FC Hansa Rostock

Was passiert sonst noch?

FC Hansa Rostock

Beitragvon staflip » Montag 2. April 2012, 16:41

http://www.sportal.de/sportal/generated ... 00000.html

Unfassbar. Ein Tritt in den Hintern für jeden Fußballfan. Da jetzt ein Präzedenzfall geschaffen wurde und sich die Polizei nun über den DFB und die DFL stellen kann. Das war auf lange Sicht das Todesurteil für Derbys und auf noch längere Sicht das Aus für Auswärtsspiele im Allgemeinen. Gute Nacht lieber Fußball.

Leider wird es bei dem oben genannten Spiel nicht zu einer Solidaritätsbewegung kommen wird, dafür sind die beiden Lager zu verfeindet. Das wäre allerdings die beste Antwort auf diese absolute Katastrophenentscheidung...
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon Schönwetterfan » Montag 2. April 2012, 17:40

Und wer ist schuld?
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon Verirrter Unioner » Montag 2. April 2012, 17:48

Einerseits hab ich sogar Verständnis: wenn eine Veranstaltung zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit trotz hohem, kostenintensivem Personalaufwand (=Polizei) nicht gewaltfrei ablaufen wird, sind solche Maßnahmen gar nicht allzu unvernünftig. Gerade die Leute, die eher nichts mit Fußball am Hut haben, werden da nur zustimmen.

Andererseits ist klar: eine Ideallösung kann das nicht sein. Zumal in diesem Fall ja nichtmal ein Schadensersatz von irgendjemandem geleistet wird. 2500 Karten gestrichen und wenn die nicht an die eigenen Fans verkauft werden können, dann eben Pech.
Das hier auch wieder hunderte / tausende unschuldige Fußballfans pauschal mit abgeurteilt werden, ist schwer vertretbar.
Und: allein um sicherzustellen, daß nicht trotzdem Rostocker anreisen, müssen auch so Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, die wieder Personal verschlingen. Womöglich kommt es dann anderenorts zu Ausschreitungen.

Trotzdem frage ich mal provokativ in den Raum: Was wär denn die beste Alternative ? Gibt es überhaupt wirklich eine ? Gut, dafür kann man eigentlich auch einen anderen Thread aufmachen...
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon staflip » Montag 2. April 2012, 19:38

Personalisierte Auswärtskarten, Strafverfolgung von Einzeltätern (es kann mir keiner erzählen bei den tausend Kameras in den Stadien, dass die Leute nicht rausgezogen werden könnten) etc. Es gibt sicherlich noch andere Möglichkeiten, die noch nicht probiert wurden. Natürlich kann man Gewalt, gerade bei den "Problemvereinen", nicht zu 100 % verhindern. Allerdings sind solche Pauschalmaßnahmen nur anheizend, denn damit macht sich die Polizei nicht gerade beliebt bei den jeweiligen "Problemfans". Da werden dann andere Möglichkeiten gesucht, auf sich aufmerksam zu machen.

Das Problem ist halt, dass durch dieses Urteil die Polizei jetzt IMMER entscheiden kann, ob Gästefans zugelassen werden oder nicht. Und Gästefans machen für mich einen Großteil von diesem wunderbaren Sport aus.
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon Herthahund » Dienstag 3. April 2012, 10:31

Ich denke, ein Stück weit sind auch die Vereine verantwortlich für das Verhalten ihrer Fans. Wenn sich - wie im Fall Hansa Rostock, aber das ist ja leider nur ein Beispiel von vielen - über Jahre hinweg gewaltbereite und auch rechtsradikale Fans breit machen können, dann nur deshalb, weil der Verein es geschehen lässt. Der Verein hat im eigenen Stadion das Hausrecht, er kann Verhaltensregeln aufstellen und diese durchsetzen, in dem er diejenigen, die dagegen verstoßen, schlicht rauswirft - Stadionverbot und Schluss! Dann lernen auch die Dümmsten, dass ihr Verhalten von der Mehrheit nicht geduldet wird und dass Fußballstadien kein Tummelplatz für Leute sind, die andere verdreschen wollen. Wenn die Vereine die Gewalttäter und Nazis dulden, dann muss man davon ausgehen, dass sie mit diesen "Fans" sympathisieren. Dann haben diese Vereine aber im DFB nichts verloren. Und darum müsste der DFB sich vielleicht eher kümmern als im Einzelfall Kollektivstrafen zu verhängen.
Ich kann die Hamburger verstehen, dass sie keine Lust haben, für ein Polizeiaufgebot aufzukommen, das nur deswegen notwendig wird, weil bestimmte Vereine ihrer Verantwortung nicht nachkommen wollen.

Natürlich gibt es Fankultur nur mit Gästefans! Aber Gewalttäter und Nazis, die sich als Fans ausgeben, machen die Fankultur kaputt, egal ob zu Hause oder als Gäste.

Die Entscheidung in Hamburg wirkt wie ein Präzedenzfall, aber auch nur, weil das Problem nun bereits in der zweiten Liga sichtbar wird. In der Regionalliga ist das z.T. Alltagsproblematik. Nur ein Beispiel: wievile Auswärtsspiele von Roter Stern Leipzig mussten abgesagt, verlegt usw. werden, weil die nazi- und gewaltverseuchten Gegnervereine nicht für die Sicherheit ihrer Gäste garantieren konnten bzw. sich den Polizeieinsatz nicht leisten konnten?
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon staflip » Dienstag 3. April 2012, 12:31

Ui, da ist aber viel Halbwissen bei.

Zu allererst: Hansa Rostock und seine Anhängerschaft sind alles (Chaoten, teils gewaltbereit etc.) aber ganz sicher keine Nazis. Diesen tollen Ruf hat der Verein den ultratrendigen, ultralinken Kollegen aus Hamburg zu verdanken. Im Gegenteil galt Hansa Rostock seit jeher selbst als linksorientierter Verein. Die Anhängerschaft setzt auch rigoros das politische Verbot in ihrer Kurve durch. Zuletzt hat das die NPD schmerzlich zu Spüren bekommen (http://endstation-rechts.de/index.php?o ... Itemid=618).

Zum zweiten ist für die Einhaltung der Stadionordnung IMMER der Heimverein verantwortlich. Die meisten Gästeteams schicken sogar noch eigene Ordner zur Unterstützung mit. Ein Gästeverein KANN die anreisenden Fans nicht vom Stadionbesuch abhalten (daher ja mein Vorschlag mit den personalisierten Gästetickets).

Zum dritten hat nicht der DFB dieses Gästeverbot ausgesprochen sondern eben die Hamburger Polizei. Und das ist das schlimme an der ganzen Sache, denn dadurch hat die Polizei jetzt bundesweit die Möglichkeit Gästefans auszusperren, ohne, dass der DFB, die DFL oder die Vereine etwas unternehmen können. In diesem Fall ist sogar St. Pauli dagegen vorgegangen, also DIE wollten die Gästefans nicht aussperren.

In Zukunft kann es dann immer öfter heißen: Keine Dortmunder in Gelsenkirchen, keine Leverkusener in Köln, keine Kölner in Gladbach, keine Cottbusser in Dresden, keine Bremer in Hamburg usw... Einfach, weil die Polizei das so möchte.
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon HerthaFan19 » Dienstag 3. April 2012, 20:20

Auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite unter aller Sau.
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon Verirrter Unioner » Dienstag 3. April 2012, 22:04

Das bizarre an dieser Regelung: Diese Urteile Seitens der Polizei werden ja auf Erfahrungen hin gefällt. Gabs da also mal massive Gewaltausbrüche: Gästefanverbot.
Jetzt frag ich mich aber, wie das auf lange Sicht umgesetzt werden soll: bleiben jetzt Rostocker für IMMER in Hamburg ausgesperrt ? Oder dürfen die beim nächsten mal wieder dabei sein und wenn's schiefgeht eben beim übernächsten mal nicht ?
Wenn es in der Saison 2012 / 2013 wieder zu einer Begegnung kommt (Ligarealitäten mal außen vor gelassen) hat die Polizei ja keine aktuelle Einschätzung vom April 2012, denn da sind ja nun die Rostocker ausgesperrt.
Gerade auf lange Sicht ist die Geschichte also ziemlich praxisfern. Dann kriegen die Rostocker 2020 immer noch keine Karten üfr St. Pauli, weil da 2011 ja mal was war oder wie ? :shock:
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon Herthahund » Dienstag 3. April 2012, 22:50

Und es geht in die nächste Runde. http://www.focus.de/sport/mehrsport/pol ... 32393.html

Und staflip: so ganz zu Unrecht hat Hansa Rostock seinen Nazi-Ruf nicht, auch wenn sich in den letzten Jahren einiges zum besseren gewendet hat. Hier zwei Auszüge aus wikipedia.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hansa_Rostock
Mit dem FC St. Pauli besteht eine starke Rivalität, seit es während des am 13. März 1993 ausgetragenen Zweitliga-Spiels beider Mannschaften in Rostock zu gewalttätigen Übergriffen gekommen war. Kurz nach den rechtsradikal motivierten Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen stattfindend wurde dieses Spiel Anlass für Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und den als linkspolitisch aktiv geltenden Fans des FC St. Pauli. Rund 400 Neonazis und Hooligans versuchten während des Spiels, den Block der Gästefans zu stürmen, wobei sich beide Seiten auch Wurfgeschossen bedienten.
Ebenfalls im Zusammenhang mit den Ausschreitungen bei Spielen gegen den FC St. Pauli, aber auch beispielsweise durch die rassistische Beschimpfung Gerald Asamoahs bei einem Spiel in Rostock 2006, werden Teile der Rostocker Fanszene auch rechtsradikale Tendenzen nachgesagt.[71] Im Sommer 2010 verweigerten jedoch rund 150 Rostocker Fans Udo Pastörs, dem Fraktionsvorsitzenden der NPD im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns, sowie seinen 15 Begleitern den Zugang zum Fanblock, als diese dem Heimspiel gegen die TuS Koblenz beiwohnen wollten.
Ich wollte nicht sagen, dass alle Hansa Rostock-Fans Nazis sind - das ist immer eine Minderheit, die aber leider das Bild prägen kann.

Ich habe nirgends gesagt, dass die Vereine Einfluss auf das Verhalten ihrer Fans in anderen Stadien habe. Meine Argumentation war, dass die Vereine Fans, die zum Fußball gehen, um Gewaltbereitschaft und Rassismus auzuleben, zu Hause konsequent rausschmeissen sollen, damit klar wird, dass das Stadion für diese kein Ort ist. Dann verlieren sie bald das Interesse und fahren auch immer weniger auswärts, weil sie immer weniger Gleichgesinnte finden. Ich habe nichts gegen personalisierte Gästekarten gesagt.

Und ich habe auch verstanden, dass das Verbot von der Polizei ausgesprochen wurde. Und es wurde vor Gericht geprüft, ist also kein reiner Willkürakt der Polizei, der ohne weiteres auf andere Lokalrivalen ausgedehnt werden kann. Es ist wie bei zahllosen Demos, bei denen die Polizei diese Route nicht genehmigt, oder jene, oder den Nazi-Aufmarsch schon aber die Gegendemonstration nicht usw. Das ist immer ärgerlich und oft am Rande des Erträglichen oder sogar darüber hinaus. Aber wenn man es mal von der anderen Seite betrachtet, dann ist es auch verständlich: die Polizei soll die Sicherheit der Teilnehmer gewährleisten und versucht daher, die Konfrontation gar nicht erst zustande kommen zu lassen. Und sie hat auch eine Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern, die lztendlich ihre Köpfe hinhalten müssen. Bei einer Demo sieht es auch noch etwas anders aus als bei einem Fußballspiel, da das Demonstrationsrecht ist ein in der Verfassung verankertes Grundrecht, das zu schützen auch Aufgabe der Polizei ist. Bei St.Pauli gegen Hansa Rostock handelt es sich aber um eine Veranstaltung zur Unterhaltung, dass da viel Geld in Polizeieinsätze gesteckt wird, um Krawalle zu verhindern, die schon vorher absehbar sind, ist der Bevölkerung schwer vermittelbar.
Das Verbot ist nicht schön, aber vielleicht ein Anlass, um nach besseren Lösungen für die Problembären unter den rivalisierenden Vereinen zu suchen.
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon herthamichi » Dienstag 3. April 2012, 23:04

staflip hat geschrieben: In diesem Fall ist sogar St. Pauli dagegen vorgegangen, also DIE wollten die Gästefans nicht aussperren.

Hamburger Morgenpost vom 03. 04. 2012 hat geschrieben:Demgegenüber sei die Belastung des FC St. Pauli geringer. Dass die Untersagung den Verein finanziell
unzumutbar beeinträchtige (immerhin 2500 Karten sind betroffen) habe dieser nicht geltend gemacht,
so das Gericht.


Gegen diese Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

"Wir haben die Begründung noch nicht vorliegen, deshalb können wir uns noch nicht äußern",
sagte St. Pauli Medienchef Christian Böning. "Aber es ist durchaus möglich, dass wir in die
nächste Instanz gehen."


Das sieht für mich so aus, als habe St. Pauli schon in der ersten Instanz Fehler gemacht.
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon staflip » Mittwoch 4. April 2012, 05:48

Rostock-Lichtenhagen war damals ne ganz schlimme Sache. Aber das ganze ist jetzt fast 20 Jahre her. Vor 20 Jahren sind auch unsere Frösche und Union-Hooligans noch mit rechten Parolen und Gewaltbereitschaft durchs Land gezogen... Zumal die Hooligans damals NUR wegen der St. Pauli Fans ins Stadion sind. Das ganze hätte auch außerhalb irgendwo am Bahnhof stattfinden können.

Ist ja auch egal, ich finde das Urteil sehr zweifelhaft, da man das ganze auch hätte anders regeln können. Man hätte sich vielleicht auch mit dem FC Hansa zusammensetzen können und darum bitten, auf die Gästekarten zu verzichten. Dann wär das von Vereinsseite ausgegangen und hätte in der öffentlichen Wahrnehmung um einiges positiver ausgesehen. Die Polizei wär jetzt nicht das "Arschloch", der Präzedenzfall wär nicht geschaffen worden und St. Pauli hätte seine Karten an die eigenen Fans verkaufen können.
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon staflip » Donnerstag 19. April 2012, 18:09

http://www.sportal.de/sportal/generated ... ussion_add

Also jetzt wird es wirklich lächerlich...
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon Herthahund » Freitag 20. April 2012, 09:44

Hier noch ein Artikel zum Thema:
http://www.taz.de/!p12/
Fanrechte im Fußball
Ohren dicht, Augen zu
Anhänger von Hansa Rostock dürfen ihren Klub in St. Pauli nicht anfeuern. Nun soll gerichtlich geprüft werden, ob solche Polizeiverbote grundsätzlich rechtens sind.
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon Herthahund » Samstag 21. April 2012, 09:14

Hier noch ein Kommentar zum Thema:
http://www.taz.de/Kolumne-Pressschlag/!91894/

Aus diesem Text finde ich folgende Passage bemerkenswert und besorgniserregend:

"Ein so genanntes Hochrisikospiel könnte zum finanziellen Desaster für den gastgebenden Klub werden. Deshalb erwarten die Bundesligaklubs die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts durchaus mit Sorge. Doch gemach! Es wird schon kein Derby abgesagt werden. Dem organisierten Fußball wird schon etwas einfallen, um die Spiele durchführen zu können.
Es wird längst an einer Art Publikumstausch in den Stadien gearbeitet. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach benutzt ganz bewusst immer wieder das Wort Terror, wenn er über Fans spricht, und sieht längst das Ende der Stehplatzherrlichkeit in deutschen Stadien nahen. Hannovers Präsident Martin Kind spricht davon, dass er die Strafen, die er für Fehlverhalten der 96-Fans zahlen muss, dadurch kompensieren will, dass er endlich die billigen Stehplatztickets abschaffen will. Über die Ticketpreise sollen Ultras und Problemfans von den Stadien ferngehalten werden.
Liga und DFB scheinen zudem eine totale Fankontrolle anzustreben und würden gerne mit der Sitzplatznummer Name und Adresse des Sitzplatzinhabers speichern. Dass derartige Maßnahmen nicht nur von völligem Unverständnis für die Ultra-Bewegung zeugen, sondern eine regelrechte Kampfansage an die Fankultur darstellen, scheint Niersbach billigend in Kauf zu nehmen. Immer wieder schwärmt er von der Stimmung bei der Männer-WM 2006 und lobt die tolle Atmosphäre bei der Frauen-WM 2011."
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Re: FC Hansa Rostock

Beitragvon hotte » Samstag 21. April 2012, 13:44

Mal so im Kopp die Sache durch gespielt. Die Verantwortlichen werden sich gegenseitig einen schnatten. In den Stadien herrscht Kino Feeling. Handys sind aus und jeder knabbert Popcorn. Die Fans sind abgewandert in die Ober- und Kreisligen. Wird lustig .... :)
Nazis ? Nein danke !!! Beiträge solcher werden ignoriert.
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