14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Xavderion » Sonntag 11. Dezember 2016, 05:24

Mit "shit happens" ist dieses Spiel gut beschrieben. Würde ich jetzt auch nicht überbewerten.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon BaerlinerHerthaFan » Sonntag 11. Dezember 2016, 09:39

Niederlagen sind ja immer Mist und auch wenn man diese nicht überbewerten sollte, konnte ich mich eines Gedanken nicht erwehren: Das ist ein wenig die Hertha wie ich sie von früher kenne.

Wenn es um was geht, versagen die Nerven. Man hatte natürlich die Möglichkeit sich ein kleines Polster zu erarbeiten, weil Frankfurt und Hoffenheim nur 1 Punkt geholt haben. Weil Dortmund ebenfalls Sieglos bliebt. Außerdem hätte man an die Spitze näher ran rücken können, weil Leipzig verloren hat.

Aber das hat leider nicht geklappt. Solche Dinge fehlen dann noch zur Spitzenmannschaft.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon tomnoah » Sonntag 11. Dezember 2016, 10:31

Naja, so ganz einfach "Mund abputzen" und weiter geht`s find` ich zu wenig. Wie heißt es so schön ? Der Sieg hat viele Väter ! Und die Niederlage auch ! Ich hab` das Spiel so gesehen:

1.) Pal hat sicher nicht nur in der PK vor dem Spiel vor dem "gefährlichen" Gegner gewarnt. Er wollte, wie das Trainer so häufig machen, verhindern, dass seine Mannschaft den Gegner unterschätzt. Was er, der sonst immer positiv in die Spiele reingeht und Siege fordert, damit erreicht hat, war das Gegenteil dessen was er erreichen wollte. Pal hat mit seiner Einstimmung auf das Spiel schon den Grundstein für eine abwartende Taktik gewählt aus der dann durch den Spielverlauf Verunsicherung und Hilflosigkeit wurde.

2.) Wir haben trotzdem nicht schlecht angefangen. Selbstbewusste Spielkontrolle. Bremen hat in der ersten Viertelstunde offensiv nicht stattgefunden.

3.) Als die Mannschaft realisierte, dass die Bremer Deckung steht und sich keine Lücken auftun, verletzte sich Langkamp. Pal musste umstellen und dann herrschte ab der 20. Minute Chaos. Stark hat versucht Souveränität auszustrahlen, sich den Ball zu weit vorgelegt, was aber noch nicht schlimm war. Aber dann entscheidet er sich gegen Kruse falsch und will die Situation elegant lösen anstatt den Ball nach vorn zu hauen. Damit war die Mannschaft endgültig verunsichert, Bremen war immer einen Schritt schneller und gewann mehr Zweikämpfe und wurde immer selbstbewusster.

4.) Ich hab`s mehrfach in den letzten Wochen geschrieben. Und dann nach diesem unglücklichen Verlauf passierte das was uns bisher in dieser Saison noch nicht passiert ist. Ibi hat kurz vor der Pause seine 100 %ige Chance. Zum besten Zeitpunkt 3 Minuten vor der Pause hätten wir zurück kommen können und Bremen den Nimbus unserer Heimstärke demonstrieren können. Aber Ibi macht ihn nicht rein, sondern trifft den Pfosten. Nach der Warnung von Pal, der Verletzung von Langkamp, dem Klops von Stark, dann auch noch das. Herthas Bastion, die Effektivität, ist an diesem Tag auch nicht vorhanden. Somit war die HZ eine Serenade von negativen mentalen Einflussfaktoren.

5.) Und dann sind wir in der zweiten HZ in der Verfassung, die wir alle kennen. @Adriano hat es hier auf Seite 4 treffend gesagt: "Mal wieder zu viel Angst vor einem BigPoint. So wie immer, Hertha ...". Das alte Gespenst ist wieder da. Aus der neuen Hertha ist in 45 Minuten die alte Hertha geworden. Zu Recht fühlt man sich an "den späten Luhukay" erinnert oder wie mein Vorredner sagt: "Das ist ein wenig die Hertha wie ich sie von früher kenne."

6.) Bezeichnend an diesem Tag, an dem wir ein Spiel im Kopf verloren haben, war dann Weiser, der sich gegen die Niederlage stemmte aber letzlich nicht final durchbrach sondern sich aufrieb. Kurzum, die Entschlossenheit, ja der Glaube mit dem wir bisher Berge versetzt haben, der fehlte der Mannschaft an diesem Tag. Und an seine Stelle ist dann Verunsicherung und Hilflosigkeit getreten.


Übrig bleibt jetzt die Herausforderung für das Trainerteam, die Mannschaft psychologisch mit dem was da gestern passiert ist, so zu konfrontieren, dass daraus ein "jetzt erst recht" wird und kein "wir können da doch nicht mithalten". Ihr zu sagen sie sei im Formtief ist da sicher zu wenig. Und obendrein auch schlichtweg falsch. Aber ich bin zuversichtlich, dass Pal die richtige Analyse vornimmt und auch die richtigen Worte findet. Die von ZD genannte Formkrise fast der gesamten Mannschaft zeigt schon, dass diese Niederlage eben nicht durch das Formtief einzelner Spieler verursacht war, sondern durch eine Abfolge von unglücklichen Faktoren, die die Mannschaft insgesamt verunsichert hat. Individuelle Formtiefs, die plötzlich wie ein Lichtschalter bei allen Spielern einer Mannschaft angeknipst werden gibt's nicht. Und eins darf man auch nicht vergessen. Bremen war gut. Ob wir gegen die Brausetruppe bestehen können bezweifle ich allerdings. Ich rechne eher damit, dass wir da noch kräftig eins auf den Nuschel kriegen, um dann zu Hause wieder zu punkten. Mir wäre lieber wir hätten jetzt einen machbaren Gegner auf Augenhöhe. Wenn wir uns in Leipzig da jetzt wohlmöglich ohne Brooks und Langkamp 5 Dinger einfangen werden die Geister der Vergangenheit wohlmöglich lebendiger als uns lieb ist....

Aber was mir auch noch auf der Seele liegt ist diese hier von @Spreepirat und @Walter geäußerte Sehnsucht, den dritten Platz zu behaupten. Diese Erwartungshaltung ist für mich der Garant für einen ähnlichen Saisonverlauf wie im letzten Jahr. MP sagt nicht zu Unrecht, nur wenn wir immer am oberen Limit spielen haben wir eine Chance unter die ersten Zehn zu kommen. Wohl wissend, dass noch nie eine Mannschaft 34 Spieltage 110 % leisten konnte. Wie man gestern gesehen hat. Lasst uns ehrlich sein, dann tut`s nicht so weh. Qualitativ sind wir gut für einen Mittelfeldplatz. Auf Platz drei gehören wir nicht. Dazu haben wir unabhängig von der Tagesform mit unseren Muppet Opas, die nun mal keine Laufwunder mehr sind, mit Peka, der offensiv nie etwas bewegen wird, mit Stark, dessen Stärke immer solide Robustheit bleiben wird, mit Schelle, dessen Fähigkeit nun mal am besten mit einem Duracell-Hasen vergleichbar ist, mit Lusti, der durch seine fehlende Athletik nie internationales Niveau erreichen kann und mit Essi, der neben isolierten starken Aktionen immer mehr Schatten als Licht produzieren wird, einfach zu viele durchschnittliche Spieler. Wir verdanken es einzig Pal, dass wir mit dieser Truppe schon 27 Punkte auf dem Konto haben und auf einem guten Weg sind, eine Saison ohne Abstiegssorgen zu spielen. 45 Punkte sind unser Ziel. Als ich vor zwei Wochen selbst von dem besonnenen Langkamp hörte, die Mannschaft habe das interne Ziel, den CL-Platz bis zur Winterpause zu verteidigen, spätestens da war doch klar was gestern passiert ist.....

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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Franki IV » Sonntag 11. Dezember 2016, 10:56

Schaaade. Gerade gegen die Fischköppe. Will die Diskussion nicht wieder aufmachen, ich mag sie wenig. Besonders ärgerlich, weil sie zwar gut waren, wir aber hätten besser sein können. Aber echt nichts gezeigt haben.

Stark braucht die Pille nur wegkloppen, klar, aber sonst zeichnet es uns eben aus, dass wir die Dinger nicht sinnlos wegprügeln, sondern abspielen. Ist schief gegangen, weiß er auch, es sei ihm verziehen. Es bringt nullkommanull, da jetzt noch weiter auf ihn einzuprügeln.
Nebenbei gesagt, auch wenn es natürlich nicht sein Fehler war, hätte Rune da auch eine Sekunde früher rausstürzen können. Man schrie es förmlich "komm raus" als man das Maleur kommen sah.

Für die Truppe mag es dienlich sein, zu sehen, dass wir noch nicht Bayern sind. In so fern, auch weil wir nach wie vor dritter sind, ist das, wenn wir in Läibzisch die Sache gerade rücken, kein Beinbruch. Ich denke sogar, dass sich unsere Position für das Spiel verbessert hat.

Und n Summe stehen wir doch wirklich sehr gut da, muss man doch auch mal sagen. Also zwar schaaade, aber jetzt noch 2 Siege und alles ist prima.
Möge die Macht mit uns sein.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Walter » Sonntag 11. Dezember 2016, 11:05

Wie schnell vergessen hier einige nach einer Niederlage wie wir bisher erfolgreich spielen.
Wir legen großen Wert auf einen ruhigen Spielaufbau. Das heißt hinten wird quergeschoben bis sich eine Lücke nach vorne auftut. Im Sportstudio wurde das für dieses Spiel aber treffend analysiert. Es wurde in diesem Spiel zu wenig gelaufen, es fehlten die Anspielstationen nach vorne. So kann man keine Lücken und daraus resultierend Chancen erarbeiten. Hier gab es im Laufe des Spiels einen Systemwechsel, es wurde wieder öfter "langer Hafer" gespielt. Das war Ausdruck der Hilflosigkeit, resultierend aus der schlechten Mannschaftsleistung.
Schon erwähnt aber noch einmal auf den Punkt gebracht: Durch den Ausfall von Brooks mußte Stark in die Innenverteidigung rücken - noch kein Problem. Durch den frühen Ausfall von Langkamp mußte dann auch noch Lusti zurückgezogen werden. Damit fehlte vor der Abwehr eine Position. Schelle kam aus einer Verletzung und kann auch generell die Rolle vor der Abwehr nicht alleinausfüllen. Darida kam ebenfalls aus einer Verletzungspause, war daher noch nicht in gewohnter Form und konnte diese Lücke ebenfalls nicht füllen. Damit fehlte - und das erinnert an frühere Zeiten - die Verbindung von Abwehr in den Offensivbereich. Da nutzt es nicht viel wenn Kalou sich weiter nach hinten orientiert, er verliert dadurch kontraproduktiv seine Wirkung nach vorne
Im Nachhinein ist man schlauer: Ich hätte lieber Genki in der Startformation gesehen, der macht mehr auch nach hinten als Esswein und füllt die Lücke im Mittelfeld.
Rechts kann man beobachten dass das Duo Pekarik/Weiser funktioniert, ohne Weiser ist Pekarik nur die Hälfte wert. Generell hatte ich den Eindruck, dass es ungewohnt viele Missverständnisse gab.
Hier auch schon erwähnt. Pal hatte vor dem Spiel auf die Gefährlichkeit der Lage hingewiesen. Ich denke, er hat die Stimmung im Team schon vorher richtig eingeschätzt. Es gibt in solchen Konstellationen einfach das Teufelchen im Kopf, das einem sagt: Die Sache ist eine Frage der Höhe - wir können etwas für unser Torverhältnis tun. Und da kann das Trainerteam noch so eindringlich drauf hinweisen, es ist einfach so. Deshalb - und nur deshalb ist die Niederlage hoffentlich lehrreich. Es gibt in dieser Liga keine Selbstläufer und das bitte auch vor dem Heimspiel gegen Darmstadt (die mit 0 = Null Auswärtspunkten anreisen werden) im Kopf haben.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Spreepirat » Sonntag 11. Dezember 2016, 12:12

Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht.
Ja, das ist so und da muss man nichts schön reden.
Aber ist deswegen innerhalb von 45 Minuten aus unserer Mannschaft wieder die "alte Hertha" geworden?
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Faktor1 » Sonntag 11. Dezember 2016, 12:18

Spreepirat hat geschrieben:Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht.
Ja, das ist so und da muss man nichts schön reden.
Aber ist deswegen innerhalb von 45 Minuten aus unserer Mannschaft wieder die "alte Hertha" geworden?


Hatten wir denn schon jemals eine " neue Hertha " ? ;)
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Spreepirat » Sonntag 11. Dezember 2016, 12:20

Wir haben zumindest eine Mannschaft, die durch ihre Leistungen und ihre Ergebnisse anscheinend gewissen Ansprüche geweckt hat. Nur leider wird bei Rückschlägen (und mit denen war zu rechnen) von einigen alles sofort wieder schlecht geredet ...
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Adriano » Sonntag 11. Dezember 2016, 13:22

Es nervt halt immer genau solche Spiele liegenzulassen. Trotz aller toller Spiele davor. Soll ich mich etwa über gestern freuen?
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon Spreepirat » Sonntag 11. Dezember 2016, 13:30

Es freut sich wohl niemand über eine Niederlage.
Aber es stellt sich die Frage, wie man diese Niederlage einordnet und wie man mit ihr umgeht...
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon arno85 » Sonntag 11. Dezember 2016, 13:39

Nein, aber es im richtigen Verhältnis sehen. Unterm Strich haben wir mit der Niederlage nichts verloren und damit kann man sie als Schuss vor dem Bug sehen, auch gegen solche Gegner achtsam zu sein und nicht schon auf die Spiele in der Zukunft zu schauen. So etwas darf einfach nicht noch einmal passieren und dann ist eine Niederlage eine deutlich klarere Botschaft, als zum Beispiel der Sieg gegen Mainz vor zwei Wochen, der spielerisch sehr ähnlich aussah. Damals wollte halt niemand die Warnungen hören, diese jetzt ist unüberhörbar.

Wenn du dich schon aufregen möchtest, dann empfehle ich, das wenigstens über das wie zu tun, wie diese Niederlage zustande kam. Der Tagesspiegel schrieb zum Beispiel vor dem Spiel noch großspurig, dass die Leistungsdichte im 18er Kader sehr nahe beeinander läge und Ausfälle damit einfach kompensiert werden könnten. Stimmt aber nicht, wie wir alle gesehen haben. Was Woche für Woche auf dem Platz steht ist ein ziemlich fragiles Konstrukt, das nur funktioniert, wenn alle Rädchen ineinander greifen. Sehr offensichtlich ist zum Beispiel, dass ohne Brooks und Skjelbred wie schon jemand richtig sagte die Bindung zwischen Abwehr und offensiven Kräften fehlt. Einmal fehlt die Verbindung nach vorne, einmal nach hinten. Insofern ist es auch eine ganz richtige, aber eben keine neue Feststellung, dass wir auf der Sechserposition dringend einen spielstarken Spieler brauchen - wie ich im Sommer schon sagte meines Erachtens sogar noch mehr als im offensiven Mittelfeld, wo letztlich Duda geholt wurde.

Ist euch zum Beispiel aufgefallen, wie sich Jarstein gestern mehrfach direkt bei Stark und Lustenberger über ihre Stellungsfehler beschwert hat? Der ging nach einer der Bremer Großchancen auf die zu, fuchtelte wild hin und her und hat ihnen mal erzählt, was er von ihrem Spiel hielt. Fakt ist, dass wir eben keine 18 Spieler haben, die einander gleichwertig ersetzen. An guten Tagen schaffen es gute Individualleistungen andere mitzuziehen und glänzen zu lassen, aber für sich genommen sind Stark, Lustenberger und Pekarik nur Mitläufer.

P.S. Die Zensurkeule gegen Peacemaker und den beipflichtenden Tomnoah halte ich für übertrieben, ich hatte beide Beiträge vorher noch gelesen.
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon tomnoah » Sonntag 11. Dezember 2016, 16:24

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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon rustneil » Sonntag 11. Dezember 2016, 17:47

Ich gehe mal davon aus, dass wir das Spiel gestern auch vom Kopf her vergeigt haben. Genauso, wie wir eine Woche zuvor in Kotzburg vom Kopf her das Spiel für uns gedreht haben. Ich war in Wolfsburg in der Arena und mein Nebenmann, Wolfsburger, aber kein Wolfsburg-Fan sondern Schalker, sah das Spiel sehr relaxt und sagte mir irgendwann so um die 80. Minute "... die drei Pukte holt ihr noch." Und so kam es dann auch, wir zeigten auf dem Platz eine ganz andere Körpersprache. Wir wollten einfach die drei Punkte mit aus Wolfsburg nach Hause nehmen. Und der VfL war vor einer Woche auch nicht schlechter als Bremen.
Solche Spiele wie gestern passieren und werden uns auch noch öfter passieren. Das Ding ging in die Hose obwohl es vom Blatt her für uns ein sicherer Dreier hätte sein müssen. Wir taten uns schon in den ersten zwanzig Minuten etwas schwer und man hatte gleich den Eindruck, das man hier heute Geduld haben muss, da Bremen unerwartet sehr kompakt stand. Irgendwie kam aber mit der Verletzung von Langkamp ein Bruch und zusätzlich eine gewisse Verunsicherung. Zudem offenbarten sich erneut die erheblichen Mängel an Innovation und Kreativität vieler unserer Spieler, allen voran Lusti, der seit Wochen nur noch unterirdisch unterwegs ist, Schelle und der Trinkwein. Wenn wir mit diesen Spielern so am nächsten Samstag in Leipzig auftreten, nehmen uns die Brausefritzen auseinander. Jedenfalls haben wir es gestern fertig gebracht, noch schlechter zu sein als desolate Fischköppe. Auch eine Leistung. So war das gestern erst einmal sportlich der Tiefpunkt dieser Saison. Aufgabe ist nun, das aufzufangen und mit einem absoluten Erfolgswillen im Kopf nach Leipzig zu fahren.
Wir spielen zum zweiten Mal hintereinander bisher eine Saison über unserem Zenit. Natürlich profitieren wir erneut davon, das einige Teams schwer in die Spur kommen oder wie Wolfsburg total versagen oder wie Dortmund fast nur auf internationalem Terrain Zauberfußball zelebrieren. Jeder Punkt, den wir bisher erzielt haben, ist für mich nach wie vor ein Punkt gegen den Abstieg und für eine weitere Stabilisierung in der Liga. Vom Niveau her sollten wir uns auch in dieser Saison zwischen den Plätzen 7 und 12 einpendeln. Alles darüberhinaus ist Bonus. Platz 3 ist eine Momentaufnahme zum genießen, die Realität aber stand gestern schon bei uns mit auf dem Platz. .
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon wahl_icke » Sonntag 11. Dezember 2016, 18:57

Adriano hat geschrieben:Es nervt halt immer genau solche Spiele liegenzulassen. Trotz aller toller Spiele davor. Soll ich mich etwa über gestern freuen?

Es fehlt die Vollstrecker-Instinkt. Mit einem breiten Brust zu spielen, wenn es angebracht ist. Auch wenn Pal so lapidar vom "schwierigen Spiel" gesprochen hat, ich weiß nicht, ob er die richtige Konzequenzen gezogen hat. Ich weiß wirklich nicht. Unterschwellig wurde möglicherweise der Gegner unterschätzt und die Spieler entsprechend aufgestellt. Skejlbred, Stark, Langkamp alle gleichzeitig? Und Lustenberger/Stark gegen Pizzaro? Kalou ist hin und her gelaufen, fast immer ziellos. Irgendwie war alles komisch!!
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Re: 14. Spieltag: Hertha BSC - Werder Bremen

Beitragvon arno85 » Sonntag 11. Dezember 2016, 19:28

Walter hat geschrieben:Ich habe das Banner nicht gesehen, aber ich denke es bezog sich auf die Planung eines neuen Stadions auch im Berliner Randgebiet.


Der exakte Wortlaut war "Wer die Mitglieder nicht ehrt ist bei Hertha verkehrt. Gegenbauer raus", signiert von der Hauptstadtmafia. Zu sehen zum Beispiel hier https://youtu.be/xBUNIV70fkk?t=2m54s.
Verzeih mir die Nachfrage, aber bis hierhin sehe ich keinen Grund deswegen Gegenbauer zu kritisieren. Weder gibt es Ergebnisse, Absichten oder konkrete Belange, dass sich in der Stadionfrage Mitglieder übergangen fühlen müssten.
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