14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Zauberdrachin » Montag 12. Dezember 2016, 02:15

rustneil, sehr treffend und gut Dein Post.

Arno, natürlich liegt die Leistungsdichte bei uns im 18(20)er Kader leistungsmäßig sehr dicht beieinander. Es ist jedoch genau so zutreffend, dass bei uns de Rädchen ineinander greifen müssen um gut zu punkten, da wir über die Teamleistung kommen.
Gegen Bremen war nicht das große Problem, dass Ausfälle nicht kompensiert worden sind, sondern dass die Rädchen nicht ineinander griffen, sprich die Teamleistung war schlecht.
Selbstredend gibt es Folgen wenn die Stärken ausgefallener Spieler wegfallen und andere Spieler andere Stärken einbringen. Doch war das nicht der Grund für die Niederlage gegen Bremen.
Sicherlich hatte das Spiel eine Parallele zum Ende der RR letzte Saison gehabt. Hinten ein brachialer Fehler, der zum Rückstand führt und vorne einmal kein Glück bei Ibisevics Pfostentreffer, guter Torwart bei Kalous Schuss (bei Wiedwald wäre das Tor geworden) und Stocker scheiterte dann auch an Drobny knapp, der bei einem Wiedwald drin gewesen wäre.
Nur ... das Glück hatten sich unsere Spieler am Samstag schlicht nicht verdient, nicht erarbeitet.

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Postfaktische Zeit ... zu erkennen an "wie immer Hertha" "nie schafft Hertha das" und "alte Hertha" "neue Hertha" ... Emotionen erleben und Schubladen äußern.

Es sind stets andere Spieler auf dem Platz über die Jahre/Jahrzehnte und natürlich auch andere Trainer ... und wir hatten bisher keine Mannschaft wo man vor einer Saison von einem sicheren Kampf um die Meisterschaft ausgehen konnte.
Deshalb passieren uns, wie anderen Mannschaften auch, leider solche Spiele wie am Samstag,

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Weil es erwähnt wurde ... das Spruchband ...
Teile der OK treten seit einiger Zeit mir zu sehr vom Stil her "Pegida-/AfD-like" auf. Sie meinen mittlerweile für alle der OK und für alle Mitglieder reden zu müssen und nehmen halb erpresserische Töne an.
Auch sie sind ein TEIL unseres Vereins und es wäre schön, wenn sie sich als solchen auch verstehen würden, was bedeutet klare Kritik zu äußern, jedoch ohne machtspielerische Tendenzen.

In einer Zeit wo es seit einiger Zeit bei uns endlich ruhig im Verein ist, fangen sie jetzt an Unruhe zu produzieren ... aus einer kindisch trotzig wirkenden Reaktion heraus auf eine Gegebenheit auf der MV, wo sie bewiesen, dass sie nicht mal genau zuhören können wenn etwas gesagt/geantwortet wurde.
Emotional basteln sie mehrere Dinge zusammen ... das fing mit dem pinken Trikot an ... baute sich noch mehr auf als Medien Arena-Standorte in Brandenburg ins Spiel brachten ... plus einer angeblichen (!) Ignoranz Gegenbauers auf Äußerungen welcher bei der MV.
Wie gesagt, überhaupt nicht zugehört was WG sagte, sondern gleich nochmal hochemotional ans Mikro ...
Bezeichnend, dass diese Gruppe generell ganz hinten sitzt und von Weitem Stimmung macht ... mit einer Masse der Mitglieder hinter sich sitzend, das trauen sie sich eher nicht. Typisches Heckenschützenverhalten.

Ich fände es gut, wenn sie Leute auswählen aus ihren Reihen, die sich etwas besser ausdrücken können um die Kritik vorzubringen und eben dann auch genauer zuhören wenn geantwortet wird. So war es leider nur emotional.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon tomnoah » Montag 12. Dezember 2016, 06:20

@ZD: Du schreibst:

"... das Spruchband ...Teile der OK treten seit einiger Zeit mir zu sehr vom Stil her "Pegida-/AfD-like" auf. Sie meinen mittlerweile für alle der OK und für alle Mitglieder reden zu müssen und nehmen halb erpresserische Töne an. Auch sie sind ein TEIL unseres Vereins und es wäre schön, wenn sie sich als solchen auch verstehen würden, was bedeutet klare Kritik zu äußern, jedoch ohne machtspielerische Tendenzen."


Versteh` ich nicht. Ich wähl` zwar beide nicht, aber sind denn die Linkspopulisten und / oder die Rechtspopulisten nicht auch demokratisch gewählte und auch ganz legal wählbare Parteien ? Also die Linke und die AFD. Wir sind einer Meinung, Wähler dieser Parteien am Rand unseres politischen Spektrums können natürlich auch Mitglieder oder Fans unseres Vereins sein. Es will ja schließlich keiner nur Mitglieder mit einem einheitlichen Parteibuch. Aber was haben die denn mit denen zu tun, die sich in der OK daneben benehmen ? Ganz ernsthaft gefragt, was hat die AFD mit einem blöden Spruchband zu tun. Und mit Erpressern ? Bisher hieß es immer, die Harlekins machen in letzter Zeit den Mist in der OK, auch das Thema kürzlich mit dem homophoben Spruchband und den pinken Trikots. Sind denn alle Harlekins Rechtspopulisten ? Unter denen gibt's sicher auch Sozialdemokraten und Linke. Da weiß man ja gar nicht wen Du mehr beleidigen willst, die AFD oder die Harlekins. Und eine Fangruppe mit Pegida gleichzusetzen, da laufen ja reichlich Nazis mit, na holla, das ist schon harter Tobak. Ehrlich mal jetzt, ich finde das ist übers Ziel hinaus geschossen. :?
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon arno85 » Montag 12. Dezember 2016, 18:58

Was ZD meint ist, dass eine laute Minderheit die Meinungshoheit in der öffentlichen Wahrnehmung für sich reklamiert, so wie es populistische Parteien eben auch tun. Wenn bei den Demonstrationen in Dresden ein paar Tausend laut dumpfe Parolen brüllen, wird darüber berichtet. Dass es eine schweigende Mehrheit gibt, die mit Pegida & Co nicht einverstanden sind, geht dabei unter. Übertragen auf den Fall hier: weil ein Haufen Ultras ein 40 Meter Spruchband hochhebt und damit direkt mal Gegenbauers Rücktritt fordert, spiegeln sie damit nicht unbedingt die Meinung der Mitglieder, oder auch nur der OK wieder.


Übrigens meine liebste ZD, es ist richtig, dass die Medien Standorte in JWD ins Spiel brachten. Richtig ist jedoch, dass Gegenbauer wörtlich sagte, dass die Planungsgedanken nicht an der Stadtgrenze aufhören dürfen. Verschlüsselt bedeutet das nichts anderes als, dass wir bei Vorstellung der Machbarkeitsstudien auch Gelände in Brandenburg auf der Liste finden werden.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon rustneil » Montag 12. Dezember 2016, 19:33

arno85 hat geschrieben:Was ZD meint ist, dass eine laute Minderheit die Meinungshoheit in der öffentlichen Wahrnehmung für sich reklamiert, so wie es populistische Parteien eben auch tun. Wenn bei den Demonstrationen in Dresden ein paar Tausend laut dumpfe Parolen brüllen, wird darüber berichtet. Dass es eine schweigende Mehrheit gibt, die mit Pegida & Co nicht einverstanden sind, geht dabei unter. Übertragen auf den Fall hier: weil ein Haufen Ultras ein 40 Meter Spruchband hochhebt und damit direkt mal Gegenbauers Rücktritt fordert, spiegeln sie damit nicht unbedingt die Meinung der Mitglieder, oder auch nur der OK wieder.


Übrigens meine liebste ZD, es ist richtig, dass die Medien Standorte in JWD ins Spiel brachten. Richtig ist jedoch, dass Gegenbauer wörtlich sagte, dass die Planungsgedanken nicht an der Stadtgrenze aufhören dürfen. Verschlüsselt bedeutet das nichts anderes als, dass wir bei Vorstellung der Machbarkeitsstudien auch Gelände in Brandenburg auf der Liste finden werden.


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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Walter » Montag 12. Dezember 2016, 22:09

Ich bin ein absoluter Anhänger des Oly, aber ich kann auch zugestehen, dass in einer "Machbarkeitsstudie" auch andere Standorte untersucht werden.
Ich würde es erst gar nicht untersuchen lassen, ich würde alle Varianten prüfen lassen wie wir eine Lösung auf dem Olympiagelände hinbekommen können.
Dass einige Leute nur ihre Meinung gelten lassen ist leider so. Und leider werden diejenigen, die sich am Lautesten bemerkbar machen, von der Presse am meisten wahrgenommen. In der Mitgliederversammlung fallen sie den jedes Mal auf die S..., weil die breite Mehrheit der Mitglieder ihnen klarmacht wo der Hammer tatsächlich hängt.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Zauberdrachin » Dienstag 13. Dezember 2016, 03:10

Hinsichtlich der Spruchbänder wollte ich übrigens noch anmerken, dass die Spieler diese lesen!
Und ich würde es nicht ausschließen, dass das in einem Spiel ablenken kann!
Denn die Spieler werden diese Spruchbänder, wie auch die ganz große Mehrheit der Mitglieder und Zuschauer im Stadion, so rein gar nicht nachvollziehen können.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon tomnoah » Dienstag 13. Dezember 2016, 06:31

Du meinst, Ibi hat in die OK geguckt, das Spruchband gelesen und dann vor lauter Schreck an den Pfosten geschossen...na ich weiß nicht so recht. ;)
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon arno85 » Donnerstag 15. Dezember 2016, 18:43

Noch einmal zum Spruchband: Der Tagesspiegel weiß, dass es dabei nicht um die Stadiondebatte ging, sondern vielmehr um den Umgang mit dem SSV Markranstädt.

Kurz zusammengefasst war es wohl so, dass bei der MV Gegenbauer gefragt wurde, ob sich der Verein vorstellen könne, eine "Aktion pro Tradition und gegen Kommerz zu unterstützen" zu unterstützen, was von Gegenbauer wohl sehr forsch verneint wurde. Die Quittung folgte in dem Spruchband.
Bei all meiner eigenen Abneigung gegen Markranstädt finde ich das dennoch von der HM völlig überzogen.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon tomnoah » Freitag 16. Dezember 2016, 03:40

Da bin ich völlig Deiner Meinung. Überzogen ist noch eine diplomatische Formulierung für diese Entgleisung. Allerdings muss man sagen, dass WG auf der MV auch alles andere als geschickt auf dieses Thema reagiert hat. Wenn man sich so unverbindlich äußert muss man sich nicht über eine Retourkutsche wundern. Es ist ja aus meiner Sicht ein grundsätzliches Problem, dass man bei Hertha öfter das Gefühl hat, als Fan nicht ernst genommen zu werden. WG hat ja da angeblich autoritär losgepoltert und bei Micha habe ich auch manchmal bei all seiner Nachdenklichkeit und Bedachtheit den Eindruck einer gewissen Arroganz gegenüber den Meinungen von Fans und Medien.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Zauberdrachin » Samstag 17. Dezember 2016, 01:39

Ich fand WGs Aussage auf der MV nicht forsch, sondern klar und bestimmt, eindeutig.

Wahrnehmung und Empfindungen ...

Sorry, wenn ich das mal so hart sage, doch bei der einen oder anderen Frage die so von Fans kommt, drückt eine eindeutige Antwort doch genau das Ernstnehmen aus, ansonsten würde gar keine Antwort kommen. Ich würde mich als Verantwortliche von einigen Fragen veräppelt fühlen. Warum?
Beispiel grad das mit RB ... es sollte sonnenklar sein, dass wir da als Verein gar keine Antistellung gegen RB einnehmen können, dazu ist unser Standing noch nicht gut genug und unserer Verantwortlichen tragen auch nicht die Namen Watzke oder UH.
Demnach kommt dann auch nur ein "nein" auf die Frage und selbstredend ohne Begründung, da man anwesenden Journalisten kein Futter geben kann.

Diese empfundene (vermeintliche) Arroganz rührt doch eher auch daher, dass sich Fans ärgern wenn sie keine Begründung(en) bekommen.
Solch Ärgern ist nachvollziehbar, da man halt gerne Begründungen hätte um zu wissen warum ja oder nein.
Doch alle, die in der Öffentlichkeit stehen haben mitbekommen, dass es besser ist so wenig wie möglich zu sagen, da eine umgehende Interpretation des Gesagten stattfindet und man auf der Interpretation Schlussfolgerungen und Wertungen aufbaut.

Politik, politisches Verhalten wird es genannt. Vereinspolitik, vereinspolitisches Verhalten trifft es dann noch besser.
Erfahrungsgemäß hat man dabei immer einen gewissen Prozentsatz, dem das so gar nicht gefällt.

Diese, wie Du es nennst, Retourkutsche, musste sehr wohl verwundern, da diese Fans eben nicht noch andere nach Gründen fragen, sondern trotzig und eingeschnappt reagieren ... auf nahezu alles was geschieht wird reagiert, Hauptsache mit irgendwas reagieren. :roll:
Und wie man merkte nehmen es Medien auf und die wissen nicht, dass es nur ein recht kleiner Teil der Fans ist, sondern gehen von der ganzen OK aus.

Und die Fans zeigen dadurch noch einen Mangel an Demokratieverständnis, da sie es nicht schaffen mit einer getroffenen Entscheidung umzugehen, kritisieren aber selbst mangelnde Demokratie ...
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