Hertha und die Finanzen

Alles rund um den Verein und die Verantwortlichen

Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon tomnoah » Dienstag 14. Juni 2016, 07:18

Verstehe die Schlussfolgerungen so ehrlich gesagt auch nicht und halte sie auch noch für zu früh. Umschuldungsprozesse sind doch Tagesgeschäft in der Unternemehmensausrichtung. Letzlich wird Hertha sich in Abhängigkeit von der Zinsentwicklung ggfs. am Kapitalmarkt bedienen (können) bzw. einen weiteren Investor (oder mehrere) akquirieren, deren Invest ja nicht zwingend in neue Spieler fließen muss, sondern auch für eine Rückzahlung an KKR Verwendung finden kann. Damit würde dann die Aufstockung von KKR auf 33% auf mehrere Investoren gesplittet.

Über diese Optionen entscheidet der zukünftige Marktpreis von Hertha, also unsere Entwicklung in den nächsten Jahren. Wenn wir unsere sportlichen Ziele erreichen, Etablierung in der Buli oder sogar internationale Qualifikation und auch die Zuschauerentwicklung positiv ist, dann wird der Verein werthaltiger. Und wenn die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich in den nächsten Jahren nicht durch irgendeinen Supergau dramatisch verschlechtern (z.B. Wirtschaftskrise oder Aggression von Putin), dann bekommt man am Markt für das zukünftige Aufstockungsrecht von KKR ggfs. mehr Geld von einem anderen Investor, der ja auch vorfristig einsteigen kann.

Überzeichnetes Beispiel: Hertha gibt völlig unabhängig von KKR irgendwann weitere 10 % an einen reichen Scheich ab und der zahlt dafür eine Milliarde. Wenn der Zeitpunkt der Rückzahlung an KKR gekommen ist, zahlen wir davon die erforderliche Summe an KKR zurück. Die Aufstockung von KKR erfolgt somit nicht und der neue Investor hält dann eben seine 10 %, die er für einen höheren Marktpreis erworben hat. Insgesamt sind dann die von Investoren gehaltenen Anteile niedriger als die 33 % von KKR im Falle einer Aufstockung. WG hat mehrfach über die Notwendigkeit gesprochen, einen neuen Investor zu akquirieren. Meines Wissens aber nie darüber was Hertha mit dessen Geld veranstalten würde. Er ist kein Mann der ungelegte Eier publiziert. Kurz gesagt: Hertha hat in den nächsten Jahren noch viele Optionen, um mit der Rückzahlungsverpflichtung an KKR umzugehen, die man heute noch nicht einschätzen und bewerten kann.

Ich denke, es geht bei dem Thema eigentlich um eine ganz andere Frage, um die ewige Frage nach der richtigen Strategie für das Unternehmen Hertha BSC. Wieder ganz banal formuliert geht`s darum, ob die defensive Strategie der Konsolidierung oder die offensive der Investition in die Weiterentwicklung des Unternehmens richtiger ist. Beides ist in der Realität per se Unsinn. Dazwischen gibt`s hunderte von ernstzunehmenden Varianten. Sicherlich nicht nur meine Meinung zu dem Thema ist, dass Herha den finanziellen Freiraum, den der Deal mit KKR ermöglicht hat, jetzt auch mit Augenmaß zur kontinuierlichen Verstärkung der Mannschaft nutzen muss, ohne den wirtschaftlichen Unsinn zu betreiben, den der HSV beispielsweise in den letzten Jahren veranstaltet hat.

Kurzum, für mich ist das Recht der Aufstockung von KKR auf 33 % für den Fall, dass wir bei Fälligkeit nicht zurückzahlen (können), in keinem Fall eine Bedrohung, sondern immer nur ein Sicherheitsnetz für den Fall, dass wir in den nächsten Jahren keine sportlich und wirtschaftlich positive Entwicklung des Vereins erreichen. Und die Moral von der Geschichte ist einfach. Unsere Verantwortlichen standen vor KKR mit dem Rücken zur Wand, der Handlungsunfähigkeit nahe. Nun haben sie dank KKR wieder Freiräume. Bisher konnte man die Hypothek, die unsere Verantwortlichen getragen haben, zu recht maßgeblich DH in die Schube schieben, der Herthas positive Entwicklung final nicht realisieren konnte und einen wirtschaftlichen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Durch KKR haben unsere Jungs in der Führungsetage nun die Chance, es in den nächsten Jahren besser zu machen. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass sie das schaffen.
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon lukas_berlin26 » Dienstag 14. Juni 2016, 11:19

Mein Vater Taxifahrer in Berlin hatte letzte Woche einen Immobilienmarkler aus Deutschland im Taxi der für Polnische Profifussballer heute und damals Häuser in Polen an der Ostsee bzw an den Masuren und in den Bergen verkauft hat.An meinem Nachnamen hat der Immobilienmarkler meinen Vater drauf angesprochen ob er Pole sei und so kam es zum SmallTalk und da mein Vater einen Herthaaufkleber im Taxi hat ging dieses Gespräch dann richtung Fussball. Der Immobilienmarkler hat gesagt das er mit Artur Wichniarek viele Geschäfte mit Häuser und Wohnungen gemacht das das heute eine Freundschaft draus wurde. Er hat erzählt das ihn Artur damals anvertraut hat das er in Berlin nicht korrekt behandelt wird und es ihn alles erschwert hier den durchbruch zu schaffen. Aber warum ich es euch schreibe kommt jetzt und damit man meinen Beitrag nicht löscht komme ich zur Sache. Der Immobilienmarkler hgat meinen Vater gesagt das Artur Wichniarek damals unter Hoeneß bei Hertha ein Top Verdiener war mit ca. XXXXXXX Euro im Monat Netto Verdienst. Das mal zum Thema wie Dieter Hoeneß damals mit den Hertha Finanzen umgegangen ist und vllt eine erklärung warum wir so Verschuldet sind oder waren!
Zuletzt geändert von lukas_berlin26 am Mittwoch 15. Juni 2016, 08:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon thommy » Dienstag 14. Juni 2016, 11:27

lukas_berlin26 hat geschrieben:Mein Vater Taxifahrer in Berlin hatte letzte Woche einen Immobilienmarkler aus Deutschland im Taxi der für Polnische Profifussballer heute und damals Häuser in Polen an der Ostsee bzw an den Masuren und in den Bergen verkauft hat.An meinem Nachnamen hat der Immobilienmarkler meinen Vater drauf angesprochen ob er Pole sei und so kam es zum SmallTalk und da mein Vater einen Herthaaufkleber im Taxi hat ging dieses Gespräch dann richtung Fussball. Der Immobilienmarkler hat gesagt das er mit Artur Wichniarek viele Geschäfte mit Häuser und Wohnungen gemacht das das heute eine Freundschaft draus wurde. Er hat erzählt das ihn Artur damals anvertraut hat das er in Berlin nicht korrekt behandelt wird und es ihn alles erschwert hier den durchbruch zu schaffen. Aber warum ich es euch schreibe kommt jetzt und damit man meinen Beitrag nicht löscht komme ich zur Sache. Der Immobilienmarkler hgat meinen Vater gesagt das Artur Wichniarek damals unter Hoeneß bei Hertha ein Top Verdiener war mit ca. 200 Tausend Euro im Monat Netto Verdienst. Das mal zum Thema wie Dieter Hoeneß damals mit den Hertha Finanzen umgegangen ist und vllt eine erklärung warum wir so Verschuldet sind oder waren!



... ich glaube eher da wurde euch ein Bär aufgebunden:

200.000 Netto / Monat = 2,4 Mio. Netto /a sind ca. 5 Mio. Brutto, das kann selbst zu DHs Zeiten niemals der Fall gewesen sein....
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon lukas_berlin26 » Dienstag 14. Juni 2016, 12:45

aber guckmal wenn das Stimmen sollte, wäre der Hammer. ich will hier nichts und niemanden etwas unterstellen! vllt ist das ein Irrtum aber wenn nicht? Hoeneß hat viel Geld ausn Fenster gehauen mit Wichniarek oder mit anderen!
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon thommy » Dienstag 14. Juni 2016, 13:53

lukas_berlin26 hat geschrieben:aber guckmal wenn das Stimmen sollte, wäre der Hammer. ich will hier nichts und niemanden etwas unterstellen! vllt ist das ein Irrtum aber wenn nicht? Hoeneß hat viel Geld ausn Fenster gehauen mit Wichniarek oder mit anderen!


sorry, aber soooooooooooo verschwenderisch war nicht mal DH....
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon Start-Nr.8 » Dienstag 14. Juni 2016, 15:15

Diskutieren wir hier allen Ernstes eine Aussage, die ein User über seinen Vater von einem Taxifahrer gehört haben will, die der Taxifahrer von einem ominösen Makler bekommen haben will? Also bei aller Liebe...
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon Joel » Dienstag 14. Juni 2016, 16:27

Start-Nr.8 hat geschrieben:Diskutieren wir hier allen Ernstes eine Aussage, die ein User über seinen Vater von einem Taxifahrer gehört haben will, die der Taxifahrer von einem ominösen Makler bekommen haben will? Also bei aller Liebe...


Vielleicht gibt es noch einen zweiten Teil und der Makler sucht für ein paar Klienten derzeit Häuser in und um Berlin und diese Klienten können vielleicht auch noch geradeaus laufen und Fußball kicken ;-)

Ich halte diese "Aussage" des Taxigasts auch für sehr fragwürdig, die Summe als Herthagehalt ist einfach zu fantastisch.
Allerdings wenn Artur in Zloty bezahlt wurde, wäre die Summe schon glaubhaft(er). Hätte aber die Hertha Finanzen nicht all zu sehr belastet, denke ich.
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon bcs » Dienstag 14. Juni 2016, 22:41

lukas_berlin26 hat geschrieben:Mein Vater Taxifahrer in Berlin hatte letzte Woche einen Immobilienmarkler aus Deutschland im Taxi der für Polnische Profifussballer heute und damals Häuser in Polen an der Ostsee bzw an den Masuren und in den Bergen verkauft hat.An meinem Nachnamen hat der Immobilienmarkler meinen Vater drauf angesprochen ob er Pole sei und so kam es zum SmallTalk und da mein Vater einen Herthaaufkleber im Taxi hat ging dieses Gespräch dann richtung Fussball. Der Immobilienmarkler hat gesagt das er mit Artur Wichniarek viele Geschäfte mit Häuser und Wohnungen gemacht das das heute eine Freundschaft draus wurde. Er hat erzählt das ihn Artur damals anvertraut hat das er in Berlin nicht korrekt behandelt wird und es ihn alles erschwert hier den durchbruch zu schaffen. Aber warum ich es euch schreibe kommt jetzt und damit man meinen Beitrag nicht löscht komme ich zur Sache. Der Immobilienmarkler hgat meinen Vater gesagt das Artur Wichniarek damals unter Hoeneß bei Hertha ein Top Verdiener war mit ca. 200 Tausend Euro im Monat Netto Verdienst. Das mal zum Thema wie Dieter Hoeneß damals mit den Hertha Finanzen umgegangen ist und vllt eine erklärung warum wir so Verschuldet sind oder waren!


mit allen Respekt Lukas sind Deine Geschichten (hier und auch bei Transfer) wirklich amüsant. Sei mir nicht böse aber "ich habe gehört" ist ein bisschen zu wenig um eine Pseudonachricht zu kolportieren...
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon Zauberdrachin » Mittwoch 15. Juni 2016, 04:13

herthamichi hat geschrieben:Soweit ich es bisher vernommen habe, sollen sich in Hertha´s letzten Jahresabschlüssen keine Positionen befinden,
die darauf hin deuten, dass man in irgendeiner Form anteilig jährliche Rücklagen für eine Rückzahlung zum einmal
kommenden Fälligkeitstermin bildet. Das heißt dann wohl : Man geht ohnehin von einer Aufstockung der Anteile
auf 33,3 % aus und plant finanziell auch so.


Innerhalb der 7 Jahre kann KKR jederzeit aufstocken. Die Frage ist halt nur ob durch eine weitere Zahlung (vor Ablauf der 7 Jahre) oder mit Ablauf der 7 Jahre durch Abgleich mit den 35,2 Mio. Der Unterschied für KKR sind rund 8 Mio.
Und aus Vereinssicht werden natürlich keine Rücklagen gebildet, die das Tagesgeschäft behindern. Zumal durch einen einzigen "Hypertransfer" à la Firmino das Geld reinkommen kann. Diese exorbitanten "Wert"steigerungen auf dem Spielermarkt plus dem Zuwachs bei den TV-Geldern lassen deshalb ja diese 35,2 Mio. nicht mehr so viel zu erscheinen wie bei Vertragsschluss.

Aus allen Aussagen, die ich von Schiller zu KKR finden konnte, lässt sich eines nicht genau beantworten. Zahlen wir kontinuierlich evtl. doch ab oder betrifft die jährliche Zahlung an KKR (Irgendwie am Gewinn ausgerichtet) doch nur sozusagen eine Art "Zinsgebühr"?
Und etwas anderes: Wenn wir KKR die 35,2 Mio. vor Ablauf als Rückzahlung anbieten, können die die dann ablehnen und die anderen Anteile trotzdem noch nachkaufen unter Verrechnung des Unterschiedbetrags von 8 Mio.?

Es wurde stets betont, dass man einen strategischen Investor suchte und den mit KKR fand.
Ein strategischer Investor arbeitet optimal im Rahmen seines Investments wenn er hilft den Wert des Investments kontinuierlich zu erhöhen und wird deshalb vermutlich wenig aus dem laufenden Geschäft herausziehen, sondern auf die Wertsteigerung "am Ende" setzen.
Die 33,3% betrachte ich definitiv auch sicher bei KKR, so oder so. Und diese Sperrminorität ist auch nicht so bedrohlich wie oft dargestellt.
KKR hat zugestimmt sich aus sportlichen Dingen rauszuhalten, also wogegen sperren was für uns relevant ist?

Mir fiel beim Lesen aller Artikel immer wieder auf, dass bei einem Verkauf der Anteile die KGaA ein Vetorecht hat, ein Rückkaufsrecht aber der e.V.!
Da Schiller stets versucht auf mehrere Schienen zu setzen ... was passiert finanziell beim e.V.?

Nochmal zurück zum Anteileverkauf ... vielleicht ist ja unsere KGaA da noch irgendwie daran beteiligt wenn so und so viel erzielt wird? Weiß man alles nicht.
Sicher scheint, dass die Haupt-Rendite für KKR aus den Anteilen resultieren wird. Es sei denn, sie betrachten das Engagement bei uns tatsächlich als Werbezweck und haben gar nicht den so hohen Renditeanspruch, weil sich ihr Markennahme bzw. das Image verbessert hat.

MIr geht es halt darum, wie sehr die noch bei Vertragsabschluss als bedrohlich empfunden Dinge uns Summen sich immer weiter abbauen. Und das auch selbst wenn KKR am Ende 33,3% hält.
Denn ohne KKR hätten wir wodurch den Wert steigern können? Eurolottogewinn? ;)

Diese Mehreinnahmen im operativen Geschäft sind dermaßen wichtig gewesen, denn ohne diese wären kein Weiser, kein Ibisevic möglich gewesen, da wir den Gehaltsetat nicht hätten erhöhen können, im Gegenteil.
Zur Zeit läuft es finanziell so gut wie lange nicht und für mein Herthaherz ist das eine enorme Erleichterung.
Da ist für mich wichtiger, dass wir noch 16,6% frei zur Abgabe haben, als die "blockierten" 33,3%.
Entscheidend bleibt natürlich was man weiter daraus macht.
Wir sind viele!
Wir vergeben nicht!
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon Zauberdrachin » Mittwoch 15. Juni 2016, 04:22

Mal nachgeschoben noch etwas:

Hertha BSC GmbH & Co. KGaA
Hertha BSC Infrastruktur GmbH
Hertha BSC Rechte GmbH & Co. KG
Hertha BSC Transfer GmbH & Co. KG
Hertha BSC Verwaltung GmbH
Hertha BSC e.V.

Wer macht Gewinne, wer Verluste und wessen Gelder fließen wohin?
Wir sind viele!
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon thommy » Mittwoch 15. Juni 2016, 06:24

Zauberdrachin hat geschrieben:Innerhalb der 7 Jahre kann KKR jederzeit aufstocken. Die Frage ist halt nur ob durch eine weitere Zahlung (vor Ablauf der 7 Jahre) oder mit Ablauf der 7 Jahre durch Abgleich mit den 35,2 Mio. Der Unterschied für KKR sind rund 8 Mio.
Und aus Vereinssicht werden natürlich keine Rücklagen gebildet, die das Tagesgeschäft behindern. Zumal durch einen einzigen "Hypertransfer" à la Firmino das Geld reinkommen kann. Diese exorbitanten "Wert"steigerungen auf dem Spielermarkt plus dem Zuwachs bei den TV-Geldern lassen deshalb ja diese 35,2 Mio. nicht mehr so viel zu erscheinen wie bei Vertragsschluss.

Aus allen Aussagen, die ich von Schiller zu KKR finden konnte, lässt sich eines nicht genau beantworten. Zahlen wir kontinuierlich evtl. doch ab oder betrifft die jährliche Zahlung an KKR (Irgendwie am Gewinn ausgerichtet) doch nur sozusagen eine Art "Zinsgebühr"?
Und etwas anderes: Wenn wir KKR die 35,2 Mio. vor Ablauf als Rückzahlung anbieten, können die die dann ablehnen und die anderen Anteile trotzdem noch nachkaufen unter Verrechnung des Unterschiedbetrags von 8 Mio.?

Es wurde stets betont, dass man einen strategischen Investor suchte und den mit KKR fand.
Ein strategischer Investor arbeitet optimal im Rahmen seines Investments wenn er hilft den Wert des Investments kontinuierlich zu erhöhen und wird deshalb vermutlich wenig aus dem laufenden Geschäft herausziehen, sondern auf die Wertsteigerung "am Ende" setzen.
Die 33,3% betrachte ich definitiv auch sicher bei KKR, so oder so. Und diese Sperrminorität ist auch nicht so bedrohlich wie oft dargestellt.
KKR hat zugestimmt sich aus sportlichen Dingen rauszuhalten, also wogegen sperren was für uns relevant ist?

Mir fiel beim Lesen aller Artikel immer wieder auf, dass bei einem Verkauf der Anteile die KGaA ein Vetorecht hat, ein Rückkaufsrecht aber der e.V.!
Da Schiller stets versucht auf mehrere Schienen zu setzen ... was passiert finanziell beim e.V.?

Nochmal zurück zum Anteileverkauf ... vielleicht ist ja unsere KGaA da noch irgendwie daran beteiligt wenn so und so viel erzielt wird? Weiß man alles nicht.
Sicher scheint, dass die Haupt-Rendite für KKR aus den Anteilen resultieren wird. Es sei denn, sie betrachten das Engagement bei uns tatsächlich als Werbezweck und haben gar nicht den so hohen Renditeanspruch, weil sich ihr Markennahme bzw. das Image verbessert hat.

MIr geht es halt darum, wie sehr die noch bei Vertragsabschluss als bedrohlich empfunden Dinge uns Summen sich immer weiter abbauen. Und das auch selbst wenn KKR am Ende 33,3% hält.
Denn ohne KKR hätten wir wodurch den Wert steigern können? Eurolottogewinn? ;)

Diese Mehreinnahmen im operativen Geschäft sind dermaßen wichtig gewesen, denn ohne diese wären kein Weiser, kein Ibisevic möglich gewesen, da wir den Gehaltsetat nicht hätten erhöhen können, im Gegenteil.
Zur Zeit läuft es finanziell so gut wie lange nicht und für mein Herthaherz ist das eine enorme Erleichterung.
Da ist für mich wichtiger, dass wir noch 16,6% frei zur Abgabe haben, als die "blockierten" 33,3%.
Entscheidend bleibt natürlich was man weiter daraus macht.


ich glaube dies kann man ausschließen. IS hatte doch gesagt dass die zinstragenden Verbindlichkeiten durch den KKR-deal auf NULL gefahren werden, oder irre ich mich da?

und da nun jährlich einige Mio. weniger ausgegeben (Zinsen) bzw. mehr eingenommen (Catering, TV-Gelder...) werden hoffe ich dass versucht wird über die 7 Jahre genügend Rücklagen zu bilden um das KKR-Darlehen zu bedienen..... denn erst dann wären wir schuldenfrei bzw. zu 100% Eigentümer von Hertha....
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon lukas_berlin26 » Mittwoch 15. Juni 2016, 08:44

Die ausfürhliche Geschichte : Mein Vater (Taxifahrer) nahm einen Fahrgast mit vom Flughafen Tegel. Dieser Fahrgast war ein Immobilienmarkler der für polnische Fussballprofis Häuser und Wohnungen im Raum Polen verkauft und verkauft hat.
Da mein Vater wie ich ein HerthaFan ist ,hat er im Auto ein Herthaaufkleber! Der Fahrgast hat ihn drauf angesprochen und welche Mannschaft er in Polen bevorzuge. Mein Vater sagte:" Ich mag Gornik Zabrze ,die sind aber leider abgestiegen ,aber ich mag auch den Rivalen aus Schlesien Ruch Chorzow weil ich in der Familie 2 Junge Fussballer habe die Talentiert sind. Daraufhin hat der Fahrgast gesagt das er gut befreundet sei mit Artur Wichniarek, er hat ihn damals zu Hertha Zeit kennengelernt weil der SPieler bei ihm mehrere Immobilien gekauft hat. Es wurde draus ein Freundschaft. Wichniarek hat ihn damals anvertraut das er sich nicht gut behandelt fühle bei Hertha und es ihn beeinschränkt in seiner sportlichen Leitung. Der SmallTalk ging weiter und weiter bis der Immoblienmarkler meinem Vater bischen über Wichniarek erzählt hat und einige Summen in den Raum geschmissen hat. Ich Persönlich halte es für sehr Komisch das einer jemanden Fremden erzählt wieviel ein anderer guter Freund irgendwo verdient hat.Aber mein Gefühl sagt mir ,das wenn mir mein Vater soetwas sagt mit einer bestimmen Summe X dann möchte ich ihn glauben. Dieses Gespräch hat sich aber damit beendet das der Fahrgast meinen Vater die Handynummer von Artur Wichniarek gegeben hat ,weil ein Familienmitglied von Wichniarek ein Scout bei Lech Posen sei und dank diesem Zufall im Taxi hat jetzt mein Cousin der 17Jahre ist nächste Woche ein Probetraining beim Lech Posen Nachwuchs!
Es ist von mir keine Pseudo Geschichte, ich möchte aber diese Summe X nicht mehr aufrufen.
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon Zauberdrachin » Donnerstag 16. Juni 2016, 05:50

thommy, es gibt ja einen Unterschied zwischen zinstragenden Verbindlichkeiten und eine "Gebührzahlung" die in der Höhe nicht festgelegt ist.
Und Rücklagen, dazu schrieb michi etwas, werden bisher wohl nicht gebildet.

Start-Nr.8 oder michi, wisst Ihr wie man die Veröffentlichungen der Bilanzen etc. herankommt? Der Bundesanzeiger gibt da nichts mehr nach 2014 her ...

thommy, 100% Eigentümer von Hertha ... der KGaA werden wir nie mehr sein ... alle Klubs die umgestellt haben auf AG, KGaA, etc. sind das nicht mehr und es ist auch nicht zwingend nötig.
Wir haben halt jetzt schon keine Schulden mehr im eigentlichen Sinne, da man nicht verpflichtet ist die Anteile mal selbst zurückzukaufen und die 35,2 Mio. von KKR über die Aufstockung abgesichert sind.
Das war ja genau der entscheidende Punkt an dem Deal, wesentlich mehr Geld für das operative Geschäft zu erhalten und keine Zahlungspflicht "in bar" in fester Höhe für das erhaltene Geld zu haben.

Ich bin sehr gespannt wie sich einige Dinge weiterentwickeln werden.
Wir suchen ja einen (oder mehrere) weitere/n Investor(en) und ich vermute, dass da weiteres geschehen kann/wird, wenn die Machbarkeitsstudie hinsichtlich eigenem Stadion fertig ist.
Wir sind viele!
Wir vergeben nicht!
Wir vergessen nicht!
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon Start-Nr.8 » Donnerstag 16. Juni 2016, 08:41

Es ist Juni 2016. Möglicherweise ist der 2015er Abschluss noch gar nicht fertig? Oder einfach nur noch nicht veröffentlicht? Dann hat wohl noch niemand Infos daraus. Also bitte in Geduld fassen...
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Re: Hertha und die Finanzen

Beitragvon bcs » Donnerstag 16. Juni 2016, 10:47

Start-Nr.8 hat geschrieben:Es ist Juni 2016. Möglicherweise ist der 2015er Abschluss noch gar nicht fertig? Oder einfach nur noch nicht veröffentlicht? Dann hat wohl noch niemand Infos daraus. Also bitte in Geduld fassen...


das ist möglich.... in den letzten Jahren wurden die Berichte frühestens in der letzten Juniwoche publiziert... Die Wirtschaftsprüfer haben keine Eile, da sie nach Stunden bezahlt werden ;-)

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