Rote Flora Hamburg

Hier kann alles rein, was Nichts mit Fußball zu tun hat, oder worüber ihr diskutieren wollt.

Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Montag 23. Dezember 2013, 03:10

Kennt jemand in Berlin und einer der Hertha - Fans die Rote Flora in Hamburg und weiß auch, worum es dabei geht?. :roll: :mrgreen:

Das sei nur mal so in die Runde gefragt. :?: :idea: , obwohl ich weiß, worum es geht. :lol:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 40541.html

Schwere Krawalle bei Demo: Grüne kritisieren Polizeieinsatz in Hamburg

http://www.spiegel.de/fotostrecke/rote- ... 05248.html
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Zauberdrachin » Montag 23. Dezember 2013, 03:33

Im weitesten Sinne um eine Fehldeutung von "Liebe deinen nächsten" ... :?:
;)

Oder auch:
"ich bestimme wann es mein Haus ist" ... :roll:
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Montag 23. Dezember 2013, 06:23

Zauberdrachin hat geschrieben:Im weitesten Sinne um eine Fehldeutung von "Liebe deinen nächsten" ... :?:
;)

Oder auch:
"ich bestimme wann es mein Haus ist" ... :roll:


/watch?v=rvQGQhxfDhc

/watch?v=cyg5cLhZrqY

/watch?v=boMnmsGljzo/watch?v=BrygQFcGBa4

/watch?v=pRheCsvkHxk

/watch?v=KC5S76e2Uvc

Demo-Desaster Hamburg: Flora-Esso-Bleiberecht 21.12.2013 (utopieTV-doku-video)

/watch?v=XaaVbF22d7w

Ich bin einfach noch am ermitteln. Links bei denen ich mich bei YouTube anmelden
muss, befolge ich nicht, obwohl diese wahrscheinlich nützliche Informationen
enthalten. Den letzten von mir verlinkten Video auf YouTube sollte man sich
allerdings mal ansehen.

Ich habe es jahrelang miterlebt wie ich – insbesondere bei einem Schanzenfest –
friedlich außen saß und plötzlich kommt da diese Polizei herein geritten und spritzt
alles ab. Ich hatte da außen sitzend ein volles Bier, ging auf das Klo und als ich zurück
kam, war außen alles verschwunden. Ich hatte dann noch einen intensiven Streit mit
dem Wirt deswegen gehabt, weil mein bezahltes Bier wollte ich schon.

Und warum war ich im Schanzenviertel?. Weil es dort atmosphärisch einfach stimmt.
Das ist dort das uralte Berliner – Kreuzberg – Feeling. Und als vor drei oder vier Jahren
am 1. Mai die Nazis hier nach Hamburg kamen, schrieb die t.a.z. : Kreuzberg findet
jetzt in Hamburg statt.

großes Edit:

watch?v=KC5S76e2Uvc

/watch?v=KC5S76e2Uvc

/watch?v=pRheCsvkHxk

/watch?v=MGMOBrS_M7k

Dieser Video ist etwas kompliziert, im Abgreifen des Entscheidenden.

/watch?v=fUimBPuG71A ist ebenso genial, wenn man in der Lage ist, die störenden
Neben – Einflüsse auszuschalten.

Dagegen ist das hier ein eindeutiger Eindruck:

watch?v=KYhy8f3P4xg

/watch?v=e9CBWjNIdfU

/watch?v=FuHJmGTts-g

Da hieß es am Ende : Macht kaputt, was Euch kaputt macht. Ein alter Spruch aus
den 60- er und 70 –er – Jahren. Ich möchte diesen Spruch mal unterstützen.

Die Masse der Menschen, die dagegen protestiert, ist absolut beindruckend.
In diesem Lande kapieren einige Politiker offenbar immer noch nicht, was die Stunde geschlagen hat. Allen voran ist es offenbar auch der Hamburger Bürgermeister Olaf
Scholz. Er darf sogar mit Schäuble über Finanzen herum schwätzen. Im Falle der
Lampedusa – Flüchtlinge kapiert er gar nichts. Und in Berlin gibt es doch genau
eine ähnliche Problematik. Wenn die Politiker nicht kapieren, dass sie falsch liegen,
werden künftig solche Szenen der Alltag werden:

/watch?v=FuHJmGTts-g

/watch?v=j_NfZ4Sm5cI

/watch?v=EA0TU81mWAQ

/watch?v=IZoh3Hcnu1s

Hopp, Hopp im Schweinsgalopp und damit ist nicht Dietmar Hopp gemeint:

/watch?v=-AjRcZDg17k

Die stürmende Polizei:

/watch?v=T0W7aYY3l7E

Die Rote Flora:

/watch?v=Blvq23Jhs2U

/watch?v=j_NfZ4Sm5cI

/watch?v=IZoh3Hcnu1s

Ich finde das besonders geil hier, die Bullen versuchen, den schwarzen Block
anzugreifen, aber erreichen rein gar nichts:
/watch?v=D-5mgL5NUSY

Aber letztendlich bleibt festzustellen:
/watch?v=avFMQO9KFIA
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Dienstag 24. Dezember 2013, 05:55

Habe noch mal nachgeforscht und die aus meiner Sicht besten Videos hier zusammen gestellt:

/watch?v=uRAMsODjO7c

/watch?v=4Aw0CtCSUdk

/watch?v=D-5mgL5NUSY

wie schon gestern: /watch?v=XaaVbF22d7w

/watch?v=8laGDi6D5R0

Was da passiert ist, versteh ich generell nicht: Wie kann denn eine Polizei auf die
Idee kommen, einen Demonstrationszug von mindestens 7.500 Menschen nach 50
Metern zu stoppen und gleichzeitig dazu übergehen, Attacken gegen die Demonstration
zu fahren. Dass sowas schief geht, ist eigentlich vorhersehbar. Unterstützt aus anderen
Bundesländern waren gut über 3.000 Polizisten im Einsatz.

Jeder von mir aufgeführte Video zeigt die Geschehnisse aus einer anderen Position heraus,
was generell wichtig ist, um etwas beurteilen zu können.

Man hatte doch schon früher positive Erkenntnisse gesammelt: Wenn sich die Polizei
aus dem Schanzenviertel möglichts komplett heraus hält, passiert da eigentlich selbst
bei Schanzenfesten nicht viel und alles bleibt weitgehend ruhig. Wenn aber die Polizei
glaubt, da provokativ herein gehen zu können, dann gibt es dort ein Desaster.

Und es stellt sich langsam die Frage, wer eigentlich für diese politischen Geschehnisse
die Verantwortung trägt. Der Hamburger Innensenator Neumann und der mittlerweile
bundespolitisch auf großem Fuße lebende Bürgermeister Olaf Scholz. Die SPD zeigt
sich hier als derzeitige Allein – Regierung relativ unfähig. Von dem Krisen-Management,
was beispielsweise Henning Voscherau (SPD) vor 20 Jahren wegen der Hafenstr. hinlegte,
ist unter Scholz nichts mehr zu spüren.


Ich wünsche trotz dieser bügerkriegsartigen Zustände in Hamburg allen Hertha- Fans
gerade heute frohe und besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Edit: nach einigen Tagen, einige Videos sind nach ein paar Tagen offensichtlich
anmeldepflichtig geworden.

Ein weiterer Video aus anderer Sicht hinter den Polizeiketten. Von wem eigentlich, weiß ich nicht. Das gab es schon damals am 1. Mai 2008 als die Eisenbahn-Brücken und der Bahnverker (heute ICE und S-Bahn) - , damals in Barmbek nur S-Bahn - lahm gelegt wurden. 2008 wurden dann die Nazis mit Sonderbussen von der Polizei abgeholt und
zum Demonstrationsort verfrachtet. Insofern muss man sich allein schon aus der
Historie her absolut nicht mehr wundern, dass Bahn- Brücken besetzt werden, zumal
dort in HH die Polizei immer aus derselben Richtung her kommt.

/watch?v=C2orfgrcLyY
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Anwohnerin zu einem Polizeiübergriff am 21.12.13 Rote Flora Demo
/watch?v=UtQ2BWSw49E

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

(1/9) 21.12.13 15:11Uhr Rote Flora Hamburg Sternschanze
/watch?v=rvQGQhxfDhc
Entscheidende Sekunden, die zeigen, wer hier wen gestoppt hat.
Anschließende Kommentare zu diesem Kurz – Video teilweise sehr
unterirrdisch.
----------------------------------------------------------------------------------------------

/watch?v=lC7_2Qvg_3s
Demo "Rote Flora bleibt" und Polizeistrategie (Hamburg, 21.12.2013)
und zum Thema „Lektion erteilen“ und Demokratie. Am Anfang aus dieser Perspektive
ein Krieg der Lautsprecher – Wagen.

----------------------------------------------------------------------------------------------------
Brutale Übergriffe der Polizei ..eben kein Einzelfall ..wer stoppt die Polizeistraßenschläger ..

/watch?v=kLPKj5QUjm8
Fängt scheinbar lustig an. Aber führt zu ganz anderen Problemen. Für alle die noch Fragen haben.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Rote Flora 21.12.2013 Zwischenbericht 16.30 Uhr
/watch?v=8laGDi6D5R0
ah ja, wie oben
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
aber Folgebericht:
Rote Flora Demo 21.12.2013 17.40

/watch?v=mNMmeKXmXDQ

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Rote Flora Demo 21.12.2013 Zwischenbericht Stand 17.15
/watch?v=zr0SFSV4gY4

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Rote Flora Demo 21.12.2013 Berichte 18 Uhr
/watch?v=Ktdj_cjDtgo

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zuletzt geändert von herthamichi am Sonntag 29. Dezember 2013, 08:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Zauberdrachin » Mittwoch 25. Dezember 2013, 01:07

Mangels Zeit konnte ich mir Deine Links noch nicht ansehen, werde das aber noch tun.

Das Fazit ist simple: Dieser Ablauf war so gewollt.

Es lenkt immer so schön von anderen Dingen (diversen Unfähigkeiten und Problemen) ab ...
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon baap_1 » Mittwoch 25. Dezember 2013, 11:34

Zauberdrachin hat geschrieben:Mangels Zeit konnte ich mir Deine Links noch nicht ansehen, werde das aber noch tun.

Das Fazit ist simple: Dieser Ablauf war so gewollt.

Es lenkt immer so schön von anderen Dingen (diversen Unfähigkeiten und Problemen) ab ...


komisch, aber das war auch mein gedanke dabei...
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Sonntag 29. Dezember 2013, 06:10

Ich habe zumindest meinen letzten Beitrag oben noch mal editiert.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon baap_1 » Sonntag 29. Dezember 2013, 17:24

noch schlimmer ist da das neue eu recht im lissabon-vertrag.

da darf dann auf demonstranten geschossen werden wenn da irgendeiner entscheidet das das ab einen zeitpunkt x keine demo mehr ist, sondern ein aufstand.

schon bedenkenswert so manches mit den rechten. ist sowas noch demoktatie ?
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Montag 30. Dezember 2013, 17:43

baap_1 hat geschrieben:da darf dann auf demonstranten geschossen werden


Es wird wohl ohnehin nicht mehr lange dauern bis die ersten erschossenen Toten
auf der Straße liegen.


" Die Gewerkschaft der Polizei sieht mittlerweile "eine Dimension erreicht, die einen
Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte"


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 41194.html

Diese Tat der Vermummten ist natürlich nicht zu rechtfertigen; sie bleibt aber auch
angesichts 500 Verletzter Demonstranten zumindest erklärbar. Es bleibt auch zu fragen,
was eigentlich die Aufgabe der Polizeigewerkschaftler seien sollte. Meiner Meinung
nach sollten diese im Interesse ihrer Kollegen bei ihren Polizeiführern darauf einwirken,
dass diese eine möglichst deeskalierende Strategie anordnen. Das war bei der Demo
erkennbar nicht der Fall.

Man kann sich gut vorstellen, mit welchem Gefühl künftig Streifenbeante durch
St. Pauli und das Schanzenviertel gehen. Dass einer zur Waffe greift, wenn plötzlich
ein Trupp Schwarzgekleideter angelaufen kommt oder eine Auseinandersetzung eskaliert.
Dass sich dann, vielleicht nur aus Versehen, ein Schuss löst – und jemand tot auf der
Straße liegt. Die Polizei sollte deshalb nicht noch mit Drohungen Öl ins Feuer gießen.

Man spricht nun schon von einer „Kriegserklärung“ der Polizei. Auf der anderen Seite
lenkt solch ein Vorfall natürlich hervorragend von der Diskussion ab, ob die eskalierende
Strategie der Polizei von vornherein so geplant war und man auch wegen der schon
vor der Demo stattfindenden Angriffe auf Polizeiwachen die Demo unbedingt von
Anfang an geplant zerschlagen wollte. „Agent Provocateurs“ wäre in diesem Falle
der passende Begriff für die Vermummten, die sich da in der Nacht auf Sonntag vor
der Davidwache versammelt hatten.

Solche Äußerungen der Polizeigewerkschaft sind jedenfalls eher geeignet die Spirale
der Gewalt auf beiden Seiten weiter anzuheizen. Aber was soll einem bei solch einer Polizei-
Gewerkschaft eigentlich noch wundern, wenn man das hier liest?:

Auch auf Twitter verfolgten und kommentierten zahlreiche Menschen das Geschehen
im Stadtteil St. Pauli - etwa Björn Werminghaus, stellvertretender Landesvorsitzender der
der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Hessen.

Die Protestler, schrieb er, seien "ja auch keine Demonstranten, sondern gewalttätiger Abschaum".
Die Empörung im Netz über diese Äußerung ist noch immer gewaltig.


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/twitter- ... 40665.html
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon truckmikki » Montag 30. Dezember 2013, 19:46

herthamichi hat geschrieben:
baap_1 hat geschrieben:da darf dann auf demonstranten geschossen werden


Es wird wohl ohnehin nicht mehr lange dauern bis die ersten erschossenen Toten
auf der Straße liegen.


" Die Gewerkschaft der Polizei sieht mittlerweile "eine Dimension erreicht, die einen
Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte"


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 41194.html

Diese Tat der Vermummten ist natürlich nicht zu rechtfertigen; sie bleibt aber auch
angesichts 500 Verletzter Demonstranten zumindest erklärbar. Es bleibt auch zu fragen,
was eigentlich die Aufgabe der Polizeigewerkschaftler seien sollte. Meiner Meinung
nach sollten diese im Interesse ihrer Kollegen bei ihren Polizeiführern darauf einwirken,
dass diese eine möglichst deeskalierende Strategie anordnen. Das war bei der Demo
erkennbar nicht der Fall.

Man kann sich gut vorstellen, mit welchem Gefühl künftig Streifenbeante durch
St. Pauli und das Schanzenviertel gehen. Dass einer zur Waffe greift, wenn plötzlich
ein Trupp Schwarzgekleideter angelaufen kommt oder eine Auseinandersetzung eskaliert.
Dass sich dann, vielleicht nur aus Versehen, ein Schuss löst – und jemand tot auf der
Straße liegt. Die Polizei sollte deshalb nicht noch mit Drohungen Öl ins Feuer gießen.

Man spricht nun schon von einer „Kriegserklärung“ der Polizei. Auf der anderen Seite
lenkt solch ein Vorfall natürlich hervorragend von der Diskussion ab, ob die eskalierende
Strategie der Polizei von vornherein so geplant war und man auch wegen der schon
vor der Demo stattfindenden Angriffe auf Polizeiwachen die Demo unbedingt von
Anfang an geplant zerschlagen wollte. „Agent Provocateurs“ wäre in diesem Falle
der passende Begriff für die Vermummten, die sich da in der Nacht auf Sonntag vor
der Davidwache versammelten hatten.

Solche Äußerungen der Polizeigewerkschaft sind jedenfalls eher geeignet die Spirale
der Gewalt auf beiden Seiten weiter anzuheizen. Aber was soll einen bei solch einer Polizei-
Gewerkschaft eigentlich noch wundern, wenn man das hier liest?:

Auch auf Twitter verfolgten und kommentierten zahlreiche Menschen das Geschehen
im Stadtteil St. Pauli - etwa Björn Werminghaus, stellvertretender Landesvorsitzender der
der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Hessen.

Die Protestler, schrieb er, seien "ja auch keine Demonstranten, sondern gewalttätiger Abschaum".
Die Empörung im Netz über diese Äußerung ist noch immer gewaltig.


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/twitter- ... 40665.html



Ist ja alles soooo neu nun auch wieder nicht!

Will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber nur mal so als kleinen Blick in die Geschichte:
Ich habe im Zusammenhang mit Demonstrationen schon mehrfachaus naechster Naehe in den Lauf einer auf mich gerichteten Pistole geblickt und das der Beamte am anderen Ende dieser waffe jeweils nicht den Finger krumm gezogen hat, war wohl mehr mit Glueck als mit gezielter bewusster Handlung zu erklaeren. Jedenfalls war bei mindestens einem der Beamten_Anfang der '80er Jahre der Blick eher wirr und voller Angst eher als panisch, denn als beherrscht und die Situation kontrollierend (in der Hand habend) zu beschreiben.
Und ein anders mal war der Typ (Polizist) auf Grund der Situation in der das war -so Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre- hysterisch und es war klar zu merken, dass er darauf ueberhaupt nicht eingestellt und/oder geschult war.
Ich kann es im Nachgang bei diesen beiden situationen menschlich sogar verstehen.......klar, waere fuer mich fatal gewesen und sicher von Nachteil, wenn einer der beiden abgedrueckt haette, aber zu deren gunsten muss ich sagen, dass es schon extreme Situationen (Stress) fuer sie waren.
In einer dritten situation (ende der 70er) war es zwar etwas anders (keine Demo) aber nicht weniger gefaehrlich. Auch wieder in nen Lauf geguggt nach Verfolgungsjagd mit Auto ..... das war in der Zeit der "Baader-Meinhof Hysterie" ....RAF Suche und im Bereich wo damals die in diesen Verfahren zustaendigen Richter wohnten....da waren bei etlichen Beamten die nerven auch blank und es war Glueck. dass ich da keinen Schaden genommen habe!
Also, nochmal: Gewalt auch von Staatsseite aus , ob gezielt oder aus der situation heraus ist nix absolut neues oder aussergewoehnliches!
Daraus leite ich ab, dass es gut waere, wenn bei Demonstrationen die eingesetzten Beamten ihre Schusswaffen vorher auf der Dienststelle oder sonstwo sicher abgeben muessten......Sie haben ja mit Pfefferspray und anderem immer noch ein ausrecihendes Arsenal um sich Gewalttaeter vom Hals zu halten ! Aber klar, diese Forderung wird (in Deutschland) nie umgesetzt werden. Da gibt es genug Scharfmacher, die solche Denkansaetze verhindern- nicht nur bei der Polizei!
Aber eins, aber eins, das bleibt besteh'n,
Blau-Weisse Hertha wird nie untergeh'n
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Montag 30. Dezember 2013, 21:41

truckmikki hat geschrieben:
herthamichi hat geschrieben:
baap_1 hat geschrieben:da darf dann auf demonstranten geschossen werden


Es wird wohl ohnehin nicht mehr lange dauern bis die ersten erschossenen Toten
auf der Straße liegen.


" Die Gewerkschaft der Polizei sieht mittlerweile "eine Dimension erreicht, die einen
Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte"


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 41194.html

Diese Tat der Vermummten ist natürlich nicht zu rechtfertigen; sie bleibt aber auch
angesichts 500 Verletzter Demonstranten zumindest erklärbar. Es bleibt auch zu fragen,
was eigentlich die Aufgabe der Polizeigewerkschaftler seien sollte. Meiner Meinung
nach sollten diese im Interesse ihrer Kollegen bei ihren Polizeiführern darauf einwirken,
dass diese eine möglichst deeskalierende Strategie anordnen. Das war bei der Demo
erkennbar nicht der Fall.

Man kann sich gut vorstellen, mit welchem Gefühl künftig Streifenbeante durch
St. Pauli und das Schanzenviertel gehen. Dass einer zur Waffe greift, wenn plötzlich
ein Trupp Schwarzgekleideter angelaufen kommt oder eine Auseinandersetzung eskaliert.
Dass sich dann, vielleicht nur aus Versehen, ein Schuss löst – und jemand tot auf der
Straße liegt. Die Polizei sollte deshalb nicht noch mit Drohungen Öl ins Feuer gießen.

Man spricht nun schon von einer „Kriegserklärung“ der Polizei. Auf der anderen Seite
lenkt solch ein Vorfall natürlich hervorragend von der Diskussion ab, ob die eskalierende
Strategie der Polizei von vornherein so geplant war und man auch wegen der schon
vor der Demo stattfindenden Angriffe auf Polizeiwachen die Demo unbedingt von
Anfang an geplant zerschlagen wollte. „Agent Provocateurs“ wäre in diesem Falle
der passende Begriff für die Vermummten, die sich da in der Nacht auf Sonntag vor
der Davidwache versammelten hatten.

Solche Äußerungen der Polizeigewerkschaft sind jedenfalls eher geeignet die Spirale
der Gewalt auf beiden Seiten weiter anzuheizen. Aber was soll einen bei solch einer Polizei-
Gewerkschaft eigentlich noch wundern, wenn man das hier liest?:

Auch auf Twitter verfolgten und kommentierten zahlreiche Menschen das Geschehen
im Stadtteil St. Pauli - etwa Björn Werminghaus, stellvertretender Landesvorsitzender der
der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Hessen.

Die Protestler, schrieb er, seien "ja auch keine Demonstranten, sondern gewalttätiger Abschaum".
Die Empörung im Netz über diese Äußerung ist noch immer gewaltig.


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/twitter- ... 40665.html



Ist ja alles soooo neu nun auch wieder nicht!

Will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber nur mal so als kleinen Blick in die Geschichte:
Ich habe im Zusammenhang mit Demonstrationen schon mehrfachaus naechster Naehe in den Lauf einer auf mich gerichteten Pistole geblickt und das der Beamte am anderen Ende dieser waffe jeweils nicht den Finger krumm gezogen hat, war wohl mehr mit Glueck als mit gezielter bewusster Handlung zu erklaeren. Jedenfalls war bei mindestens einem der Beamten_Anfang der '80er Jahre der Blick eher wirr und voller Angst eher als panisch, denn als beherrscht und die Situation kontrollierend (in der Hand habend) zu beschreiben.
Und ein anders mal war der Typ (Polizist) auf Grund der Situation in der das war -so Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre- hysterisch und es war klar zu merken, dass er darauf ueberhaupt nicht eingestellt und/oder geschult war.
Ich kann es im Nachgang bei diesen beiden situationen menschlich sogar verstehen.......klar, waere fuer mich fatal gewesen und sicher von Nachteil, wenn einer der beiden abgedrueckt haette, aber zu deren gunsten muss ich sagen, dass es schon extreme Situationen (Stress) fuer sie waren.
In einer dritten situation (ende der 70er) war es zwar etwas anders (keine Demo) aber nicht weniger gefaehrlich. Auch wieder in nen Lauf geguggt nach Verfolgungsjagd mit Auto ..... das war in der Zeit der "Baader-Meinhof Hysterie" ....RAF Suche und im Bereich wo damals die in diesen Verfahren zustaendigen Richter wohnten....da waren bei etlichen Beamten die nerven auch blank und es war Glueck. dass ich da keinen Schaden genommen habe!
Also, nochmal: Gewalt auch von Staatsseite aus , ob gezielt oder aus der situation heraus ist nix absolut neues oder aussergewoehnliches!
Daraus leite ich ab, dass es gut waere, wenn bei Demonstrationen die eingesetzten Beamten ihre Schusswaffen vorher auf der Dienststelle oder sonstwo sicher abgeben muessten......Sie haben ja mit Pfefferspray und anderem immer noch ein ausrecihendes Arsenal um sich Gewalttaeter vom Hals zu halten ! Aber klar, diese Forderung wird (in Deutschland) nie umgesetzt werden. Da gibt es genug Scharfmacher, die solche Denkansaetze verhindern- nicht nur bei der Polizei!


Ich stimme Deiner letzten Forderung absolut zu.

Ansonsten kann ich nicht auf ein solch reichhaltiges Erfahrungspotenzial wie Du wegen eines Blickes in die Schuss-
waffe zurück blicken.

Ich kann mich nur an eine Erfahrung erinnern:

Das war am 4. November 1989, dem Tag an dem in Ost - Berlin die Groß - Demo auf dem Alexanderplatz statt fand.

Ich wohnte damals in Kladow. Ein Freund kam und hatte was im Haus repariert. Bier wurde getrunken.
Dann sollte er nach Hause gefahren werden. Ich hatte da schon gesagt, ich will lieber nicht fahren, er solle
sich lieber ans Steuer setzen. Machte er auch, obwohl selbst getrunken. Doch dann machte er den Fehler,
er fuhr nicht bis zu seiner Haustür in der Nebenstraße, sondern hielt irgendwie in der nahe gelegenen Hauptstr.,
um dem mit geführten Hund noch etwas Auslauf zu gewähren. Dann kam plötzlich ein Polizeiwagen vorbei
und meinte durch geöffnete Türen: "Hier dürfen sie aber nicht parken." Ich muss dann wohl irgendetwas gesagt
haben, etwa wie, ach laß diese Olle da doch herum schwätzen. Dass muss wohl die Polizistin im Polizeiwagen
gehört haben. Mein besoffener Kollege mit dem Hund zog sich elegant aus der Affäre: "Keine Sorge, der
Kollege fährt den Wagen gleich weg", sagte er und ging mit dem Hund einfach seiner Wege.

Also habe ich mich ans Steuer gesetzt, um von Spandau aus nach Kladow zurück zu fahren. Doch an der nächsten
Straßen - Ecke bemerkte ich, dass da wieder dieser Polizeiwagen in einer Nebenstraße auf mich lauerte und
anfing mich zu verfolgen. Dann gab ich richtig Gas. Dachte mir irgendwie kann ich sie vielleicht eher abschütteln,
wenn ich sie ich durch einen raschen Nebenstraßen - Wechsel. verwirre, also runter von der Hauptstraße.
Doch blöderweise kannte ich mich als in Schöneberg aufgewachsener in Spandau so gar nicht aus. Da kam dann
eine Gabelung mit rechts oder links weiter; ich habe mich für die falsche Seite entschieden, die dummerweise
vor einem Werks - Tor endete. Schnell alle Auto - Lichter aus, doch von hinten sah ich aus Polizeisicht genüsslich
langsam diesen Polizeiwagen heran kommen.

Dann kamen ein Polizist und eine Polizistin mit gezogenen Pistolen auf meinen Wagen zu und sagten:
"Hände nach oben und aussteigen". Ich habe nach dem Aussteigen den Polizisten gesagt:"An einem Tag
an dem mehr als 1 Million Menschen auf dem Alexanderplatz für ihre Rechte in der DDR demonstriert haben,
rennt ihr West-Berliner Bullen hier mit euren Knarren herum. Dann knallt mich doch ab."

Das ist der Alkohol, meinte die Polizistin. Ab ging es den Kurzzeit-Knast nach Spandau. Blutprobe.
1,1 Promille. Scheisse, sagte die sich durch mich beleidigt gefühlte Polizistin. Damals galt wohl noch die
1,2 Promille - Grenze. Strafe: Ich glaube, das waren 500 DM und 1 Monat Führerscheinentzug.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Quinnter » Montag 30. Dezember 2013, 22:24

herthamichi hat geschrieben:
Es wird wohl ohnehin nicht mehr lange dauern bis die ersten erschossenen Toten
auf der Straße liegen.


" Die Gewerkschaft der Polizei sieht mittlerweile "eine Dimension erreicht, die einen
Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte"


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 41194.html


Mal ehrlich, was erwartest du denn da bitte? Gesetz dem Falle es war so wie im Artikel geschildert. Dir ist schon bewusst, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt und das Polizeibeamte in gewissen Situationen auch Gebrauch von ihrer Schusswaffe machen könnten? Das hat in dem Fall überhaupt rein gar nichts mit Demonstrationen und Demonstranten zu tun. Das von baab ist nebenbei bemerkt sowieso ablosuter Blödsinn. Dran ist da gar nichts, da das in Deutschland schon lange vorher ratifiziert wurde. ZD winkt dir das aber sicher ab. Panikmache.

Bei aller Liebe und Verständnis, herthamichi. Was du hier teilweise(!) von dir gibst, davon bekomme ich Brechreiz. Sorry. Sei doch froh, dass du hier in Deutschland lebst. Ich habe mal zwei Jahre in den Staaten gelebt und solche Situation wie im Spiegel zu lesen - joar...wäre "witzig" gewesen. Die Leute wären da weg vom Fenster. Da kannste dann die Säcke zu machen. Ich heiße das nicht gut, doch zeigt es, wie demokratisch und menschenrechtlich wir hier insgesamt in dieser Zeit doch leben. Lerne das lieber mal zu schätzen und treibe das nicht auf die Spitze des Eisbergs. Nenne mir Länder auf dieser Welt, wo das besser, würdevoller und demokratischer zugeht. Und ja, es gibt auch hier Polizeigewalt. Schlimm! Das löst man aber nicht mit Gegengewalt. Das ist hier aber auch alles kein rechtsfreier Raum. Rein rechtlich gesehen gibt es in Deutschland z.B ein Vermummungsverbot. Die Polizei könnte bei einer Demo schon das unterbinden. Sie tut das aber nicht, weil sie somit eben deeskalieren. Das siehst du nur nicht. So wie du es sicherlich auch nicht sehen wirst, dass die Polizei bei dieser Demo sehr oft deeskalierend agiert hat, in dem sie zurückweicht oder gar nichts tut. (ich habe leider keine Zeit für deine ganzen Videos)

Zur Roten Flora: Auch da wird seit jeher versucht ein Konsens zu finden. Von den Rotfloristen kommt nur herzlich wenig. Warum auch? Der Standpunkt ist ja klar! Und hier wurde im Vorfeld sinngemäß von "wir sind gewappnet - die können kommen" geredet. Haste dir die PK ausm Sommer mal angehört? Auch hier gilt: Woanders wäre das Theater um diese Besetzung schon lange beendet gewesen. Es herrschen hier per Gesetz nun mal keine anarchistischen Enteignungsfantasien. So ist das. Und trotzdem wird das seit Jahren geduldet . Sicherlich auch, weil unsere Demokratie das locker aushält und aushalten muss. Ich würde ein Kulturzentrum im alten Gewand für wirklich alle Bürger dieser Stadt jedenfalls herzlich begrüßen. Aber das Programm zielt ja seit jeher eher aufs eigene Klientel ab, obwohl es doch eigentlich die Stadt aller sein soll?! (Stand ja groß aufn Spruchband). Warum denn? Die Definition von Freiheit beschränkt sich scheinbar nicht selten auf den eigenen Kosmos und ihrer Ideologie.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon truckmikki » Montag 30. Dezember 2013, 22:44

Quinnter hat geschrieben:
herthamichi hat geschrieben:
Es wird wohl ohnehin nicht mehr lange dauern bis die ersten erschossenen Toten
auf der Straße liegen.


" Die Gewerkschaft der Polizei sieht mittlerweile "eine Dimension erreicht, die einen
Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte"


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 41194.html


Mal ehrlich, was erwartest du denn da bitte? Gesetz dem Falle es war so wie im Artikel geschildert. Dir ist schon bewusst, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt und das Polizeibeamte in gewissen Situationen auch Gebrauch von ihrer Schusswaffe machen könnten? Das hat in dem Fall überhaupt rein gar nichts mit Demonstrationen und Demonstranten zu tun. Das von baab ist nebenbei bemerkt sowieso ablosuter Blödsinn. Dran ist da gar nichts, da das in Deutschland schon lange vorher ratifiziert wurde. ZD winkt dir das aber sicher ab. Panikmache.

Bei aller Liebe und Verständnis, herthamichi. Was du hier teilweise(!) von dir gibst, davon bekomme ich Brechreiz. Sorry. Sei doch froh, dass du hier in Deutschland lebst. Ich habe mal zwei Jahre in den Staaten gelebt und solche Situation wie im Spiegel zu lesen - joar...wäre "witzig" gewesen. Die Leute wären da weg vom Fenster. Da kannste dann die Säcke zu machen. Ich heiße das nicht gut, doch zeigt es, wie demokratisch und menschenrechtlich wir hier insgesamt in dieser Zeit doch leben. Lerne das lieber mal zu schätzen und treibe das nicht auf die Spitze des Eisbergs. Nenne mir Länder auf dieser Welt, wo das besser, würdevoller und demokratischer zugeht. Und ja, es gibt auch hier Polizeigewalt. Schlimm! Das löst man aber nicht mit Gegengewalt. Das ist hier aber auch alles kein rechtsfreier Raum. Rein rechtlich gesehen gibt es in Deutschland z.B ein Vermummungsverbot. Die Polizei könnte bei einer Demo schon das unterbinden. Sie tut das aber nicht, weil sie somit eben deeskalieren. Das siehst du nur nicht. So wie du es sicherlich auch nicht sehen wirst, dass die Polizei bei dieser Demo sehr oft deeskalierend agiert hat, in dem sie zurückweicht oder gar nichts tut. (ich habe leider keine Zeit für deine ganzen Videos)

Zur Roten Flora: Auch da wird seit jeher versucht ein Konsens zu finden. Von den Rotfloristen kommt nur herzlich wenig. Warum auch? Der Standpunkt ist ja klar! Und hier wurde im Vorfeld sinngemäß von "wir sind gewappnet - die können kommen" geredet. Haste dir die PK ausm Sommer mal angehört? Auch hier gilt: Woanders wäre das Theater um diese Besetzung schon lange beendet gewesen. Es herrschen hier per Gesetz nun mal keine anarchistischen Enteignungsfantasien. So ist das. Und trotzdem wird das seit Jahren geduldet . Sicherlich auch, weil unsere Demokratie das locker aushält und aushalten muss. Ich würde ein Kulturzentrum im alten Gewand für wirklich alle Bürger dieser Stadt jedenfalls herzlich begrüßen. Aber das Programm zielt ja seit jeher eher aufs eigene Klientel ab, obwohl es doch eigentlich die Stadt aller sein soll?! (Stand ja groß aufn Spruchband). Warum denn? Die Definition von Freiheit beschränkt sich scheinbar nicht selten auf den eigenen Kosmos und ihrer Ideologie.



Obwohl ich in einigen Punkten sicher nicht 100% Deiner meinung bin, finde ich deinen Beitrag und das ins verhaltnis setzen zu anderen Staaten/Gesellschaften gut. Auch, das Freieht auch bedeutet, dass man sich mit der Meinung andersdenkender zwar auseinandersetzen kann, dabei aber die Freiheitsrechte, die man fuer sich selber reklamiert auch den jeweils anderen zugestehen muss kann ich nur unterschreiben. Es gibt auf beiden Seiten unreflektierte und nicht akzeptable Standpunkte...ja auch auf Seiten der mir in vielen Punkten nahe stehenden Protestierern !!!!
Der Spruch "ACAB" * stimmt eben nicht, genausowenig wie alle Punks sind asoziale Schmarotzer.
Es gibt eben doch mehr als nur schwarz und weiss !!!

* ACAB= All Cops Are Bastards oder auf deutsch gerne mit "Alle Bullen sind Schweine" uebersetzt.
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Blau-Weisse Hertha wird nie untergeh'n
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Montag 30. Dezember 2013, 23:55

Quinnter hat geschrieben:
herthamichi hat geschrieben:
Es wird wohl ohnehin nicht mehr lange dauern bis die ersten erschossenen Toten
auf der Straße liegen.


" Die Gewerkschaft der Polizei sieht mittlerweile "eine Dimension erreicht, die einen
Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte"


aus:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/d ... 41194.html


Mal ehrlich, was erwartest du denn da bitte? Gesetz dem Falle es war so wie im Artikel geschildert. Dir ist schon bewusst, dass das Gewaltmonopol beim Staat liegt und das Polizeibeamte in gewissen Situationen auch Gebrauch von ihrer Schusswaffe machen könnten? Das hat in dem Fall überhaupt rein gar nichts mit Demonstrationen und Demonstranten zu tun. Das von baab ist nebenbei bemerkt sowieso ablosuter Blödsinn. Dran ist da gar nichts, da das in Deutschland schon lange vorher ratifiziert wurde. ZD winkt dir das aber sicher ab. Panikmache.

Bei aller Liebe und Verständnis, herthamichi. Was du hier teilweise(!) von dir gibst, davon bekomme ich Brechreiz. Sorry. Sei doch froh, dass du hier in Deutschland lebst. Ich habe mal zwei Jahre in den Staaten gelebt und solche Situation wie im Spiegel zu lesen - joar...wäre "witzig" gewesen. Die Leute wären da weg vom Fenster. Da kannste dann die Säcke zu machen. Ich heiße das nicht gut, doch zeigt es, wie demokratisch und menschenrechtlich wir hier insgesamt in dieser Zeit doch leben. Lerne das lieber mal zu schätzen und treibe das nicht auf die Spitze des Eisbergs. Nenne mir Länder auf dieser Welt, wo das besser, würdevoller und demokratischer zugeht. Und ja, es gibt auch hier Polizeigewalt. Schlimm! Das löst man aber nicht mit Gegengewalt. Das ist hier aber auch alles kein rechtsfreier Raum. Rein rechtlich gesehen gibt es in Deutschland z.B ein Vermummungsverbot. Die Polizei könnte bei einer Demo schon das unterbinden. Sie tut das aber nicht, weil sie somit eben deeskalieren. Das siehst du nur nicht. So wie du es sicherlich auch nicht sehen wirst, dass die Polizei bei dieser Demo sehr oft deeskalierend agiert hat, in dem sie zurückweicht oder gar nichts tut. (ich habe leider keine Zeit für deine ganzen Videos)

Zur Roten Flora: Auch da wird seit jeher versucht ein Konsens zu finden. Von den Rotfloristen kommt nur herzlich wenig. Warum auch? Der Standpunkt ist ja klar! Und hier wurde im Vorfeld sinngemäß von "wir sind gewappnet - die können kommen" geredet. Haste dir die PK ausm Sommer mal angehört? Auch hier gilt: Woanders wäre das Theater um diese Besetzung schon lange beendet gewesen. Es herrschen hier per Gesetz nun mal keine anarchistischen Enteignungsfantasien. So ist das. Und trotzdem wird das seit Jahren geduldet . Sicherlich auch, weil unsere Demokratie das locker aushält und aushalten muss. Ich würde ein Kulturzentrum im alten Gewand für wirklich alle Bürger dieser Stadt jedenfalls herzlich begrüßen. Aber das Programm zielt ja seit jeher eher aufs eigene Klientel ab, obwohl es doch eigentlich die Stadt aller sein soll?! (Stand ja groß aufn Spruchband). Warum denn? Die Definition von Freiheit beschränkt sich scheinbar nicht selten auf den eigenen Kosmos und ihrer Ideologie.


Lieber Quinter, ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Du die Rote Flora und die Hamburger Sternschanze überhaupt
kennst und all die Entwicklungen, die dort stattgefunden haben, über die Jahre hinweg vor Ort mit verfolgt hast.
Wir sind hier in Deutschland und nicht in den USA. Wie die Daten Aussphäh - Affäre (Snowdon) gezeigt hat,
kann die USA in jeglicher Hinsicht für Deutschland kein Vorbild mehr sein. Zum Glück gibt es auch hoffentlich
bei einem deutschen Polizisten in Zukunft etwas mehr Skrupel einen Demonstranten mal einfach so abzuknallen.
Und was wir hier in Deutschland machen, sollte selbstbestimmt sein. Es gibt hier in dieser Gesellschaft keine Basis
alles was die Polizei entscheidet, mal einfach so hinzunehmen, selbst wenn sich gewisse Mainstream - Presse-
Organe gegenwärtig noch zu dämlich zeigen, was bei dieser Demo passiert ist, mal gründlich aufzuarbeiten.
Ich muss Dir hier keine anderen Länder nennen, denn jedes Land hat sein eigenes Feeling und das bestimmen
die Bürger und wir in Deutschland selbst. Ich bedauere doch sehr, dass Du keine Zeit hast Dir meine Videos
anzusehen; Du brauchst aber diesbezüglich nur den letzten Post betrachten, das spart Zeit. ;)

Zur Roten Flora: Du siehst die Sache noch nicht ganz richtig: Die Rote Flora bleibt ein Anziehungspunkt
der Stadt Hamburg und des Schanzenviertels. Genau deshalb ist die Rote Flora auch nie verschwunden.
Es wäre ja jetzt mal interessant zu fragen wie eigentlich die Stadt Berlin mit einer Roten Flora umgehen würde. :mrgreen:
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Quinnter » Dienstag 31. Dezember 2013, 00:26

Ja, ich kenn die Schanze und kenne Leute die da wohnen. Alles voll von Yuppies, habe ich mir zumindest sagen lassen. Es wundert mich ohnehin, dass du da noch altes "Feeling" spürst. Das soll schon lange nicht mehr das sein was es mal war. La Sepia, Dschungel, Schanzen Express - alles dicht.

Nimm das nicht bitte nicht persönlich. Aber: Das Pils vom Wirt muss na klaro sein. Am besten natürlich nen frisch gezapftes aus einer etwas feineren Lokalität. Zu asozial und siffig dann lieber doch nicht - bisschen Lifestyle bitte! Und natürlich hat man da ganz "spießer-like" ein Anrecht auf das Bier, sofern es beim Fest durch die Polizei veschüttet wird und fordert das vom ollen Wirt ein. Sorry, schon irgendwie grotesk, findest du nicht? Sitzt du da Abends beim Fest draußen (wo mit Krawall und Remmidemmi zu rechnen ist), trinkst Bier und beschwerst dich über solche Sachen. Wie yuppie ist das denn bitte?

Die Gentrifizierung ist doch schon fast abgeschlossen. Früher war das mal ein Bezirk der armen Arbeiter und Migranten. Bis dann der alternative Lifestyle da Einzug erhielt. Klar, waren die Mieten schön billig. Warum verteufelt die eigentlich keiner? Weil sie vielleicht frei und offen respektiert wurden? Und warum steht der ersten Stufe der Gentrifizierung dieser Bezirk jetzt auf einmal zu? Das ist mir alles immer zu einfach und egostisch gedacht. Sorry. Und die letzte Bastion der Anarchie wird das da auch nicht kitten.
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