Kommerzialisierung und Hertha

Alles rund um den Verein und die Verantwortlichen

Kommerzialisierung und Hertha

Beitragvon Arapahoe » Freitag 27. April 2018, 18:55

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussionen um die immer unverschämtere Kommerzialisierung des Fußballs durch meist fußballfremde aber finanzstarke Organisationen, möchte ich hier mal einen eigenen Thread zum Thema vorschlagen. Auch wenn es uns derzeit (Gottseidank) noch (?) nicht betrifft, sollten wir uns vielleicht doch eine Meinung bilden. Was haltet Ihr von den Aktionen gegen Montagsspiele oder von "Gegenmaßnahmen", wie sie die Kollegen in Hannover gegen Martin Kind organisieren? Seid Ihr für "englische Verhältnisse" und wünscht Euch eine erfolgreiche aber teure Mannschaft? (Natürlich, aber würdet Ihr dafür Herthas Eigenständigkeit opfern wollen?). Würdet Ihr Euch von smarten Marketingstrategen verschaukeln lassen wollen, die euch erzählen, was Ihr am Fußball gut zu finden habt und was nicht?
Ich will meinen Hut gleich mal in den Ring werfen: Ich bin ja schon etwas älter und deshalb vielleicht zu traditionell eingestellt. Aber für mich ist Fußball mehr als nur Sieg oder Niederlage. Es ist der harte, manchmal dreckige aber immer aufopferungsvolle sportliche Wettkampf...!
Luxus-Events, wie die Champions-League bieten das schon lange nicht mehr und interessieren mich höchstens am Rande. Fußball ist immer "große Oper"... Triumph und Tragödie. Und die gibt es auch, oder sogar eher, OHNE Millionengagen. Für mich kann es z.B. kein Fußballspiel ohne unsere "Ostkurve" geben, deren Besatzung immer da ist, und Begeisterung vermittelt, auch wenn es manchmal schlecht läuft...! Ich will nicht, daß ein Fußballspiel zum "Kaffeekränzchen der Zehlendorfer Witwen " verkommt, dessen Besuch (oder TV-Abo) sich zudem nur noch Wenige leisten können. Ein Fußballverein muss auch einen klaren regionalen Bezug haben - so wie wir, Union, Energie, Dresden oder Rostock, Freiburg, Frankfurt...- und sollte sich mit möglichst(!) vielen Eigengewächsen einem Gegner stellen, der genauso arbeitet. Ich will kein ausgeklügeltes Fußball- Investment, dessen Positionierung davon abhängt, ob es an dem infrage kommenden Standort schon Konkurrenz gibt (so geschehen mit RedBull in Leipzig). ES IST MEHR ALS NUR FUSSBALL. Und dieses Gesamtkunstwerk gehört allen und kann nicht gelackten Geschäftemachern überlassen werden. Alles, was dagegen opponiert, hat meine Unterstützung.
P.S: Nur zur Klarstellung: Ich habe nichts Grundsätzliches gegen Profi-Fußball mit bezahlten Akteuren auf dem Platz.
"Wir spielen am besten, wenn der Gegner nicht da ist !" Otto Rehhagel
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Re: Kommerzialisierung und Hertha

Beitragvon AK54 » Samstag 28. April 2018, 20:25

Auch ich bin schon älter und verstehe völlig, was Du Dir wünscht.
Früher Alle Spiele Sa. 15.30h mit Durchsagen der HZ-Ergebnisse. etc.
Nur das ist Vergangenheit. :|

Fußball ist nur noch ein Geschäft mit Logen und dem Geschiebe von Geld.
Was ist denn schon seit Jahren in den USA --NHL,NBA,NFL--- dann die F1. Es werden Summen gezahlt, die ich nicht mehr verstehen kann.
Da bekommt ein bspw.Hamilton, weil er gut im Kreis fahren kann, Millionensummen. :roll:
Nur hat sich das alles so entwickelt und wir können nichts daran machen, weil es eben so geworden ist.

Ich bin nicht völlig gegen 50+1. Es müssen aber Regeln geschaffen werden, die es verbieten, dass irgendein Fuzzi wie Ismaik einen
Verein kaputt macht oder als Anlageobjekt benutzt. Spieler kaufen dann rücksichtslos verkaufen um zu Verdienen, wie Aktien.
Klar, als Hertha Fan frage ich mich, ob wir davon profitieren könnten?? Eher nein. Berlin ist zwar sehr interessant für Anleger,
aber ist Hertha das auch ??? Profit schlagen eher Bayern, Dortmund Herne, Frankfurt, die Dosen und Hoppelheim daraus.
Die Schere wird noch größer werden und Überraschungen wie Darmstadt, St.Pauli (damals), Fürth etc. wird es nicht mehr geben.

Es werden auch diese Montagsspiele nicht mehr zu verhindern sein.Schau doch mal auf Spanien, Italien die PL. Da ist das ganz normal. Nur wir leben noch im Schlaraffenland. Die Klubs sind viel zu gierig und auch der Fan am TV wird das
hier in Deutschland bald bezahlen müssen. Wenn man mal die Sky-preise in der PL sieht wird mir schlecht.
Hier mal ein Vergleich:
https://www.focus.de/sport/fussball/cha ... 02520.html
Wer forciert denn das: die Bayern, warum? Weil sie in der CL nicht mehr mithalten können.
Willst Du alle Spiele in der PL im TV sehen, brauchst Du drei Abos.
Für die Montagsspiele waren ALLE Bundesligisten !!
In zwei Jahren kräht kein Hahn mehr danach. Oder glaubst Du es geht dann keiner mehr ins Stadion? Ich nicht.
Genau so denkt die DFL. "Das spielt sich alles ein"

Das Gejammer der Spieler und Clubs wegen der "englischen Wochen" hat mich schon immer genervt.
Warum heisst es ENGLISCHE Wochen ?
Wenn unsere Profis Weihnachten in der Sonne liegen müssen die spielen.
Tja, wenn ich als Spieler so viel Kohle einstecken will, muss ich das in Kauf nehmen.
Genau deswegen wird sich auch bei uns bald etwas ändern. Sicher nicht zum Vorteil des gemeinen Fans.

Fußball ist nichts mehr für den normalen Fan, der wie früher seine 10 DM im Oly bezahlt hat.
Das kommt nicht wieder und wir müssen uns damit abfinden oder wir gehen nicht mehr hin oder wir kaufen kein ABO mehr.

Wer macht das :?: Die Drei oder Vier fallen da nicht ins Gewicht.
Zuletzt geändert von AK54 am Samstag 28. April 2018, 21:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kommerzialisierung und Hertha

Beitragvon Franki IV » Samstag 28. April 2018, 21:16

AK54 hat geschrieben:Auch ich bin schon älter und verstehe völlig, was Du Dir wünscht.
Früher Alle Spiele Sa. 15.30h mit Durchsagen der HZ-Ergebnisse. etc.
Nur das ist Vergangenheit. :|

Fußball ist nur noch ein Geschäft mit Logen und dem Geschiebe von Geld.
Was ist denn schon seit Jahren in USA --NHL,NBA,NFL--- dann die F1. Es werden Summen gezahlt, die ich nicht mehr verstehen kann.
Da bekommt ein bspw.Hamilton, weil er gut im Kreis fahren kann, Millionensummen. :roll:
Nur hat sich das alles so entwickelt und wir können nichts daran machen, weil es eben so geworden ist.

Ich bin nicht völlig gegen 50+1. Es müssen aber Regeln geschaffen werden, die es verbieten, dass irgendein Fuzzi wie Ismaik einen
Verein kaputt macht oder als Anlageobjekt benutzt. Spieler kaufen dann rücksichtslos verkaufen um zu Verdienen, wie Aktien.
Klar, als Hertha Fan frage ich mich, ob wir davon profitieren könnten?? Eher nein. Berlin ist zwar sehr interessant für Anleger,
aber ist Hertha das auch ??? Profit schlagen eher Bayern, Dortmund Herne, Frankfurt, die Dosen und Hoppelheim daraus.
Die Schere wird noch größer werden und Überraschungen wie Darmstadt, St.Pauli (damals), Fürth etc. wird es nicht mehr geben.

Es werden auch diese Montagsspiele nicht mehr zu verhindern sein.Schau doch mal auf Spanien, Italien die PL. Da ist das ganz normal. Nur wir leben noch im Schlaraffenland. Die Klubs sind viel zu gierig und auch der Fan am TV wird das
hier in Deutschland bald bezahlen müssen. Wenn man mal die Sky-preise in der PL sieht wird mir schlecht.
Hier mal ein Vergleich:
https://www.focus.de/sport/fussball/cha ... 02520.html

Fußball ist nichts mehr für den normalen Fan, der wie früher seine 10 DM im Oly bezahlt hat.
Das kommt nicht wieder und wir müssen uns damit abfinden oder wir gehen nicht mehr hin oder wir kaufen kein ABO mehr.

Wer macht das :?: Die Drei oder Vier fallen da nicht ins Gewicht.



Zumal die Curry im Oly mittlerweile auch schon 8 Mark kostet.
Möge die Macht mit uns sein.
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Re: Kommerzialisierung und Hertha

Beitragvon AK54 » Samstag 28. April 2018, 21:23

Franki IV hat geschrieben:
Zumal die Curry im Oly mittlerweile auch schon 8 Mark kostet.

Wie meinst Du denn das jetzt :)
Ich schrieb Früher
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Re: Kommerzialisierung und Hertha

Beitragvon Franki IV » Samstag 28. April 2018, 23:06

AK54 hat geschrieben:
Franki IV hat geschrieben:
Zumal die Curry im Oly mittlerweile auch schon 8 Mark kostet.

Wie meinst Du denn das jetzt :)
Ich schrieb Früher



Na ist doch Wahnsinn. Wenn da ein Papa seine 2 Kids mitnimmt, und beiden ne Tüte Pommes oder eine Curry kauft, plus was zu trinken, muss er vorher im Lotto gewonnen haben.

Die preise beim Futter finde ich noch kesser als die Eintrittspreise. Und ja, ich weiß, muss man ja nicht kaufen, gehört aber eigentlich mit dazu.
Möge die Macht mit uns sein.
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Re: Kommerzialisierung und Hertha

Beitragvon AK54 » Sonntag 29. April 2018, 22:20

Franki IV hat geschrieben:
AK54 hat geschrieben:
Franki IV hat geschrieben:
Zumal die Curry im Oly mittlerweile auch schon 8 Mark kostet.

Wie meinst Du denn das jetzt :)
Ich schrieb Früher



Na ist doch Wahnsinn. Wenn da ein Papa seine 2 Kids mitnimmt, und beiden ne Tüte Pommes oder eine Curry kauft, plus was zu trinken, muss er vorher im Lotto gewonnen haben.

Die preise beim Futter finde ich noch kesser als die Eintrittspreise. Und ja, ich weiß, muss man ja nicht kaufen, gehört aber eigentlich mit dazu.

Das ist völlig richtig. Aber ich glaube, das war von @Arapahoe nicht gemeint.
Die teure Curry gehört sicher auch dazu.
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