8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Cancun » Sonntag 15. Oktober 2017, 18:06

Member 2012 hat geschrieben:
Start-Nr.8 hat geschrieben:Jetzt sind wir da, wo wir wohl hingehören: im Abstiegskampf!



Wurde die Saison verkürzt ?


schön wärs ! Dann müsste man sich das Grauen nicht mehr ansehen und man wäre nicht abgestiegen.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Cancun » Sonntag 15. Oktober 2017, 18:10

Arapahoe hat geschrieben:Das Spiel war von Anfang an taktisch geprägt. Gelsenkirchens Trainer ist dafür bekannt, in dieser Hinsicht außerordentlich einfallsreich zu sein. So hat der Gegner uns den Zahn im Angriff schnell gezogen. Alles andere ergibt sich: Ein Mann weniger, bringt - wie beim Schach, wo man Partien mit EINEM Bauernvorteil eben auch gewinnt, wenn man keinen Fehler macht - den Gegner in entscheidenden Vorteil. Seine Tore fallen zwar nicht zwangsläufig, aber sie sind gefallen. Die Niederlage schmerzt, ist aber keine Katastrophe.
80% der Liga praktizieren eine ähnliches System, wie wir, oder S04 gestern und spielen im Prinzip gegen den Abstieg. Was zählt, ist, am Ende nicht dazu zu gehören.


:?: :roll: :evil:
Ist das jetzt dein Ernst ?
Dieser Tedesco ist schon ein Taktikfuchs ! Ich glaube ManU will ihn haben.
Hallo ? Es war einfach nur schlecht ! Doch ist die Niederlage eine Katastrophe. Mainz, Östersund, Schalke. Alles Spiele, die immer mehr Zuschauer vergraulen. Toll die Ostkurve ist voll. Dann viel Spass mit 20 000 Zuschauern im Schnitt.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Arapahoe » Sonntag 15. Oktober 2017, 18:20

Unser Problem ist und bleibt die überdurchschnittliche Belastung, die wir erwartungsgemäß nicht kompensieren können. Auch wenn das von Vereinsseite niemand zugeben dürfte, ist es so. Gegen einen soliden Defensivverband fehlen uns einfach die entscheidenden Körner um dessen Struktur wenigstens gelegentlich aufzubrechen. Spiele, die wir in der Vorsaison knapp gewinnen konnten, verlieren wir heute. Wenn wir am Donnerstag auf hochmotivierte Jungs aus Luhansk treffen, werden wir uns wieder schwer tun...Mir geht die EL - die, ich wiederhole mich gern, ein vergifteter Apfel ist - wirklich kilometerweit am A.... vorbei, aber allein für die Psyche unserer Mannschaft wäre ein kleiner Erfolg schon wichtig.
hahohe.
Zuletzt geändert von Arapahoe am Sonntag 15. Oktober 2017, 18:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Arapahoe » Sonntag 15. Oktober 2017, 18:26

Cancun hat geschrieben:
Arapahoe hat geschrieben:Das Spiel war von Anfang an taktisch geprägt. Gelsenkirchens Trainer ist dafür bekannt, in dieser Hinsicht außerordentlich einfallsreich zu sein. So hat der Gegner uns den Zahn im Angriff schnell gezogen. Alles andere ergibt sich: Ein Mann weniger, bringt - wie beim Schach, wo man Partien mit EINEM Bauernvorteil eben auch gewinnt, wenn man keinen Fehler macht - den Gegner in entscheidenden Vorteil. Seine Tore fallen zwar nicht zwangsläufig, aber sie sind gefallen. Die Niederlage schmerzt, ist aber keine Katastrophe.
80% der Liga praktizieren eine ähnliches System, wie wir, oder S04 gestern und spielen im Prinzip gegen den Abstieg. Was zählt, ist, am Ende nicht dazu zu gehören.


:?: :roll: :evil:
Ist das jetzt dein Ernst ?
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Hallo ? Es war einfach nur schlecht ! Doch ist die Niederlage eine Katastrophe. Mainz, Östersund, Schalke. Alles Spiele, die immer mehr Zuschauer vergraulen. Toll die Ostkurve ist voll. Dann viel Spass mit 20 000 Zuschauern im Schnitt.


Tedesco (warum wohl, meinst Du, hat man ihn nach 11(!) Zweitligapartienen als Trainer nach Gelsenkirchen geholt?) hat seinen Strafraum vernagelt und wartete auf Fehler von uns. Auch bei Gelsenkirchen lief ja nicht viel nach vorn. Und Dein Gemaule: "Es war nur schlecht" ist zwar sachlich nicht falsch. Aber es hat eben Ursachen, die weder in mangelnder Motivation der Spieler noch in fehlender Kompetenz der sportlichen Leitung liegen und die werden sich bis zu Weihnachten nicht wesentlich ändern.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon arno85 » Sonntag 15. Oktober 2017, 18:42

Der Kollege Tedesco ist vor allem mit Vorschusslorbeeren bedacht. Ob aus ihm mal ein Großer wird, bleibt abzuwarten. Bis jetzt hat er so viel nicht gezeigt, außer, dass es Wismut Aue vor dem Abstieg bewahrte und in der Trainerschule ein Streiber war.

Aber soweit ich weiß, haben das auch Hupen wie Robin Dutt und Zorniger geschafft und die trainieren nicht ManU und Bayern.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon hajob37 » Sonntag 15. Oktober 2017, 22:36

"Unser Problem ist und bleibt die überdurchschnittliche Belastung"

Sorry, aber in dieser Saison hatte Hertha gerade mal 2 Spiele in der Europa-League, und die liegen schon eine Weile zurück. Es war jetzt gerade eine Woche Pause. Ja, manche Spieler waren bei ihren Nationalmannschaften, aber ... wir haben ja nun sogar weniger Nationalspieler als andere. Das Argument ist eine ganz, ganz schlechte Ausrede.

Wie schon allgemein gesagt wurde: man kann verliern, aber man muß schon ein paar Aktionen auf dem Platz zeigen. Ein paar Torschüsse machen. Kampf zeigen. Irgendwas davon. Es war für die Zuschauer grauenvoll, vor allem die von mir und anderen angesprochenen Rückpässe, dieser Sicherheitsfußball. So kommt man nie hinten raus, daher gibt es auch so wenig Aktionen nach vorne. Von Jarstein zu Selke sind es nun mal ein paar Meter, da hilft kein hoher Ball oder ein Wunder sondern Fußball.

Gegen die Bayern war Hertha richtig gut. Supergeile Spielszenen. Ein packendes Spiel. Und gegen Schalke dann so ein Matsch. Nehmen wir mal die rote Karte und den Elfer raus, auch ohne das machte Hertha nie den Eindruck, Schalke gefährlich werden zu können. Schalke dominierte das Spiel von Anfang an, sie waren mehr in unserer Hälfte als wir in deren. Daß sie sich ziemlich dämlich angestellt haben, war dann noch unser Glück. An einem guten Tag für Schalke hätte es schon zur Halbzeit 0:3 gestanden.

Fußball besteht nicht nur aus 11 Spielern auf dem Platz. Es besteht auch aus Fans, Fankultur, Presse und vielem mehr. Wenn Du keine ordentliche Leistung ablieferst, brauchst Du auch keinen Fußball zu spielen, denn dann interessiert das eh keinen. Ergebnisfußball kannst Du gegen München und Dortmund spielen ... aber in Östersund mußt Du gewinnen und gegen Schalke kämpfen.

Mir wird Angst und Bange, wenn ich an Donnerstag denke ...
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon herthamichi » Montag 16. Oktober 2017, 00:36

hajob37 hat geschrieben:
Mir wird Angst und Bange, wenn ich an Donnerstag denke ...


Mir wird da überhaupt nicht Angst und Bange, wenn ich an Donnerstag denke. Denn der Donnerstag interessiert mich
nach diesem Auftritt gegen Schalke überhaupt nicht mehr. Denn wenn es stimmt, dass die Spieler gegen Schalke nicht
frisch und dynamisch waren - wie Dardai selbst sagte - dann sollte er gegen Luhansk eben elfmal rotieren.

Rotieren und nicht nur scheibchenweise ist angesagt. Die Spieler, von denen er der Meinung ist, sie könnten in Freiburg
was reißen, sollte er dann schonen. Es ist doch nicht grundlos, dass ein Mitchell Weiser in dieser Saison kaum noch
was auf die Reihe bekommt und überspielt wirkt, dennoch mußte er als Einziger immer auf dem Platz stehen. Hinzu
kommt da noch die verminderte Vorbereitung wegen der U21 - EM.

Wenn man in Östersunds nichts gewinnen konnte, statt dessen eher Strafen für blödsinniges Pyro - Abbrennen kassiert,
dann lohnt der gesamte Aufwand im Hinblick auf Sieg - Prämien in der EL nicht mehr. Fast jede verbesserte End -
Platzierung in der Bundesliga bringt mehr Fernsehgelder herein als ein paar Siege in der EL. Dementsprechend
sollte man jetzt auch planen und konsequent durch-rotieren, denn irgendwann sollte ja auch klar werden, worauf
die Prioritäten eindeutig zu liegen haben.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Arapahoe » Montag 16. Oktober 2017, 04:38

hajob37 hat geschrieben:"Unser Problem ist und bleibt die überdurchschnittliche Belastung"

Sorry, aber in dieser Saison hatte Hertha gerade mal 2 Spiele in der Europa-League, und die liegen schon eine Weile zurück. Es war jetzt gerade eine Woche Pause. Ja, manche Spieler waren bei ihren Nationalmannschaften, aber ... wir haben ja nun sogar weniger Nationalspieler als andere. Das Argument ist eine ganz, ganz schlechte Ausrede.

Wie schon allgemein gesagt wurde: man kann verliern, aber man muß schon ein paar Aktionen auf dem Platz zeigen. Ein paar Torschüsse machen. Kampf zeigen. Irgendwas davon. Es war für die Zuschauer grauenvoll, vor allem die von mir und anderen angesprochenen Rückpässe, dieser Sicherheitsfußball. So kommt man nie hinten raus, daher gibt es auch so wenig Aktionen nach vorne. Von Jarstein zu Selke sind es nun mal ein paar Meter, da hilft kein hoher Ball oder ein Wunder sondern Fußball.

Gegen die Bayern war Hertha richtig gut. Supergeile Spielszenen. Ein packendes Spiel. Und gegen Schalke dann so ein Matsch. Nehmen wir mal die rote Karte und den Elfer raus, auch ohne das machte Hertha nie den Eindruck, Schalke gefährlich werden zu können. Schalke dominierte das Spiel von Anfang an, sie waren mehr in unserer Hälfte als wir in deren. Daß sie sich ziemlich dämlich angestellt haben, war dann noch unser Glück. An einem guten Tag für Schalke hätte es schon zur Halbzeit 0:3 gestanden.

Fußball besteht nicht nur aus 11 Spielern auf dem Platz. Es besteht auch aus Fans, Fankultur, Presse und vielem mehr. Wenn Du keine ordentliche Leistung ablieferst, brauchst Du auch keinen Fußball zu spielen, denn dann interessiert das eh keinen. Ergebnisfußball kannst Du gegen München und Dortmund spielen ... aber in Östersund mußt Du gewinnen und gegen Schalke kämpfen.

Mir wird Angst und Bange, wenn ich an Donnerstag denke ...

Unser Spiel war schlecht, da gibt es wenig zu diskutieren. Wenn Du aber die dauernde überdurchschnittliche Belastung (14 Spieler waren auf Länderspielreise ) nicht als mögliche Ursache für den schwachen Auftritt akzeptieren willst, woran liegt es denn sonst ? Wollten uns Trainer und Spieler ärgern? Haben sie keine Ahnung von Fußball...? Sind es alles faule uninspirierte Säcke? Du merkst schon...auch wenn Du in einigem Recht hast...auch in Deinem Ärger...so einfach, wie Du es Dir wünscht, scheint es nicht zu sein, mit dem mitreißenden Offensivfußball, zumal gegen einen defensiv versierten Gegner.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Arapahoe » Montag 16. Oktober 2017, 04:41

herthamichi hat geschrieben:
hajob37 hat geschrieben:
Mir wird Angst und Bange, wenn ich an Donnerstag denke ...


Mir wird da überhaupt nicht Angst und Bange, wenn ich an Donnerstag denke. Denn der Donnerstag interessiert mich
nach diesem Auftritt gegen Schalke überhaupt nicht mehr. Denn wenn es stimmt, dass die Spieler gegen Schalke nicht
frisch und dynamisch waren - wie Dardai selbst sagte - dann sollte er gegen Luhansk eben elfmal rotieren.

Rotieren und nicht nur scheibchenweise ist angesagt. Die Spieler, von denen er der Meinung ist, sie könnten in Freiburg
was reißen, sollte er dann schonen. Es ist doch nicht grundlos, dass ein Mitchell Weiser in dieser Saison kaum noch
was auf die Reihe bekommt und überspielt wirkt, dennoch mußte er als Einziger immer auf dem Platz stehen. Hinzu
kommt da noch die verminderte Vorbereitung wegen der U21 - EM.

Wenn man in Östersunds nichts gewinnen konnte, statt dessen eher Strafen für blödsinniges Pyro - Abbrennen kassiert,
dann lohnt der gesamte Aufwand im Hinblick auf Sieg - Prämien in der EL nicht mehr. Fast jede verbesserte End -
Platzierung in der Bundesliga bringt mehr Fernsehgelder herein als ein paar Siege in der EL. Dementsprechend
sollte man jetzt auch planen und konsequent durch-rotieren, denn irgendwann sollte ja auch klar werden, worauf
die Prioritäten eindeutig zu liegen haben.

Rotation bedeutet aus meiner Sicht, deutlich mehr "Bubis" spielen zu lassen...ich bin dafür. Wir müssen unsere Spieler für den Abstiegskampf schonen. Schade, daß man die EL Teilnahme nicht von vornherein ablehnen kann...
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon tomnoah » Montag 16. Oktober 2017, 05:05

Wir reden und ärgern uns über die Niederlage bzw. über Herthas Katastrophenfußball. Und das wahrhaftig zu recht. In den Medien ist das längst Schnee von gestern. Da dominiert unser Kniefall vor dem Spiel. Und Hinz und Kunz sind begeistert wie toll es ist, dass wir jetzt nicht mehr Fußball spielen, sondern Politik machen. Originellerweise nicht in Deutschland, sondern in den USA. Unsere Verantwortlichen reden nicht über Trump und auch nicht über die Wurzeln dieser Demo. Auch die hiesigen Medien scheinen gar nicht zu wissen was da in Amerika abgegangen ist. Dort basierte der Kniefall auf einem christlichen Bekenntnis, dem biblischen Motto "man muss Gott mehr gehorchen als dem Menschen". Damit wurde in der NFL als christliches Symbol knieend für Nächstenliebe und damit gegen die Ausländerfeindlichkeit des amerikanischen Präsidenten demonstriert. Daraus in der deutschen Hauptstadt mit Ihrer Historie der deutsch amerikanischen Freundschaft einen Multikulti-Apell zu machen ist mehr als zu kurz gesprungen. Das mag oberflächlich betrachtet eine nett gemeinte Geste gewesen sein. Von Geschichtsverständnis zeugt sie genauso wenig wie von politischer Sensibilität. Ich bin wahrhaftig kein Freund von Herrn Trump, aber über sein Schicksal sollten die Amerikaner entscheiden. Und die brauchen sicherlich keine Unterstützung von Hertha BSC. Ich erinnere mich nicht, jemals in meinem Leben die Meinung der Bild Zeitung vertreten zu haben. Diesmal tue ich es. Da steht:

Fußballvereine sind Fußballvereine und keine Parteien oder politische Organisationen, weil sie Fußball besser können als Politik. Hertha BSC hat das am Samstag wieder mal eindrucksvoll bewiesen. Vor dem Anstoß gegen Schalke 04 knieten die Spieler auf dem Rasen des Olympiastadions nieder. Gemeint war das als Solidaritätsaktion mit Footballspielern in den USA, die derzeit dasselbe tun, statt bei der Nationalhymne die Hand aufs Herz zu legen und den Blick Richtung US-Fahne zu richten. Die US-Sportler wollen damit Protest gegen Rassismus ausdrücken – und gegen US-Präsident Trump. Ich finde dieses Symbol schon in den USA völlig falsch, weil unter der US-Flagge unzählige Männer und Frauen für Gleichheit und Freiheit aller Menschen gekämpft haben. Hunderttausende von ihnen sind in einem Sarg heim gekehrt, eingehüllt in eben jene Fahne. Die „Washington Post“ und die „New York Times“ berichten jetzt über Hertha BSC. Aber nicht über die sportlichen Leistungen. In Berlin ist diese Form des Protests nicht nur unangebracht, sondern dumm und geschichtsvergessen. Der Star Spangled Banner wehte über vier Jahrzehnte über dem freien Teil Berlins. Mit der US-Fahne auf ihren Maschinen flogen mutige Piloten während der Luftbrücke, um das eingeschlossene Berlin am Leben zu halten. Panzer mit aufgezogener US-Flagge am Checkpoint Charlie sendeten das Signal nach Moskau, dass die USA die Freiheit Berlins unter allen Umständen verteidigen würden – mit dem Leben ihrer jungen Männer. All dies wissen die Hertha-Millionäre, die nie in ihrem Leben wirklich für etwas kämpfen mussten, vermutlich nicht. Eitel und selbstgerecht freuen sie sich über ein bisschen billigen Applaus. Die freie, vereinte Stadt, in der sie ihrem traumhaften Beruf nachgehen dürfen gäbe es nicht ohne die Fahne, die sie mit ihrem lächerlichen Kniefall verhöhnen.


Ganz egal wie bescheuert der amerikanische Präsident zu sein scheint, er ist demokratisch gewählt. Wenn wir ihm keinen Respekt zollen wollen, dann ist das vielleicht noch vertretbar, eine Einmischung in seinen Konflikt mit der NFL rechtfertigt es keineswegs. Unsere Verantwortlichen sollten sich lieber darum kümmern, dass wir guten Fussball spielen anstatt sich auf das dünne Eis politischer Konflikte in anderen Staaten zu begeben. Da gehören wir schlichtweg nicht hin. Und wenn Herr Trump allen Unkenrufen zum Trotz in 5 Jahren immer noch Präsident ist und dann sagt, die Nato und Berlin solle sich mal mit einer Verzehnfachung ihrer Rüstungsausgaben selber gegen die Aufrüstung in Russland und China verteidigen, dann werden unsere kniefallenden MultiKultiKids beglückt auf ihr Bankkonto gucken und weder wissen vor wem sie gekniet haben, noch was sie getan haben. Lieber Micha und werter Herr Gegenbauer, das war kein gelungener PR-Gag sondern ein kräftiger Fettnapf.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Pat35 » Montag 16. Oktober 2017, 06:09

Schalke hat uns mehr als deutlich gezeigt wo unsere Grenzen sind. Wir werden uns wohl mit dem Mittelfeld anfreunden müssen. Mehr ist in diesem Jahr nicht drin. Andere Mannschaften wie Gladbach und Schalke stehen dort, wo man sie erwartet. Letztes Jahr hatten wir nur sehr viel Glück, dass die Konkurrenz zu blöd war da oben mitzuspielen.
Spiele gegen die direkten Konkurrenten müssen gewonnen werden und da erwarte ich jedes mal ein Feuerwerk von unserem Team. Wenn sie das nicht auf den Platz kriegen, dann sind wir es nicht Wert in der Bundesliga zu spielen. Spielerische Dinge wie gegen Bayern sollten wir doch eigentlich in jedem Spiel hinbekommen. Dazu mindestens 10 herausgespielte Torchancen und dazu brauchbare Flanken über die Außen, damit unsere Stürmer endlich wieder knipsen können. Denke das ist doch ein Anspruch der völlig normal ist, nur zeigt unser Team nicht annähernd sowas. Das sollte uns viel mehr zu denken geben.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Arapahoe » Montag 16. Oktober 2017, 06:58

tomnoah hat geschrieben:Wir reden und ärgern uns über die Niederlage bzw. über Herthas Katastrophenfußball. Und das wahrhaftig zu recht. In den Medien ist das längst Schnee von gestern. Da dominiert unser Kniefall vor dem Spiel. Und Hinz und Kunz sind begeistert wie toll es ist, dass wir jetzt nicht mehr Fußball spielen, sondern Politik machen. Originellerweise nicht in Deutschland, sondern in den USA. Unsere Verantwortlichen reden nicht über Trump und auch nicht über die Wurzeln dieser Demo. Auch die hiesigen Medien scheinen gar nicht zu wissen was da in Amerika abgegangen ist. Dort basierte der Kniefall auf einem christlichen Bekenntnis, dem biblischen Motto "man muss Gott mehr gehorchen als dem Menschen". Damit wurde in der NFL als christliches Symbol knieend für Nächstenliebe und damit gegen die Ausländerfeindlichkeit des amerikanischen Präsidenten demonstriert. Daraus in der deutschen Hauptstadt mit Ihrer Historie der deutsch amerikanischen Freundschaft einen Multikulti-Apell zu machen ist mehr als zu kurz gesprungen. Das mag oberflächlich betrachtet eine nett gemeinte Geste gewesen sein. Von Geschichtsverständnis zeugt sie genauso wenig wie von politischer Sensibilität. Ich bin wahrhaftig kein Freund von Herrn Trump, aber über sein Schicksal sollten die Amerikaner entscheiden. Und die brauchen sicherlich keine Unterstützung von Hertha BSC. Ich erinnere mich nicht, jemals in meinem Leben die Meinung der Bild Zeitung vertreten zu haben. Diesmal tue ich es. Da steht:

Fußballvereine sind Fußballvereine und keine Parteien oder politische Organisationen, weil sie Fußball besser können als Politik. Hertha BSC hat das am Samstag wieder mal eindrucksvoll bewiesen. Vor dem Anstoß gegen Schalke 04 knieten die Spieler auf dem Rasen des Olympiastadions nieder. Gemeint war das als Solidaritätsaktion mit Footballspielern in den USA, die derzeit dasselbe tun, statt bei der Nationalhymne die Hand aufs Herz zu legen und den Blick Richtung US-Fahne zu richten. Die US-Sportler wollen damit Protest gegen Rassismus ausdrücken – und gegen US-Präsident Trump. Ich finde dieses Symbol schon in den USA völlig falsch, weil unter der US-Flagge unzählige Männer und Frauen für Gleichheit und Freiheit aller Menschen gekämpft haben. Hunderttausende von ihnen sind in einem Sarg heim gekehrt, eingehüllt in eben jene Fahne. Die „Washington Post“ und die „New York Times“ berichten jetzt über Hertha BSC. Aber nicht über die sportlichen Leistungen. In Berlin ist diese Form des Protests nicht nur unangebracht, sondern dumm und geschichtsvergessen. Der Star Spangled Banner wehte über vier Jahrzehnte über dem freien Teil Berlins. Mit der US-Fahne auf ihren Maschinen flogen mutige Piloten während der Luftbrücke, um das eingeschlossene Berlin am Leben zu halten. Panzer mit aufgezogener US-Flagge am Checkpoint Charlie sendeten das Signal nach Moskau, dass die USA die Freiheit Berlins unter allen Umständen verteidigen würden – mit dem Leben ihrer jungen Männer. All dies wissen die Hertha-Millionäre, die nie in ihrem Leben wirklich für etwas kämpfen mussten, vermutlich nicht. Eitel und selbstgerecht freuen sie sich über ein bisschen billigen Applaus. Die freie, vereinte Stadt, in der sie ihrem traumhaften Beruf nachgehen dürfen gäbe es nicht ohne die Fahne, die sie mit ihrem lächerlichen Kniefall verhöhnen.


Ganz egal wie bescheuert der amerikanische Präsident zu sein scheint, er ist demokratisch gewählt. Wenn wir ihm keinen Respekt zollen wollen, dann ist das vielleicht noch vertretbar, eine Einmischung in seinen Konflikt mit der NFL rechtfertigt es keineswegs. Unsere Verantwortlichen sollten sich lieber darum kümmern, dass wir guten Fussball spielen anstatt sich auf das dünne Eis politischer Konflikte in anderen Staaten zu begeben. Da gehören wir schlichtweg nicht hin. Und wenn Herr Trump allen Unkenrufen zum Trotz in 5 Jahren immer noch Präsident ist und dann sagt, die Nato und Berlin solle sich mal mit einer Verzehnfachung ihrer Rüstungsausgaben selber gegen die Aufrüstung in Russland und China verteidigen, dann werden unsere kniefallenden MultiKultiKids beglückt auf ihr Bankkonto gucken und weder wissen vor wem sie gekniet haben, noch was sie getan haben. Lieber Micha und werter Herr Gegenbauer, das war kein gelungener PR-Gag sondern ein kräftiger Fettnapf.


Ich stimme Dir insofern zu, als daß die Amerikaner sich einen Präsidenten gewählt haben ... und uns das bestenfalls indirekt etwas anzugehen hat. (Zudem: Immerhin waren die Rüstungausgaben der USA auch schon 2016 - also unter Obama - mehr als doppelt so hoch, wie die Chinas und Russlands zusammen. Die Antwort auf die Frage, vor wem man sich mehr fürchten muss, hat sich also nicht geändert.)
Auch wenn ich jede aufgesetzte MultiKulti-Symbolik für - sorry - Blödsinn halte: Daß man als Verein ein Zeichen gegen Rassismus setzt, ist völlig in Ordnung. Über die Form kann man vielleicht streiten, zumal ich bei uns eigentlich keine rassistischen Tendenzen sehe. Aber nun hat man sich für das "große Besteck" entschieden und da wird die Welt auch nicht untergehen.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Arapahoe » Montag 16. Oktober 2017, 07:09

Pat35 hat geschrieben:Schalke hat uns mehr als deutlich gezeigt wo unsere Grenzen sind. Wir werden uns wohl mit dem Mittelfeld anfreunden müssen. Mehr ist in diesem Jahr nicht drin. Andere Mannschaften wie Gladbach und Schalke stehen dort, wo man sie erwartet. Letztes Jahr hatten wir nur sehr viel Glück, dass die Konkurrenz zu blöd war da oben mitzuspielen.
Spiele gegen die direkten Konkurrenten müssen gewonnen werden und da erwarte ich jedes mal ein Feuerwerk von unserem Team. Wenn sie das nicht auf den Platz kriegen, dann sind wir es nicht Wert in der Bundesliga zu spielen. Spielerische Dinge wie gegen Bayern sollten wir doch eigentlich in jedem Spiel hinbekommen. Dazu mindestens 10 herausgespielte Torchancen und dazu brauchbare Flanken über die Außen, damit unsere Stürmer endlich wieder knipsen können. Denke das ist doch ein Anspruch der völlig normal ist, nur zeigt unser Team nicht annähernd sowas. Das sollte uns viel mehr zu denken geben.


Ich habe da vielleicht eine andere Sichtweise und sehe mich eher als "Supporter". Auch wenn ich nicht weniger traurig bin, als viele andere Herthaner, wenn wir verlieren, würde es mir nicht einfallen, unseren Verein oder seine handelnden Akteure in Frage zu stellen, weil sie gegen einen starken Gegner nicht angekommen sind. Ich versuche die Umstände zu verstehen und verlange auch nicht mein Geld zurück, weil der Spaßfaktor wenig bis gar nicht ausgeprägt war. Wer selbst mal Wettkampfsport gemacht hat, weiß zudem, daß es so etwas wie "Anspruch" auf die Leistungen ( oder sogar Flanken und Torschüsse) nicht geben kann. Das liegt in der Natur der Sache, daß man es immer mit einem mehr oder weniger starken Gegner zu tun hat.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon shin6 » Montag 16. Oktober 2017, 08:12

Für mich fehlte in vielen der letzten Spiele die richtige Einstellung. Selbst wenn rein Garnichts zusammenläuft, kann man wenigstens mit vollem Einsatz spielen. Mir fehlt diese Saison oftmals der Wille 100% auf den Platz bringen zu wollen. So schlecht, wie sich unser Kader zurzeit präsentiert, ist er nun wirklich nicht. Vielleicht kann unser Trainer die Mannschaft vor den Spielen auch einfach nicht mehr richtig motivieren. Für mich sieht es jedenfalls nicht danach aus, dass die Spieler zu Spielbeginn "richtig heiß" sind. Selbst in den Spielen, wo wir gepunktet haben, war doch oft auch eine Halbzeit totale Grütze. Ich finde die derzeitige Entwicklung sehr bedenklich.
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Re: 8. Spieltag: Hertha BSC - FC Schalke 04

Beitragvon Petersen » Montag 16. Oktober 2017, 14:56

shin6 hat geschrieben:Für mich fehlte in vielen der letzten Spiele die richtige Einstellung. Selbst wenn rein Garnichts zusammenläuft, kann man wenigstens mit vollem Einsatz spielen. Mir fehlt diese Saison oftmals der Wille 100% auf den Platz bringen zu wollen. So schlecht, wie sich unser Kader zurzeit präsentiert, ist er nun wirklich nicht. Vielleicht kann unser Trainer die Mannschaft vor den Spielen auch einfach nicht mehr richtig motivieren. Für mich sieht es jedenfalls nicht danach aus, dass die Spieler zu Spielbeginn "richtig heiß" sind. Selbst in den Spielen, wo wir gepunktet haben, war doch oft auch eine Halbzeit totale Grütze. Ich finde die derzeitige Entwicklung sehr bedenklich.


Kann ich so nur unterschreiben - leider! :(
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