RB Leipzig

Was passiert sonst noch?

RB Leipzig

Beitragvon BaerlinerHerthaFan » Montag 26. März 2012, 10:09

Bei der ganzen Diskussion um Hoffenheim und den Einfluss von Hopp in diesem Verein, frage ich mich, was die Leute hier so von RB Leipzig halten.
Habe neulich einen interessanten Artikel bei 11Freunde gelesen (muss mal schauen ob der auch online zu finden ist) und der hat so ein wenig meine Ängste bestätigt. Im Gegensatz zu Hoffenheim ist RB Leipzig wirklich ein reiner Konzernsclub. Als Verein kannst du sowas garnicht bezeichnen.
Das hat doch nix mehr mit Fußball zutun. Es ist sicher schön für die Stadt Leipzig, da dort ein Geldgeber ist, der viel Investiert, aber das war es auch schon mit dem Guten.
Die Planen in den nächsten 3-4 Jahren den Aufstieg in Liga 1 und wollen dann dort in der CL spielen. Und sowas finde ich einfach schrecklich. Das ist ja fast Erfolg auf Bestellung. Dort wird die 50+1 Regel doch mit Füßen getretten, oder sehe ich das falsch?

Also ich habe sicher nix gegen die Anhänger von diesem Verein, auch wenn ich sie nicht Ernst nehmen kann, einfach weil dieser Verein ja mal garkeine Geschichte hat, das wäre als ob ich mir ein Fußballtrikot mit CocaCola kaufen würde, weil ich Cola so gerne trinke.
Aber diesen "Verein" kann ich echt nicht ab. Schlimmer als Schlake und DeCarmago zusammen.

Wie sehr ihr das?
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Re: RB Leipzig

Beitragvon TiTaN1892 » Montag 26. März 2012, 10:31

Also über diesen "Verein" lohnt es sich gar nicht zu schreiben!!!

Ich kriege schon das würgen, nur wenn ich den Threadname schon lese.
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Re: RB Leipzig

Beitragvon loony » Montag 26. März 2012, 10:45

Tja, was soll man sagen, Trend in der heutigen Zeit, Retortenvereine zu generieren? Red Bull macht das ja sehr konsequent. Leider steht nirgends geschrieben, dass ein Verein älter als 100 Jahre zu sein hat.
Es wird aber ganz sicher für die Traditionsvereine immer schwerer werden, mit solchen Vereinen mitzuhalten, wo Etat eine untergeordnete Rolle spielt und auf Grund der Spielerkäufe durch die Ligen nach oben geritten wird.
Die Kommerzialisierung des Sports, hier der Fußball, hat somit eine neue Dimension angenommen. :roll:
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Re: RB Leipzig

Beitragvon Herthahund » Montag 26. März 2012, 10:55

In Salzburg, wo der Gründer von Red Bull zuhause ist, ist er an der Übernahme des Traditionsvereins SV Austria Salzburg gescheitert, weil dessen Fans ihren Verein lieber neu gegründet haben und nochmal in Liga 7 angefangen haben, als sich kaufen zu lassen. RB Salzburg dümpelt nun vor sich hin und man hat sich daher auf Leipzig verlegt und versucht erst gar nicht mehr, einen Traditionsvereinen mit viel Geld zu korrumpieren. Das ist das Gute am RB Leipzig - man sieht gleich, dass es sich um einen reinen Werbeträger handelt, dem es um nicht viel mehr geht, als in kirmesartigen Events ein Brausegetränk zu verkaufen - am liebsten international.

Dass das erstens möglich ist und zweitens, wenn die Rechnung aufgeht, für den Brausehersteller sogar lukrativ sein wird, ist allerdings nicht Schuld von Red Bull, sondern Folge der Fifa- und DFB-Politik der letzten Jahrzehnte, die auf grenzenlose Vermarktung des Sports setzte. Die Folgen sind bekannt: die Mannschaften mit den zahlungsfreudigsten Sponsoren kaufen die besten Spieler der Welt zusammen, was zu Fußballsport auf sehr hohem Niveau führt, Wohlfühlfußball mit z.T. Balettästhetik, den wir alle gerne gucken und der immer mehr Zuschauer ins Stadion (wer sichs leisten kann...) und vor die Glotze lockt, wo sie weitere Werbung konsumieren müssen, für die weiter Geld fließt. Und weil die erfolgreichen Mannschaften nicht nur den Löwenanteil der Fernsehübertragungsrechte einstreichen sondern natürlich auch weitere Sponsoren gewinnen können, die auch vom Erfolg der Mannschaft profitieren wollen, vergrößert sich der Qualitätsunterschied der Mannschaften immer mehr. Man braucht sich nur ein Spiel beisielsweise zwischen dem 1. FC Bayern München und Hertha BSC anzuschauen, dann wird einem das Prinzip deutlich vor Augen geführt.
Dass sich der Salzburger Brause-Gründer Mateschitz in das System einkaufen will, möglichst gleich ganz oben, ist aus seiner Sicht nur eine geschickte Marketing-Strategie, und wenn er Erfolg hat, werden Nachahmer folgen -letztlich ist die Idee ja auch nicht neu - Sinsheim, Leverkusen...Die 50+1-Regel sollte genau solche Entwicklungen eigentlich verhindern, aber es muss auch der Wille der Verantwortlichen da sein, die Regel umzusetzen und nicht über alle möglichen Schlupflöcher hinwegzusehen.

Wenn Mateschitz mit RB Leipzig - und in seinem Fahrwasser noch weitere derartige Clubs - den gewünschten Erfolg mit CL und allem drum und dran erreichen sollten, werden wir, denke ich, stolze Zweitligisten sein, die auf diese Neureichen mit ihren Edelsöldnern mit einer gewissen Arroganz herunterschauen. Was anderes bleibt uns auch nicht übrig.
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Re: RB Leipzig

Beitragvon Start-Nr.8 » Montag 26. März 2012, 12:56

Ich finde, dass das ein sehr spannendes Experiment ist. Die Sache mit dem Verkaufen ist mir immer zu undifferenziert. Erstmal freut sich jeder Verein, auch mit noch so viel Tradition, über frisches Geld. Und wenn am Ende Geld verdient wird, umso besser. An der Sache an und für sich ist erstmal nichts falsch, finde ich.
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Re: RB Leipzig

Beitragvon loony » Montag 26. März 2012, 13:03

Start-Nr.8 hat geschrieben:Ich finde, dass das ein sehr spannendes Experiment ist. Die Sache mit dem Verkaufen ist mir immer zu undifferenziert. Erstmal freut sich jeder Verein, auch mit noch so viel Tradition, über frisches Geld. Und wenn am Ende Geld verdient wird, umso besser. An der Sache an und für sich ist erstmal nichts falsch, finde ich.


Der Verein wurde aber 2009 nur zu diesem Zweck gegründet, ist schon etwas befremdlich.

Edit: Wikipedia sagt: "Seit Gründung des Vereins im Jahre 2009 hat RB Leipzig auch im September 2011 nur 7 Mitglieder.[10] Der Jahresmitgliedsbeitrag beträgt 800 € plus einmalig 100 € Aufnahmegebühr.[11]"

Das ist also ein Verein fürs Volk, ich sage nur: Brot und Spiele :cry:
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Re: RB Leipzig

Beitragvon BaerlinerHerthaFan » Montag 26. März 2012, 13:18

Was ich schon so schlimm finde ist, dass dieses Konstrukt schon vom Fleck weg als Fußballunternehmen gegrundet wurde.
So gibt es eigentlich keine Mitglieder. Man kann wohl Mitglied werden für 800€ im Jahr oder so, was ja schon klar macht, das hier keiner will, dass sich der Verein durch seine Mitglieder aufbaut. Vergünstigungen, wie sie sonst Mitglieder erhalten, bekommt man, wenn man sich als offizieller Fanclub anmeldet, nur können da keine Anträge oder so gestellt werden.
Sollte es doch dazu kommen, dass Anträge durch Mitglieder gestellt werden, entschieden wird darüber "im Laufe eines halben Jahres, es kann aber auch länger dauern und abgelehnt werden"[11Freunde].
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Re: RB Leipzig

Beitragvon Zauberdrachin » Donnerstag 29. März 2012, 19:19

Für die Stadt Leipzig finde ich es gut, wenn da ein Verein wieder hochkommt. Aber Firmennamen direkt im Vereinsnamen ist einfach daneben. Das ist und bleibt ein Sportverein. Reicht schon, dass BAYER Leverkusen sich da durchgesetzt hat und wird zurecht als Werkself betitelt.
RB ist halt ein wenig übermütig ... mich beruhigt eines, da man ja mit dem ekligen Zeug wohl Flügel bekommt ... wer fliegt stürzt auch in schöner Regelmäßigkeit ab ...
Eine Identifikation wäre für mich mit solch Vereinen nicht möglich, da man zwangsweise eine Identifikation mit dem Sponsorunternehmen bekommt, igitt.
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Re: RB Leipzig

Beitragvon HerthaFan19 » Donnerstag 29. März 2012, 19:28

Zu RB Leipzig kann ich nur ein Sagen.
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Re: RB Leipzig

Beitragvon TiTaN1892 » Freitag 30. März 2012, 08:47

Man stelle sich doch bloß mal vor, der DFB würde die Ligen wirklich auf 20 Teams auf stocken. Dann kann sich ja jeder vorstellen, in wie viel Jahre, wir den mist Verein im "Profifußball" hätten!!!

Schon schlimm genug, das die schon bald in Liga 3 spielen!!!
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Re: RB Leipzig

Beitragvon Verirrter Unioner » Samstag 31. März 2012, 15:08

Am Ende auch ein ziemlicher Arschtritt an Chemie und Lok Leipzig.
Die Vereine sind pleite gegangen und schwimmen irgendwo ganz unten rum. Hut ab an die, die diesen Vereinen noch die Treue halten. In zwei oder drei Jahren spielt Zuckerwasser Leipzig in der 2. Liga und Erfolg zieht auch Menschen an - dubiose Erfolgsfans. Und das sind dann die Leute, welche die Fans von Sachsen Leipig und Co. beschämen.
Leipzig insgesamt hat eine großartige Fußballtradition und war lange Zeit auch eine schöne Bereicherung der Derby-Atmosphäre in Ostdeutschland.
RB ist nur ein weiteres rotes Tuch für alle Fußballfans, für die mehr als nur Punkte, Aufstieg und Titel zählen. Da kann man sogar dem DFB noch dankbar sein, daß die sich nicht "Red Bull" nennen dürfen.
Gegen RB Leipzig ist selbst Hoffenheim noch Fußballpurismus pur. Immerhin hat Hopp mal bei Hoppenheim gekickt. Dietrich Mateschitz weiß bestimmt nicht mal, daß ein Fußball rund ist.
Es gibt Sportarten, die meiner Meinung nach für hochinvestitative Werbecoups geeignet sind, etwa die Formel 1. Ohne Geld geht da gar nichts - mit einem Holzroller konnte man da selbst in den Anfangsjahren nichts reißen.
Fußball ist aber eine andere Welt. Noch. Fragt sich nur wie lange.
Das wird nicht der letzte Retortenclub in Deutschland bleiben....
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Re: RB Leipzig

Beitragvon HubbaBubba » Montag 9. April 2012, 16:46

Prinzipiell halte ich es für Wettbewerbsverzerrung, wenn einzelne Vereine durch einen ganzen Konzern finanziert werden. Eigentlich sollte diese Möglichkeit "Geld zu generieren" allen Vereinen vorbehalten sein, oder gar keinem.
Ansonsten haben wir hier bald englische oder spanische Verhältnisse.

Im Fall RB Leipzig finde ich es aber symphatisch...
1. Mich freut es für die Umgebung Leipzig dass dort jemand Geld in die Hand und viel investieren will.
2. Da ich in der Gegend aufgewachsen bin, habe ich schon in den Jugendligen gegen SSV Markranstädt (Vorgänger von RB Leipzig) gespielt.
3. Mag ich das Getränk

Dass Geld allein nicht alles ist, zeigt LEV, WOB oder Hoppenheim. Der Weg bis zur regelmäßigen CL Teilnahme ist schwer und steinig. Deshalb würde ich RB frühestens in 10 Jahren oder noch später auf den internationalen Plätzen sehen.
Hinter dir, ein dreiköpfiger Affe!
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Re: RB Leipzig

Beitragvon Verirrter Unioner » Sonntag 22. April 2012, 01:26

Markranstädt hat gegen Kiel verloren und scheint abermals nicht den Aufstieg zu schaffen. 2017 als Termin für die 1. Bundesliga scheint langsam zu wackeln.
Wär mal interessant zu sehen, wenn der ganz große Erfolg weiter ausbleibt, wie schnell Red Bull das Projekt einstellt. Dann bleibt Kölmel auf seinem Stadion sitzen und muß schauen, dass er wenigstens die Stromkosten für die Notausgangsbeleuchtungen irgendwie reinbekommt. :D
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Re: RB Leipzig

Beitragvon TiTaN1892 » Sonntag 22. April 2012, 08:27

Zum Glück gegen Kiel verloren. Ich hoffe, das Halle heute einen weiteren Dreier holt!!!
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Re: RB Leipzig

Beitragvon Mitti69 » Sonntag 22. April 2012, 11:07

Verirrter Unioner hat geschrieben:Markranstädt hat gegen Kiel verloren und scheint abermals nicht den Aufstieg zu schaffen. 2017 als Termin für die 1. Bundesliga scheint langsam zu wackeln.
Wär mal interessant zu sehen, wenn der ganz große Erfolg weiter ausbleibt, wie schnell Red Bull das Projekt einstellt. Dann bleibt Kölmel auf seinem Stadion sitzen und muß schauen, dass er wenigstens die Stromkosten für die Notausgangsbeleuchtungen irgendwie reinbekommt. :D



:evil: Wenn die es diese saison nicht schaffen - wird der brausecheff noch mal die büchse öffnen - diese drecksäufer stehen in der saison 2017 in der ersten liga !!LEIDER!!
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