Michael Preetz

Alles rund um den Verein und die Verantwortlichen

Re: Michael Preetz

Beitragvon tomnoah » Samstag 3. September 2016, 03:47

peacemaker hat geschrieben:Koan Stress!
Wenn sich @Mike Spring hier anmelden möchte, dann weiß er, was er "drüben" riskiert und worauf er sich hier einlassen würde.
Keine Ahnung, wieviele Doppelanmelder es in beiden Foren tatsächlich gibt, den Mut, sich in beiden Foren zu seinem Forumsnamen zu bekennen, hat bisher auf jeden Fall ausschließlich @Zauberdrachin bewiesen. So bekommt sie es also von allen Seiten. Und hier wie dort gibt keiner zu, wieviel an Substanz den Forendiskussionen um Hertha BSC fehlen würde, wenn diese (vermutlich) "alte Dame" hinschmeißen würde. Das dicke Fell, das sie sich zugelegt haben muss, um die Anfeindungen zu ertragen, kann man hoffentlich in Wirklichkeit nicht sehen. Möge "wahre Liebe" (und die intellektuelle Anstrengung) das kompensieren und einigermaßen frisch halten....


Ich versteh` nur Bahnhof. "Drüben" ist für mich Vergangenheit. Das war irgendwas jenseits des antifaschistischen Schutzwalls zu einer Zeit als wir noch glücklich und zufrieden als Insulaner lebten und glaubten, der Mittelpunkt des Weltalls zu sein. Und wer ist denn Mike Spring ? Will der hier bei uns mitspielen ? Könntest Du mal ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, bitte. Ist das ein User aus dem Forum von UB ? Wenn ich Deinen Post lese, dann hört sich das so an, als ob man irgendwas besonderes macht, wenn man in mehreren Foren aktiv ist. Warum ? Sind doch alles Fans. Und warum sollte man in den Foren verschiedene Namen haben ?

Und zu ZD. Ich find`s gut, dass Du fair play einforderst. Ich will von meiner Seite nochmal deutlich sagen, dass ich nicht nur ihre Posts, sondern auch sie schätze. Ich finde ihre Elaborate lesenswert, mich stören aber zwei Dinge, die ich kritisiere: Das stereotype und kritiklose verteidigen jedweder Maßnahme des Vereins sowie die Eigenart, andere User und deren Meinung oberlehrerhaft zu beurteilen und abzuqualifizieren. Nur deshalb gibt's von mir den einen oder anderen Spruch. Trotzdem, wenn hier der Eindruck eines Mobbings gegen einzelne User entsteht, dann ist das richtig von Dir, darauf zu verweisen, dass das wider den Sinn der gemeinsamen Sache ist. In meinem Fall weiß ich, dass ZD mein "Gefrotzel" richtig einordnen kann und sie teilt auch entsprechend aus, wenn es ihr zu viel wird. Und das ist auch gut so. Deine Idee, einer "alten Dame" über den Damm des Forums zu helfen, ist aus meiner Sicht somit aller Ehren wert, aber glaub mir, sie ist weder alt noch eine Dame und kommt ganz gut alleine über die Straße. Trotzdem, aus meiner Sicht guter Hinweis von Dir und ein öffentlicher Gruß an den Drachen: Die Saison läuft, wenn ich Dir auf die Drachenpranke gelatscht bin, dann mach ich das gerne mal wieder zu einem Spiel im Walhalla mit `nem Pils gut, wenn Du magst !
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Re: Michael Preetz

Beitragvon rustneil » Samstag 3. September 2016, 19:14

peacemaker hat geschrieben:@ZD/@Mike Spring

Habe jetzt euren Diskurs drüben gelesen über den sogenannten offenen Brief. Die anderen Kommentare dazu natürlich ebenso.

Es ist natürlich ganz schwer, freiwillig lange Texte zu lesen, für die man nicht einmal was hat bezahlen müssen. Aus Sicht der Geschäftsführung. Meines Erachtens hast du mit deinen kolportierten 25 Seiten an die Vereinsführung ganz bestimmt ein Limit überschritten, wo es einfach nicht mehr in den Tagesablauf oder ins System passt. Das war vermutlich eine Seminararbeit. Hertha ist aber keine Uni. Schade um deine Gedanken.
Bei dem "offenen Brief" von @Mike Spring denke ich auch, dass er eigentlich zu wenig gestrafft hat, um lesbar zu bleiben.
Und trotzdem halte ich es in dem Fall noch für möglich, dass das zumindest registriert wird. Eine Antwort wird es natürlich nicht geben, das würde einen Roman erfordern. Aber ein Dankeschön dürfte und sollte es geben.
Persönlich habe ich da eine sehr schöne Erfahrung mit Hertha, von wegen offizielle Anschreiben: Habe der Geschäftsstelle 2004 einen persönlichen Erfahrungsbericht geschickt, in dem ich das erste gemeinsame Stadionerlebnis mit meinen beiden Töchtern geschildert habe. Die waren damals wirklich klein und hatten (wie bis heute) null Ahnung von Fußball. Aber sie hatten sich echt schon Lieblingsspieler ausgeguckt. Es war gegen Arminia Bielefeld, 3:1. Thorben Marx hatte unglaublicherweise ein Tor geschossen. Der Älteren war Marcelinho irgendwie aufgefallen, die Haare vermutlich. Sie wollten unbedingt Autogramme von denen in ihrem Vorschulalter, anscheinend war sowas damals modern. Runter an den Zaun rennen hat nix gebracht.
Also musste ich nachhaken, schriftlich.
Habe mich nicht getraut, Thorben Marx in meinem Erlebnisbericht mit den Töchtern zu erwähnen, aber was soll ich sagen?
Es kam ein Dankschreiben zurück mit einer unterschriebenen Autogrammkarte von Marcellinho.
Die haben meine 4 Seiten Erlebnisbericht echt gelesen und sich anscheinend darüber gefreut.

Seitdem bin ich natürlich etwas parteiisch, wenn die Geschäftsstelle gerügt wird.
Und trau mich weiterhin zu behaupten: Die lesen das schon, wenn sich Leute solche Mühe geben.
Alles fließt ein.


Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Das war aber auch noch zu DH - Zeiten. Der Kontakt war irgendwie unkomplizierter. Ich habe DH mal ein paar Golf-Accessoires geschickt, handgearbeitete Holz-Tees und so etwas in der Art. DH hatte prompt zurückgeschrieben, Zeilen voller Dankbarkeit und Freude, und das war ehrlich gemeint. Anfragen wegen irgendwelcher Autogrammwünsche oder Promo- bzw. kleinere Merchartikel wurden umgehend unbürokratisch beantwortet und erfüllt.
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Re: Michael Preetz

Beitragvon Mclevor » Donnerstag 8. September 2016, 09:03

Hertha verlängert mit Preetz bis 2019
http://www.transfermarkt.de/bericht-her ... ews/249579
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Re: Michael Preetz

Beitragvon shin6 » Donnerstag 8. September 2016, 10:01

Mclevor hat geschrieben:Hertha verlängert mit Preetz bis 2019
http://www.transfermarkt.de/bericht-her ... ews/249579


Das hat er sich, rein nach dieser Transferperiode zu urteilen, aber aus meiner Sicht nicht verdient. ;)
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Re: Michael Preetz

Beitragvon thommy » Donnerstag 8. September 2016, 11:55

shin6 hat geschrieben:
Mclevor hat geschrieben:Hertha verlängert mit Preetz bis 2019
http://www.transfermarkt.de/bericht-her ... ews/249579


Das hat er sich, rein nach dieser Transferperiode zu urteilen, aber aus meiner Sicht nicht verdient. ;)


... abwarten und Tee trinken... jetzt erst mal sehen wie die Saison losgeht...

aktuell hat er fast OHNE Transferausgaben (-6,7 Mio zu +4,7 Mio) die Mannschaft eher verstärkt....
dafür dass Duda verletzt ist kann er auch nichts....
...Esswein ist ein Upgrade zu Beerens...

... Cigerci spielte kaum eine Rolle letzte Saison.... (vom Schalke-Spiel abgesehen)
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Re: Michael Preetz

Beitragvon zwölftermann » Donnerstag 8. September 2016, 18:43

Glückwunsch zur Vertragsverlängerung, Micha! 8-)


Auch wenn ich mir von dieser Transferperiode etwas mehr erwartet hatte, muss man schon die neuere Gesamttendenz betrachten und bei dieser Betrachtung ist die Vertragsverlängerung für Michael Preetz die folgerichtige Konsequenz.
Alle Einkäufe des letzten Jahres konnten überzeugen, zudem wurden viele junge Leute geholt bei denen man zukünftig noch Leistungs- und Wertsteigerungen erwarten kann.
Kurt stellt hier noch eine Ausnahme dar, aber er wird sicher auch noch die Gelegenheit bekommen sich zu beweisen, er ist jung und hat noch Zeit.


In diesem Jahr wurden die meisten Problempositionen richtig analysiert und es wurde im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten durch Transfers gehandelt.

Mit Duda kam ein weiterer Perspektivspieler, wenn man es schafft ihn in die Mannschaft zu integrieren ohne sein Spiel mit Defensivaufgaben zu sabotieren, wird er schnell liefern, da bin ich mir sehr sicher.

Der junge Brasillianer Allan wird ein Jahr lang eine kostenlose Kaderunterstützung sein. Herthas neuer Ruf sich verstärkt mit jungen Spielern zu beschäftigen und mit Ihnen zu arbeiten, wird dabei bis über die Landesgrenzen hinaus verbreitet, davon abgesehen kann es nicht schaden schon einmal zarten positiven Kontakt zu Klopp zu knüpfen. ;)
M(Essi) wurde kontrovers diskutiert, aber vielleicht gerade deshalb bin ich jetzt umso gespannter ihn in Aktion zu erleben. Schnell, bundesligaerfahren und bis in die Zehenspitzen motiviert, soll er unsere Flügel verstärken, für die Feinjustierung beim Scoren soll Dardai bei ihm sorgen, man darf gespannt sein.
Besonders, weil die Erwartungshaltung bei ihm durchwachsen war, hat er bei mir ein halbes Jahr Narrenfreiheit, jeder Spieler soll die faire Chance bekommen sich zu beweisen.


In der Liga wurde letztes Jahr Platz 7 erreicht, auch im Pokal zeigte unsere alte Dame bis zum Dortmundspiel eine glänzende Runde. Die schwache Rückrunde hinterließ einen bitteren Beigeschmack, konnte aber nichts daran ändern, dass Platz 7 eine hervorragendes Platzierung für unsere Hertha darstellt.


Mit Pal Dardai ist ein Kult-Herthaner unser Trainer der nach seine ersten überraschend guten Saison sicher beweisen möchte, dass er der Mannschaft noch einiges mehr beibringen kann.
Denn betrachtet man die letzte Saison, so wurde eine Schwäche unseres Spiels sehr deutlich, wird haben keinen Plan B, wenn unsere defensive Grundausrichtung einmal
durchbrochen ist und versagt, dann können wir nicht mehr reagieren. Wir waren im letzten Jahr kaum in der Lage viele Torchancen herauszuspielen . Hier muss gerarbeitet werden, sich nur auf eine nur begrenzt trainierbare Effizienz zu verlassen, wäre risikoreich. Aber ich schweife ab.

Michael Preetz tat gut daran sich nicht an den absurden Ablösesummen bedingt durch den überhitzten Markt zu beteiligen, trotzdem hätte mich der ein oder andere Hochkaräter für den Kader ruhiger schlafen lassen, denn auch hier liegt ein gewisses Risiko.

Aber ich denke Micha weiß es einfach besser, insofern freue ich mich auf die Saison in der hoffentlich sehr schnell alle Restzweifel zerstreut werden können. :)
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Re: Michael Preetz

Beitragvon Walter » Donnerstag 8. September 2016, 19:42

Micha hat sich in der PK zum Spiel gegen Ingolstadt überzeugend selber dargestellt. Man hat gemerkt, dass er ein Konzept bei seiner Arbeit hat, sowohl kurz- als auch langfristig. Ohne direkt darauf angesprochen worden zu sein hat er auch die Transferpolitik erklärt, die Problematik im aktuellen Geschäft.
Glückwunsch Micha - war eine überzeugende Vorstellung.
Klassenerhalt - Na klar doch !
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Re: Michael Preetz

Beitragvon peacemaker » Donnerstag 8. September 2016, 22:05

Was mir an MP immer sehr gut gefallen hat, war seine überdurchschnittliche Intelligenz und seine sprachliche Ausdruckskraft. Nicht umsonst war er schon als Spieler Sprecher der Spielergewerkschaft. Eine echt linke (oder rote) Socke. Wenn solche Leute Chef werden, ist das natürlich mit Geburtswehen verbunden. Sein Lernprozess auch in dieser Hinsicht gefällt mir.
Für mich ein spannender Typ mit besten Anlagen und Voraussetzungen, so einen Hauptstadtverein seriös (und das heißt auf Sicht, aber nicht kurzfristig) aus seinem Mittelmaß zu befreien.
Für mich ist Preetz eine Identifikationsfigur und ich freue mich, dass er weiter das Gesicht des Vereins sein wird. Ich habe keine Zweifel, dass er jederzeit weiß, was er tut und seine Amtszeit wird am Ende die Zeit gewesen sein, in der Hertha die neuen Ufer, von denen alle immer nur geredet haben, erreicht hat. Und zwar nicht nur kurzfristig oder für eine Saison, sondern mit Substanz.
Außerdem mag ich seinen Humor.
"Verstand auf null, Blick auf unendlich." (Gerrie Knetemann)
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Re: Michael Preetz

Beitragvon tomnoah » Freitag 9. September 2016, 06:36

Ja, Ironie und Zynismus sind Stilmittel, die in Preetz Statements allgegenwärtig sind. Eigentlich müsste Rustneil Fan von Micha sein. Wer von beiden den schwärzeren Humor hat muss sich erst noch beweisen. :mrgreen:

Aber aus gegebenem Anlass zur Sache: Auch ich halte die Vertragsverlängerung von MP für im wahrsten Sinne des Wortes folgerichtig ohne allerdings die hier aufkommende Euphorie um seine Person zu teilen. Ob das Glas seiner bisherigen Geschäftsführung halb voll oder halb leer ist, das liegt im Auge des Betrachters. Es ist sein Erfolg, dass Hertha auf dem Weg von der Fahrstuhlmannschaft zu einer etablierten Größe der ersten Fußball-Bundesliga zu sein scheint. Wie er selber in der PK vor dem Spiel gegen Audi gesagt hat, ist es aber auch sein Misserfolg, dass dieser Etablierungsprozess in Zeitlupe verläuft und neben erfreulichen Ergebnissen wie dem 7. Platz der letzten Saison oder auch der aktuellen Besetzung der Trainerposition eben auch von Stagnation geprägt ist; wie man beispielsweise an den gleichbleibenden Zuschauerzahlen und den seit Jahren etablierten Schildbürgerstreichen in der Öffentlichkeitsarbeit sieht.

Insofern ist die Frage noch nicht beantwortet ob Michael Preetz als der Geschäftsführer in die Geschichte von Hertha BSC eingehen wird, der "Failer" in der Vereinsführung legitimiert und etabliert oder seinen Verein standesgemäß zu dem erfolgreichen deutschen Hauptstadtclub entwickelt hat, der Hertha BSC sein sollte. Die erneute Chance unter Beweis zu stellen, dass er letzlich als "Winner" auf seine berufliche Karriere zurückblicken kann, hat er sich nach meiner Auffassung durchaus verdient.

Ich möchte mich aber auch dem anschließen was Peacemaker gesagt hat. MP ist ein kluger Kopf, reflektiert, eloquent, kompetent, seriös und redlich. Nicht nur seinen Erfolgen, sondern wohl auch diesen Wesensmerkmalen und seiner Loyalität gegenüber seinem Vorgesetzten und dem Verein hat er es zu verdanken, dass er so lange im Amt ist. Auf der aktuellen PK konnte man erleben wie vielschichtig er tickt und über welche sprachlichen Fähigkeiten er verfügt. Aber man konnte auch die Kehrseite der Medaille eines intellektuellen und schöngeistigen Denkers erleben. Sein Anspruch einer ganzheitlichen Betrachtung hat etwas Nachdenkliches. Er ist analytisch, sachlich und folglich emotionsarm, eher monoton und wirkt dabei eher melancholisch als stimulierend. Veni, vidi, vici ist nicht sein Ding. Der entschlossene Siegertyp eines Uli Hoeness, der mit allen Mitteln, seien sie legal oder illegal, Macht und Erfolg realisiert, das ist er nicht. Und das ist gut so !

Statt der Abteilung Attacke lebt Micha Seriosität. Und dazu gehört Ehrlichkeit. Es war kein Bluff, als er zu Beginn der Transferperiode darauf verwies, dass (zu) wenig Geld für spektakuläre Transfers da ist. Es war die Wahrheit. Und mit dem Anspruch an Realitätssinn und Ehrlichkeit ist auch die Bereitschaft zur Selbstkritik verbunden wie auf der PK deutlich wurde. Da habe ich erstmalig verstanden, warum unsere neue Markenpositionierung in den Claim "we try, we fail, we win" mündet. Dieser Satz ist nichts anderes als die ehrliche und selbstkritische Reflektion unseres derzeitigen Managements, das Eingeständnis der eigenen Misserfolge genauso wie das Versprechen alles zu versuchen, Hertha zu nachhaltigem Erfolg zu führen. Ganz einfach, "We try, we fail, we win" ist die ehrliche Beschreibung der beruflichen Selbstverwirklichung von Michael Preetz. Das Gute daran ist nicht, dass er damit in der langen Tradition des Vereins steht, sondern dass er den Faden dieser Tradition aufnimmt, nicht um ihn fortzuführen, sondern im Gegenteil, um den Teufelskreis dieser Tradition zu brechen. Und bei all` dem, was ihn in meinem Erleben auszeichnet und ihn deshalb glaubwürdig macht, haben wir gute Chancen, dass er das schafft und Hertha irgendwann zum "Winner" macht. Und das ohne zwischenzeitlich im Knast zu landen.
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Re: Michael Preetz

Beitragvon Mclevor » Samstag 10. September 2016, 00:49

Walter hat geschrieben:Micha hat sich in der PK zum Spiel gegen Ingolstadt überzeugend selber dargestellt. Man hat gemerkt, dass er ein Konzept bei seiner Arbeit hat, sowohl kurz- als auch langfristig. Ohne direkt darauf angesprochen worden zu sein hat er auch die Transferpolitik erklärt, die Problematik im aktuellen Geschäft.
Glückwunsch Micha - war eine überzeugende Vorstellung.


ich hab mir die pk gerade auch nochmal angehört. der mann scheint wirklich zu wissen, was er erzielen will und wie. ich denke wir sind bei weitem zu kritisch mit ihm und regen uns an den falschen stellen auf ;)
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Re: Michael Preetz

Beitragvon rustneil » Sonntag 23. Oktober 2016, 10:49

Großartig! Der Brüller des Tages. Michi hat am Sonntagmorgen besseres zu tun als über Probleme anderer Sportvorstände zu diskutieren. Danke, Michi, dass Du diesen selbstgefälligen Laberfritzen von Hartmann, Reiff und Co. mal 'ne volle Breitseite verpasst hast.
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Re: Michael Preetz

Beitragvon tomnoah » Sonntag 23. Oktober 2016, 16:21

rustneil hat geschrieben:Großartig! Der Brüller des Tages. Michi hat am Sonntagmorgen besseres zu tun als über Probleme anderer Sportvorstände zu diskutieren. Danke, Michi, dass Du diesen selbstgefälligen Laberfritzen von Hartmann, Reiff und Co. mal 'ne volle Breitseite verpasst hast.


Erzähl, was war da los ?
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Re: Michael Preetz

Beitragvon herthamichi » Sonntag 23. Oktober 2016, 21:12

tomnoah hat geschrieben:
rustneil hat geschrieben:Großartig! Der Brüller des Tages. Michi hat am Sonntagmorgen besseres zu tun als über Probleme anderer Sportvorstände zu diskutieren. Danke, Michi, dass Du diesen selbstgefälligen Laberfritzen von Hartmann, Reiff und Co. mal 'ne volle Breitseite verpasst hast.


Erzähl, was war da los ?


Das ist so wie beschrieben. Preetz hatte keine Lust über die Probleme von Wolfsburg oder von Leverkusen
wegen dem Aussetzer von Trainer Schmidt zu reden, sondern war dahin gekommen, um über Hertha zu reden.

Wenn Jörn Meyn von der Berliner Morgenpost andeutete, dass Wolfsburg seinen Defensiv - Kader vielleicht falsch
geplant habe, wurde rasch zur Werbung weiter geleitet, weil schließlich sollte Klaus Allofs im Telefon-Interview ja
nicht vergrault werden.

Ich finde diese Sendung hat mit Helmer eine katastrophale Gesprächsleitung und auch kein stimmiges
Gesamt - Konzept. Da wird von Thema zu Thema gesprungen. Das Wichtigste ist das schnelle Erreichen
der nächsten Werbe - Unterbrechung. Von den fünf eingeladenen Personen äußern sich meist nur zwei
zu einem Thema, die anderen drei können nicht mehr zu Wort kommen. Das ist keine echte Diskussion,
sondern nur das Einfangen von selektiven Meinungs - Schnipseln.

Aber Hauptsache man hat möglichst viel Themen mal kurz angerissen und konnte ausführlich seine Werbung
senden. In dieser Form ist die Sendung schlichtweg überflüssig.
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Re: Michael Preetz

Beitragvon Schönwetterfan » Sonntag 23. Oktober 2016, 22:55

Ich fand die Sendung in ihrer Anfangszeit, damals noch mit Rudi Brückner, gut. Da war es, jedenfalls nach meiner Erinnerung eine echte Diskussion unter thematisch passenden Sportjournalisten verschiedener Zeitungen. Eben ein Presseclub wie um 12 in der ARD, nur eben über Fußball. Naja, vielleicht verkläre ich auch nur die gute alte Zeit.
In den letzten Jahren kam Hertha im Doppelpass immer als lästige Pflichtaufgabe rüber, über die man ja auch mal 10 Minuten reden muss. Diesmal schien man sich wenigstens mal ein bisschen vorbereitet zu haben, hatte sich vorher wohl mal ein bisschen mit Hertha befasst so konnte man auch mal ´ne halbe Stunde drüber reden. Da war mal ein Schritt in die richtige Richtung!

Micha fand ich prima. Auch den Spaßhunderter für die 10 Minuten Sprechzeit. Beim letzten Mal hatte er ja, glaube ich, jeden zu 3 Euro für´s Phrasenschwein verpflichtet, der "Hertha BSC" sagte ;)
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Re: Michael Preetz

Beitragvon tomnoah » Montag 24. Oktober 2016, 06:13

Ich hab die Sendung auch gesehen und fand Micha`s Auftritt sehr gut aber auch ambivalent. Wie immer sachlich, analytisch, ehrlich, eloquent, offen und sympathisch. Der absolute Musterschüler. Aber eben auch emotionslos. Als es um die Frage der geringen Zuschauerresonanz ging, da habe ich einen Moment lang gedacht, die fehlende Emotionalisierung unserer Führungsspitze (WG ist ja in seinen raren öffentlichen Auftritten auch eher der sachliche Rhetoriker) ist auch eine Ursache dieses Problems. Es geht ja um die Identität des Vereins. Nur wenn eine Marke einen Markenkern, also eine Identität hat, können sich affine Zielgruppen mit ihr identifizieren. Wenn es stimmt, was da gestern behauptet wurde, dass Hertha `ne graue Maus ist, dann haben wir trotz aller Tradition (oder gerade wegen unserer Skandal- und Fahrstuhltradition) keine Identität, jedenfalls keine Attraktive. Wenn Menschen sich mit etwas identifizieren, also es sich zu eigen machen, dann ist das immer mit Emotionen verbunden. Im Fußball gilt das sicherlich noch mehr als in anderen Lebensbereichen. Ich habe an Uli Hoenes gedacht. Wie wird dieser Mann trotz seiner kriminellen Vergangenheit von den Bayern verehrt. Und ich habe gedacht, das liegt nicht nur daran, dass er den Verein wirtschaftlich gut geführt hat, sondern dass er mit seiner Abteilung Attacke eben auch immer eine emotionale Gallionsfigur war, mit der sich ein Fußballfan identifizieren kann. Ohne Emotionen geht das nicht. Wahrscheinlich tut Pal dem Verein deshalb auch so gut. Weil er eben nicht nur gefiltert ist, sondern authentisch, also auch emotional. Vielleicht gilt für unsere Vereinsführung das Gleiche was sie kritisch über die Mannschaft gesagt hat. Vielleicht ist es ja gar nicht so gut wenn Micha immer der liebe Schwiegersohn ist. Vielleicht sollte er mal in der sicherlich sehr empfänglichen Berliner Medienlandschaft etwas auf den Putz hauen und nicht immer nur intellektuell analysierend auftreten... :?:
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