Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Hier kann alles rein, was Nichts mit Fußball zu tun hat, oder worüber ihr diskutieren wollt.

Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Spreepirat » Samstag 15. März 2014, 00:15

Sorry, Quinnter, aber ich weiß ja nicht.
Da soll also jemand dem Uli 20 Millionen überlassen haben, damit der dann ein wenig an der Börse zocken kann? Und nimmt es dabei wissentlich in Kauf, dass die Kohle auf Nimmerwiedersehen verschwindet? Schade, dass der edle Spender sich dazu nicht mehr äußern kann. Oder hat man wohlweißlich mit Berechnung einen Verstorbenen als "Strohpuppe" gewählt?
Ich kann mich da eher rustneil anschließen, der Hoeneß als Bauernopfer sieht, um nicht auffliegen zu lassen, wie viele Leichen wirklich unter der Allianz-Arena liegen. Da passt es prima ins Bild, dass heute bereits die ersten Berichte durchs Netz geisterten, nach denen U.H. nach Verbüßung seiner Haft die Ämter beim FCB wieder übernehmen soll. Die Vorstrafe dürfte kein Problem sein. Sonst wäre ein Rummenigge ja auch schon längst nicht mehr in Amt und Würden...

Sollte allerdings der in michi's Link zitierte Anwalt Recht haben, bin ich darauf gespannt, welche Folgen die gelieferten Informationen haben werden. Ein Nutzen muss ja vorhanden sein, sonst hätte es den angedachten Deal nicht gegeben.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Geschichte hier wirklich schon zuende ist.
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Zauberdrachin » Samstag 15. März 2014, 00:34

Ich halte es für relativ normal, dass hinter verschlossenen Türen da so einiges abgecheckt und besprochen wurde, grad wenn es um eine Person mit solch öffentlicher Darstellung und Macht geht. Solche Absprachen gibt es auch bei weniger bekannten Personen in anderen Straftatbereichen.

Grotesk finde ich allerdings Aussagen wie "Habe Respekt, da er auf Revision verzichtet und seine Strafe annimmt".
Wo bleibt denn der Respekt für uns alle, wenn wir brav unsere Strafzettel bezahlen, etc.?
Respekt dafür, dass wenn man Scheixxe gebaut hat, dafür eine Strafe bekommt, diese auch annimmt?
Völlig verdreht sowas ...

Das war also nun das Urteil des härtesten (!) Richters, den die da wohl haben ... hmmm ... :roll:
Mal schauen, was der "härteste" Knast nun noch so an harten "Unnachgiebigkeiten" so auf der Pfanne hat ... ;)

Ich würde mich freuen, wenn die Politik die Abschaffung dieser Selbstanzeige endlich mal auf den Weg bringt.
All diese Steuerhinterzieher begehen die Steuerstraftaten bewusst! Wieso sonst hat man Konten in der Schweiz? Weil es in Deutschland keine gibt? :roll:
Für dieses bewusste Zocken ob man mal erwischt wird oder nicht, bekommt man dann noch eine "Belohnung". Na welch Gerechtigkeit. :lol:
Mich freut es, dass Monaco ein begrenztes Gebiet ist, so dass die wenigstens nicht unendlich Steuerflüchtlinge zu Monegassen werden lassen können ...

Abschaffung der Selbstanzeige ... per Stichtag ... ich glaube, die Flut der Selbstanzeigen die dann noch käme vor dem Stichtag ... dagegen sind die jetzigen Zahlen noch laue Lüftchen. Und wer da dann noch weiter zockt ... 10 Jahre Knast.
Wir sind viele!
Wir vergeben nicht!
Wir vergessen nicht!
Erwartet uns!


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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Spreepirat » Samstag 15. März 2014, 00:42

Hab dann mal wenigstens eine der Meldungen wieder gefunden, die sich mit Ulis "Rückkehr" beschäftigen
http://www.t-online.de/sport/fussball/bundesliga/id_68498090/bis-zu-seiner-rueckkehr-uebernehmen-jetzt-zwei-alte-hoeness-freunde-.html
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Quinnter » Samstag 15. März 2014, 00:47

Es wurde doch im Prozess darauf hingewiesen, dass man Herrn Hoeneß die Sozialprognosen, das Bereuen der Tat, sowie den Ansatz (Zockerei) positiv ausgelegt hat. Das kann man dann werten wie man möchte. Ich kann mit dem Urteil jedenfalls leben und vllt. legt die Staatsanwaltschaft ja noch Einspruch ein. Kann ja durchaus passieren. Man kann über das Urteil natürlich auch anderer Meinung sein. Das ist ja völlig normal.

Ob und wie das mit den Bayern zusammenhängt, keine Ahnung. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber ausschließen kann man wie immer nichts. Nur Leichen liegen glaube ich überall. Meinste bei uns liegen keine? Sowas liegt doch wenn in der Familie :) oder mit den ganzen „Kniffen“ der letzten Jahre?! Möchte man den Sachen dann wirklich aus Sauberkeit auf den Grund gehen und dann auch vor der eigenen Haustüre gründlichst (!) kehren oder treibt einen da doch eher Neid, Antipathie oder die Missgunst? Die Vorstellung, dass die Bazis da richtig mit drin hängen ist ja wirklich nicht schlecht. Würde mir auch gefallen. Aber bei Hoeneß habe ich das zumindest als Privatsache bewertet. Und ich meine, was in der Buli, Uefa, Fifa usw. abgeht, das kann man sich ausmalen. Nur wie lautet die Konsequenz? Alles nicht mehr unterstützen?
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Spreepirat » Samstag 15. März 2014, 00:50

Das ist der (vielleicht) große Fehler, den (wir) alle gemacht haben; es als reine Privatsache zu sehen.
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Quinnter » Samstag 15. März 2014, 01:03

Na wenn der Uli im Namen und mit Geldern des FCB´s jongliert hat, dann haben die ja ziemlich lange gewartet, um den Leuten das Bauernopfer zum Fraße vorzuwerfen. Uli hat seit 2006 nur noch Miese gemacht. Der hat 90% seines gemachten Geldes verheizt. Die Steuerfahnderin sagte doch, dass es ab 06 ein trauriges Bild gewesen sei. Da kann man aus Bayern Sicht ja vom Glück reden, dass Uli nicht den ganzen FCB vor die Wand gefahren hat. ;) Wie gesagt, ich glaube es nicht. Schließe aber auch nicht aus, so wie ich es bei jedem anderen Verein oder Firma nicht ausschließen würde, dass es da nur mit rechten Dingen zugeht.
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon herthamichi » Samstag 15. März 2014, 01:05

Spreepirat hat geschrieben:Sollte allerdings der in michi's Link zitierte Anwalt Recht haben, bin ich darauf gespannt, welche Folgen die gelieferten Informationen haben werden. Ein Nutzen muss ja vorhanden sein, sonst hätte es den angedachten Deal nicht gegeben.

Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Geschichte hier wirklich schon zuende ist.


Ich erinnere an den anderen Steuerrechtsstrafverteidiger in einer Talk - Fernsehsendung, den ich hier schon zitiert
hatte: "Jede Strafe unterhalb von 5 Jahren wäre ein Riesen - Erfolg für die Verteidigung." Die gesamten teilweise
merkwürdigen Abläufe in dieser Woche riechen zum Teil nach einer Inszenierung für die Öffentlichkeit, bzw. erscheinen
unter einem ganz neuen Licht.

Man könnte natürlich dagegen argumentieren - im Gegensatz zu Herrn Strate - dass die Selbstanzeige an sich, selbst wenn missglückt, genauso wie seine Bereitschaft, zunächst mit 17,5 Mio alles offen zu legen, trotz Fehlerhaftigkeit strafmindernd berücksichtigt werden muss. Insofern ist das Urteil in seinem Strafmaß sogar begründet.

Im Grunde hatte ein anderer Experte gestern gesagt, er hätte auf der Anlage bei der Selbstanzeige, die er bei der
hektischen Panik - Verfassung der Selbstanzeige nicht ausgefüllt hatte, einfach reinschreiben sollen: "Ich habe
vermutlich x- hunderte - Millionen Steuern hinterzogen, wieviel das ist, muss noch überprüft werden." Dann wäre
gar nichts passiert. Bleibt nur noch zu fragen, ob er wie Beckenbauer sagt in solchen Dingen ein "Schlamperl" ist
oder ob das Absicht war. So bleibt unterm Strich das übrig was der Richter sagte: " Sie haben sich selbst ans Messer
geliefert."
Zuletzt geändert von herthamichi am Samstag 15. März 2014, 01:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Spreepirat » Samstag 15. März 2014, 01:06

Für wie realistisch hältst Du persönlich die Aussage, man habe ihm "mal eben" 20 Millionen zum zocken zur Verfügung gestellt?
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon herthamichi » Samstag 15. März 2014, 02:23

Zauberdrachin hat geschrieben:
Das war also nun das Urteil des härtesten (!) Richters, den die da wohl haben ... hmmm ... :roll:
Mal schauen, was der "härteste" Knast nun noch so an harten "Unnachgiebigkeiten" so auf der Pfanne hat ... ;)

I


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... -box-pager


Dazu hatte ja Josef Müller schon was gesagt. So ganz ohne Sky, das allein stelle ich mir schrecklich für ihn vor. :roll:
Aber wer weiß, vielleicht ändert nun Bayern ganz schnell sämtliche Knast - Verordnungen und Gesetze. :mrgreen:
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon truckmikki » Samstag 15. März 2014, 08:41

Quinnter hat geschrieben:Mir irgendwie nicht wirklich ;) Die Summe resultiert mit aus diesen Unterlagen, welche im Februar eingegangen sind. Die Steuerfahnderin, bzw. ihr Team, beschäftigen sich damit also schon länger. Eine exakte Prüfung wird da wohl nur geringe Abweichungen zeigen. Ist jedenfalls meine Erklärung. Es wird den Mehraufwand wohl nicht gerecht werden. Und auf was und wie der Wurst Uli da getraded hat interessiert im Endeffekt ohnehin nicht, da es auf die Zahlen ankommt. Und die werden sie da schon durchleuchtet haben. Nenne mir einen Grund, warum der Staat hier auf weitere 30,40?! oder wie viele Millionen verzichten würde? Mir fällt da keiner ein. Übrigens war auch der Richter absolut in diesen Zahlen drin, denn er stellte der Fahnderin ja viele Fragen. Die Vorstellung, dass da überhaupt keiner ansatzweise einen Durchblick hatte und so den Prozess durchgeführt hat, ist für mich nicht erkennbar. Aber wahrscheinlich sind die alle gekauft, die Alte und das Team haben da in der Mittagspause mal kurz drauf geguckt und die Zahlen gewürfelt. Sie traute sich dann auch nicht das Gericht darüber zu unterrichten, dass ihre jetzigen Zahlen hinten und vorne überhaupt nicht hinkommen würden, sie eigentlich gar keine Ausbildung darin hat und sie Bayern Fan ist. So in etwa wird es gewesen sein. 8-)


So wie ich es verstanden habe (kann ja von mir falsch verstanden sein !!) bezieht sich die Summe auf die erst zu Prozessbeginn vorgelegten Zahlen auf dem 'stick" ...das waeren dann maximal 4 Tage Zeit zum pruefen fuer die Richter...das meinte ich!..

Aber ganz ab davon, bin ich mit dem Urteil weitgehend zufrieden....soll heissen, das urteil erfuellt fuer mich alle notwendigen Anforderungen. Es zeigt deutlich und relativ hart, dass Steuerhinterziehung kein Kavaliersdelikt ist, dass Selbstanzeige nicht mal eben so mit links gemcht werden kann um Strafbefreiend zu wirken und dass Prominenz nicht vor Strafe schuetzt....ergo Rechtsstaat hat funktioniert, Uli H. bekommt keine Bewaehrungsstrafe, sondern eine die ihn empfindlich trfift...Rechtsfrieden kann wieder hergestellt werden.
Zum Strafmass: Ausgangslage ist eine drohende Hoechststrafe von hoechstens10 Jahren.....Gesamtumstaende, sowie Gesamtwirkung des angeklagten....u.a. nicht vorbestrafter und erwiesenermassen in div. Faellen sozial handelnder Angeklagter.... strafmildernd beruecksichtigt, wie auch die zwar gescheiterte aber versuchte selbstanzeige ..etc.. gemessen also an diesen Gesamtumstaenden finde ich 36 Monate ne ausgewogene Wahl der Strafe!!! Es kann und darf doch nicht drum gehen ne Person komplett zu zerstoeren...sondern sie soll durch die Strafe getroffen werden um klar zu machen...da war ne Grenzverletzung ueber die du gegangen bist! Denke diese Aufgabe hat das Gericht erfuellt !!!
Insofern kann -nach meinem Emfinden- und trotz aller noch offenen Fragen die Causa Hoeness von mir aus geschlossen werden !!!
Man darf ja bei allem nicht den Schaden an seiner Person (der von Uli.H.) nicht total aus den Augen verlieren, der zwar nicht vom gericht angerichtet worden ist, aber trotzdem im Zusammenhang mit diesem Prozess entstanden ist! Denke Hoeness ist ausreichend hart bestraft!
Und zu all den Spekulationen ueber evtl. getroffene Absprachen (deals).... Ich hatte im Vorfeld des Prozesses schlimmeres befuerchtet und bin einigermassen erleichtert/erfreut, dass dieses Urteil, so wie es gefaellt wurde, gefaellt worden ist!!!
Von einem Bayrischen Gericht !!!
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Quinnter » Samstag 15. März 2014, 08:53

Spreepirat hat geschrieben:Für wie realistisch hältst Du persönlich die Aussage, man habe ihm "mal eben" 20 Millionen zum zocken zur Verfügung gestellt?


Kann ich dir nicht genau sagen. Auf den ersten Blick hört sich das natürlich unrealistisch an, klar! Ich kenne den Verstorbenen aber nicht, weiß nicht im welchem Verhältnis die gestanden haben. Jedenfalls wird er als Mr. Adidas nicht gerade wenig Geld besessen haben. Und was für unsereins 20.000€ sind, sind da dann mal vllt. locker 20Mio. Interessant ist die eine Aussage von Uli Hoeneß Sohn, der ja im Bezug auf eine mögliche Spielsucht meinte, dass die Familie da eigentlich anderer Meinung sei. Habe ich zumindest mal gelesen. Hier auf die schnelle steht was ähnliches „Wir haben alle immer wieder mit meinem Vater geredet, dass es so nicht weitergeht" http://www.gmx.net/themen/finanzen/steu ... li-hoeness

Wer weiß, wie lange Hoeneß schon am zocken ist. Da ist es ja nicht selten wie bei Alkoholkranken, die sich eine Sucht nicht eingestehen wollen. Und im Hoeneß Fall sicherlich auch nicht unbedingt öffentlich. Vielleicht gab es darüber ja eine Absprache, wer weiß. Da Uli ja von Anfang an gesagt hat, dass er sich darauf nicht verteidigen will, somit war das im Prozess auch nicht von Relevanz. Vielleicht hat Hoeneß dem Mr. Adidas ja förmlich das Geld aus der Tasche gezogen, wie er es ja mal mit den Logen der Arena formulierte. :) Hat ihn eingelullt und von seiner Idee überzeugt. Sowas kann er sicherlich nicht schlecht und wenn man süchtig ist bekommt man immer Geld. Angenommen Hoeneß zockt schon länger – vllt. hat die Familie auch intern schon den Geldhahn zugedreht und Uli musste sich dann anderswo die Kohle holen. Die Familie wird ihm schon am Herzen liegen, wie eigentlich auch der FC Bayern. Aus dem Grund glaube ich das irgendwie auch nicht . Aber angenommen er hätte es irgendwie vom FCB abgezweigt. Viel bringt einem diese Erkenntnis dann nicht unbedingt. Da müsste dann in aller erster Linie der FCB aktiv werden..
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon baap_1 » Samstag 15. März 2014, 09:29

truckmikki hat geschrieben:
Quinnter hat geschrieben:Mir irgendwie nicht wirklich ;) Die Summe resultiert mit aus diesen Unterlagen, welche im Februar eingegangen sind. Die Steuerfahnderin, bzw. ihr Team, beschäftigen sich damit also schon länger. Eine exakte Prüfung wird da wohl nur geringe Abweichungen zeigen. Ist jedenfalls meine Erklärung. Es wird den Mehraufwand wohl nicht gerecht werden. Und auf was und wie der Wurst Uli da getraded hat interessiert im Endeffekt ohnehin nicht, da es auf die Zahlen ankommt. Und die werden sie da schon durchleuchtet haben. Nenne mir einen Grund, warum der Staat hier auf weitere 30,40?! oder wie viele Millionen verzichten würde? Mir fällt da keiner ein. Übrigens war auch der Richter absolut in diesen Zahlen drin, denn er stellte der Fahnderin ja viele Fragen. Die Vorstellung, dass da überhaupt keiner ansatzweise einen Durchblick hatte und so den Prozess durchgeführt hat, ist für mich nicht erkennbar. Aber wahrscheinlich sind die alle gekauft, die Alte und das Team haben da in der Mittagspause mal kurz drauf geguckt und die Zahlen gewürfelt. Sie traute sich dann auch nicht das Gericht darüber zu unterrichten, dass ihre jetzigen Zahlen hinten und vorne überhaupt nicht hinkommen würden, sie eigentlich gar keine Ausbildung darin hat und sie Bayern Fan ist. So in etwa wird es gewesen sein. 8-)


So wie ich es verstanden habe (kann ja von mir falsch verstanden sein !!) bezieht sich die Summe auf die erst zu Prozessbeginn vorgelegten Zahlen auf dem 'stick" ...das waeren dann maximal 4 Tage Zeit zum pruefen fuer die Richter...das meinte ich!..

Aber ganz ab davon, bin ich mit dem Urteil weitgehend zufrieden....soll heissen, das urteil erfuellt fuer mich alle notwendigen Anforderungen. Es zeigt deutlich und relativ hart, dass Steuerhinterziehung kein Kavaliersdelikt ist, dass Selbstanzeige nicht mal eben so mit links gemcht werden kann um Strafbefreiend zu wirken und dass Prominenz nicht vor Strafe schuetzt....ergo Rechtsstaat hat funktioniert, Uli H. bekommt keine Bewaehrungsstrafe, sondern eine die ihn empfindlich trfift...Rechtsfrieden kann wieder hergestellt werden.
Zum Strafmass: Ausgangslage ist eine drohende Hoechststrafe von hoechstens10 Jahren.....Gesamtumstaende, sowie Gesamtwirkung des angeklagten....u.a. nicht vorbestrafter und erwiesenermassen in div. Faellen sozial handelnder Angeklagter.... strafmildernd beruecksichtigt, wie auch die zwar gescheiterte aber versuchte selbstanzeige ..etc.. gemessen also an diesen Gesamtumstaenden finde ich 36 Monate ne ausgewogene Wahl der Strafe!!! Es kann und darf doch nicht drum gehen ne Person komplett zu zerstoeren...sondern sie soll durch die Strafe getroffen werden um klar zu machen...da war ne Grenzverletzung ueber die du gegangen bist! Denke diese Aufgabe hat das Gericht erfuellt !!!
Insofern kann -nach meinem Emfinden- und trotz aller noch offenen Fragen die Causa Hoeness von mir aus geschlossen werden !!!
Man darf ja bei allem nicht den Schaden an seiner Person (der von Uli.H.) nicht total aus den Augen verlieren, der zwar nicht vom gericht angerichtet worden ist, aber trotzdem im Zusammenhang mit diesem Prozess entstanden ist! Denke Hoeness ist ausreichend hart bestraft!
Und zu all den Spekulationen ueber evtl. getroffene Absprachen (deals).... Ich hatte im Vorfeld des Prozesses schlimmeres befuerchtet und bin einigermassen erleichtert/erfreut, dass dieses Urteil, so wie es gefaellt wurde, gefaellt worden ist!!!
Von einem Bayrischen Gericht !!!


jetzt hast du anscheinend die richtige betrachtungsseite wiedergefunden. nur weil du es schon mehrfach falsch geschrieben hast: hoeneß hat 3,5 jahre oder 42 monate strafe bekommen.
ich finde es gut das er sich der jetzt ausgesprochen strafe stellen möchte, dadurch gibt er ein klares signal: das man für seine fehler auch büßen sollte. und das führt ihn in meinen augen zurück in unsere gesellschaft.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht den notwendigen Geist.
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon Spreepirat » Samstag 15. März 2014, 11:11

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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon thommy » Samstag 15. März 2014, 12:03

zur Haftstrafe kommen auch noch rund 50 Mio. Rückzahlung/Strafe/Zins....

da er angeblich mit seinen Börsengeschäften unterm Strich nichts verdient hat
bin ich mal gespannt wie ein UH dies "abstottert"....

sollte er es auf einen Schlag begleichen können (ohne seine Wurstfabrik zu verkaufen etc.) nährt dies die Annahme dass wir nur die Spitze des Eisberges bei der Verhandlung gesehen haben....

und ein UH denkt sich vielleicht 42 Monate Haft, davon vielleicht 6 Monate 24h -Daueraufenthalt, 15 Monate als Freigänger und dann nach der Hälfte wg. guter Sozalprognosen etc. FREI...... dafür aber trotz 50 Mio Rückzahlung noch 10, 20, 30,100 ? Mio. hinterzogen.....ist gar nicht mal sooo schlecht,
von so einem "Verdienst" können andere nur von träumen....

ich wäre auf alle Fälle für eine Revision damit mehr Zeit bleibt um den Fall gründlicher aufzuklären
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Re: Der Uli, die Steuern und die deutsche Rechtsprechung

Beitragvon baap_1 » Samstag 15. März 2014, 12:44

na, da hat mikki ja glück, dass dem mod spreepirat das aufgefallen ist, sodass es dem mod spreepirat doch glatt ne mitteilung an mikki wert war. :lol: :lol: :lol:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht den notwendigen Geist.
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