutsche Staatsbürgerschaft und stellen dann noch die deutsche Nationalmannschaft? Wie sollte ich mich mit denen identifizieren?

Fan zu sein hat nichts mit Politik zu tun, sondern mit Gefühlen. Und ich kann keine Gefühle für eine "Deutsche Nationalmannschaft" hegen, mit der ich mich nicht identifizieren kann und das geht bei einer bunt zusammengewürfelten Nationalmannschaft eben nicht, tut mir leid.

Extremfall war damals Ailton, der die Staatsbürgerschaft von da annehmen wollte, wo ihm am meisten gezahlt wird. Glücklicherweise hat die FIFA dem einen Riegel vorgeschoben.

Am liebsten wäre mir eine "echte" Deutsche Nationalmannschaft, aber wie hier schon richtig bemerkt wurde, ist der Lauf der Zeit nicht mehr aufzuhalten und es ist so wie es ist und nicht mehr zu ändern.
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Treffsicher » Montag 18. Juli 2011, 00:32

Gleisdreieck hat geschrieben: Und ich kann keine Gefühle für eine "Deutsche Nationalmannschaft" hegen, mit der ich mich nicht identifizieren kann und das geht bei einer bunt zusammengewürfelten Nationalmannschaft eben nicht, tut mir leid.

Sehe ich genauso!
Beispiel Cacau!Nicht in Deutschland geboren,ist aber National Spieler!Ich könnte jetzt die Liste weiter führen!
Ich selber kann mich mit dieser National Mannschaft auch nicht mehr identifizieren!Jeder gute Ausländische Spieler wird eingedeutscht!Bloß damit wir mal die EM oder WM erfolgreich spielen :( Das kann es doch nicht sein!
Dann bin ich wie schon Mal geschrieben lieber für Spanien!Die Spielen ohne Migranten sehr erfolgreichen Fußball!Und das sollte man sehr positiv betrachten!
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Spreepirat » Montag 18. Juli 2011, 03:02

Gleisdreieck hat geschrieben:[

Spreepirat hat geschrieben:Was die Aussage von Gleisdreieck angeht, solange diese Eskimos Deutsche sind, sehe ich da kein Problem. ;-)

Ich doch! Wenn plötzlich am Nordpol ein Bürgerkrieg ausbricht und die ganzen Eskimos bekommen hier Asyl, anschließend die deutsche Staatsbürgerschaft und stellen dann noch die deutsche Nationalmannschaft? Wie sollte ich mich mit denen identifizieren?


Das ist ein Extremfall und hier hättest Du sicherlich recht. Aber wieviele Serben,Kroaten oder andere von soetwas Betroffene spielen in unserer National-11?
Natürlich kann man auch über den von treffsicher genannten Fall Cacau geteilter Meinung sein, was ich sogar nachvollziehen kann. (Nicht in Deutschland geboren, kein deutscher Elternteil sondern einfach eingebürgert, weil er keine Chance hatte, für Brasilien zu spielen. Ähnlich war es übrigens unter Berti Vogts mit Paolo Rink, an den sich heute eh keiner mehr erinnern kann.)
Aber will man jungen Menschen, die in Deutschland geboren sind, den Weg in unsere Nationalmannschaft verbauen/verbieten, weil ihre Eltern oder Großeltern keine Deutschen sind?
Wie schon erwähnt, dann gibt es keinen Klose, keinen Podolski mehr. Und auch keinen Özil oder Kedhira.
Von vielen talentierten Nachwuchsspielern will ich hier gar nicht reden.
Und diese in Deutschland geborenen Spieler mit ausländischen Wurzeln meinte ich, als ich sagte, ich hätte kein Problem damit, mich damit zu identifizieren.
Denn irgendwelche Bürgerkriegsflüchtlinge die sich nach X-Jahren eindeutschen lassen, hatte ich weder bei der Threaderöffnung, noch bei meiner Aussage im Hinterkopf. Mir ging es dabei eigentlich um die Spieler, die hier geboren sind, aber evtl türkische, griechische, brasilianische oder sonstwas für Wurzeln haben.
Bei denen kommt dann aber halt die schon erwähnte Geschichte mit der doppelten Staatsbürgerschaft zum tragen. Wenn sie sich dann allerdings für den DFB entscheiden, habe ich kein Problem damit, solange man sie nicht mit Geld geködert hat, sondern sie dann aus Überzeugung für Deutschland spielen.

Als Beispiel fällt mir da grad der Neu-Dortmunder Ilkay Gündogan ein, der sich für eine Zukunft im DFB-Trikot entschieden hat. Er sagt klipp und klar, er ist in Deutschland geboren, ist hier zur Schulke gegangen und spielt seit er Fußball spielt in einem deutschen Verein. Er sieht keinen Grund für die Türkei zu spielen. Obwohl ich persönlich denke, dass ihm auch da alle Türen offen stehen würden, denn der Junge ist wirklich talentiert.

Den anderen Weg ist sein Mitspieler Mehmet Ekici gegangen. Er ht einen ähnlichen Lebenslauf wie Gündogan, hat sich aber dafür entschieden, für die Türkei zu spielen.
Ob man das bei einem Spieler, der in Deutsachland geboren ist und hier lebt, nachvollziehen können muss, darüber will ich mir kein Urteil erlauben, da es hier dann wirklich ausufern würde.
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Re: Nationalspieler mit Migrationshintergrund

Beitragvon Gleisdreieck » Montag 18. Juli 2011, 09:41

Diesen Extremfall habe ich absichtlich gewählt. Hätte ich Türken geschrieben, wäre ich womöglich auch gleich in eine bestimmte Ecke gedrängt worden; das ist in diesem Forum ja ganz extrem.

Ich differenziere hier zwischen Leuten, die aus fernen Ländern herkommen, hier das große Geld wittern und nach der Eindeutschung dann für Deutschland spielen - im Gegensatz zu Leuten wie z.B. Mehmet Scholl.

Das mit den Großeltern halte ich für eine gute Idee. Wenn die Kinder hier geboren sind, spricht nichts dagegen, daß die Enkel hier wie "echte" Deutsche behandelt werden, denn je nach Elternhaus, haben sie eine ganz andere Bindung zu Deutschland als noch die Eltern.

Übrigens, wäre ein Özil nicht gefördert worden, sondern ein gleichwertiger Spieler mit deutschen Wurzeln, hätten wir dieses Thema nicht.

An den Namen "Paolo Rink" erinnere ich mich auch noch vage, aber was mit dem war, habe ich vergessen. War das nicht ein ehemaliger Brasilianer, bei dem es Diskussionen gab, ob er für Deutschland spielen dürfe oder nicht?
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