Rote Flora Hamburg

Hier kann alles rein, was Nichts mit Fußball zu tun hat, oder worüber ihr diskutieren wollt.

Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Sonntag 5. Januar 2014, 22:34

Moep_BSC hat geschrieben:mag ja sein, doch die Randalierer haben diesmal schon einen Tag vorher eine Polizeiwache angegriffen, man kann also nicht sagen, dass sie nur zur Gewalt greifen, weil die Polizei ihre Demonstration gestoppt hat.
was ist also, wenn die Polizei sich raushält und die Extremisten beim Zug doch gewalttätig werden und friedliche Demonstranten oder sogar unbeteiligte angreifen? dann kann denen niemand helfen und alle Welt fragt sich, wieso die Polizei nicht vor Ort war, obwohl die Gewaltbereitschaft einiger Randalierer doch bekannt war. ist eben keine einfache Entscheidung für die Polizei und Politik.
jedoch ist ganz klar, dass die Taten der Extremisten gar nicht geht und ich verstehe nicht, wie einige das dann rechtfertigen können...


Mal anders herum: Wenn eine Polizeirevier von einigen wenigen angegriffen wird, haben die darin sich befindlichen Personen das Recht sich zu verteidigen. Das sollte der Polizei noch lange nicht das Recht geben, eine Demonstration von 7.300 Menschen sofort aufzulösen. Im Sommer 2013 kursierten schon die Gerüchte, Rotfloristen und Anwohner werden jetzt gemeinsam gegen die Krawall - Touristen vorgehen.

Das vom alleinigen SPD-Senat angeordnete Vorgehen mit einem Polizei-Aufgebot gegen die Demonstration - auch
später vor den Esso - Häusern - welches man schon seit Jahren nicht mehr kannte, ist geeignet, von den eigentlichen
politischen Themen abzulenken und das Demonstrations- und Versammlungsrecht massiv auszuhöhlen.

Im Normalfall sind Krawallmacher in einer verschwindend geringen Minderheit und die Gefahr dass Rotfloristen,
Demonstranten oder Anwohner von diesen angegriffen werden, ist ebenso vernachlässigbar. Die Polizei ist
aber nicht in der Lage, zwischen diesen verschiedenen Gruppen zu differenzieren, weshalb sie eben gewollt
oder auch nicht, auch Gruppen außerhalb der Krawallmacher angreift. Das sorgt widerum nicht für Distanzierung
zwischen den Gruppen, sondern eher für Solidarisierung. Deshalb ist es alle male besser, da als Polizei nicht zu
provozieren, weit entfernt zu bleiben und die Regelung bezüglich der Krawallmacher mal dem vor Ort befindlichen
Personenkreis zu überlassen. Und wie gesagt, das hatte früher schon ganz gut funktioniert, bestimmte Ausraster
von Idioten kann es immer geben.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Moep_BSC » Sonntag 5. Januar 2014, 23:06

truckmikki hat geschrieben:Erstens habe ich nirgendwo von Boesen oder Guten geschrieben...so einfach mach ich es mir nicht!


du schreibst doch ständig, dass die Polizisten einfach grundlos (aus Spaß oder so) auf die Demonstranten eingeschlagen hätten, obwohl da ja niemand was schlimmes gemacht hat. ich habe noch nicht einmal von dir gelesen, dass Randalierer da waren, von denen Gewalt ausging.
und die Entwaffnung der Polizei fordern, weil du irgendwann vor 50 Jahren mal in den Lauf einer Pistole geguckt hast von einem Polizisten, der auch um sein Leben fürchten musste?
naja, wie du meinst. wird zum Glück nicht so kommen
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Quinnter » Sonntag 5. Januar 2014, 23:15

truckmikki hat geschrieben:Was ist wohl besser:
Wenn Du zu nem Auswaertsspiel faehrst...


Ist bei normalen Auswärtsspielen auch sehr oft der Fall. Sieht nur keiner. Ich habe mich schon mehrfach gut mit Polizisten unterhalten bei Auswärtspielen - überhaupt kein Problem. Und über gute und friedliche Abläufe wird ja auch nicht berichtet. Bei Risikospielen oder wenn vorher was durchsickert ist die Polizei halt präsenter um die Sicherheit zu gewährleisten. Ganz normal. Denn da hat moep Recht. Wenn dann was passiert, schreien alle rum, wo denn die Polizei war. Allerdings betreibst du in dem Posting ja ebenfalls Schwarz-Weiß-Malerei, in dem du von einem extrem ins andere gehst.

Aber wenn schon lange vorher direkt und indirekt zum Widerstand und zum Krawallmachen aufgerufen wird (auch seitens der Flora), Polizeistationen vorher angegriffen werden, sich diese linksextreme Meute da massenweise vermummt, dann zeigt die Polizei halt Präsenz. Schon witzig, was manch einer nach diesem Vorgeplänkel da erwartet. Dafür war das insgesamt von der Polizei doch zu hauf eher eine Reaktion und selten eine Aktion. Aber es wird hier so verpackt, als hätte die Polizei das alles und jeden kurz und klein geprügelt.

Ich kann moep nur zustimmen. Besonders wenn man hier so Statements wie z.B. "Da hieß es am Ende : Macht kaputt, was Euch kaputt macht.".."Ich möchte diesen Spruch mal unterstützen"...wissen nicht "was die Stunde geschlagen hat"..."Ich finde das besonders geil hier, die Bullen versuchen, den schwarzen Block anzugreifen, aber erreichen rein gar nichts" regelrecht ertragen muss.

Und linksextreme Krawallmacher und Floristen gehen Hand in Hand, mein lieber herthamichi. Bau doch hier nicht so eine Illusion auf. Dachte du kennst dich da aus :lol: Dazu immer die Opferhaltung. Naja, standard eben. ;)
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon truckmikki » Montag 6. Januar 2014, 00:02

Moep_BSC hat geschrieben:
truckmikki hat geschrieben:Erstens habe ich nirgendwo von Boesen oder Guten geschrieben...so einfach mach ich es mir nicht!


du schreibst doch ständig, dass die Polizisten einfach grundlos (aus Spaß oder so) auf die Demonstranten eingeschlagen hätten, obwohl da ja niemand was schlimmes gemacht hat. ich habe noch nicht einmal von dir gelesen, dass Randalierer da waren, von denen Gewalt ausging.
und die Entwaffnung der Polizei fordern, weil du irgendwann vor 50 Jahren mal in den Lauf einer Pistole geguckt hast von einem Polizisten, der auch um sein Leben fürchten musste?
naja, wie du meinst. wird zum Glück nicht so kommen
,

Ich habe oft genug auch "Demonstranten" gesehen/erlebt, die sich Scheixxe verhalten haben und angefangen haben Stress zu machen.....und ich pack das nicht unter die decke....verschweige das nicht!
Es ist sicher nicht auf der einen Seite alle Gut und auf der anderen seite alles Mist!
Soviel dazu.
Und wenn Du meinst, das es akzeptabel ist, wenn jemand der keine Straftat begangen hat frroh sein kann/ von glueck reden muss, das er es ueberlebt hat, dann frag ich mich ernsthaft, was in deinem kopf so vorgeht ????
Polizisten werden oft genug in einsaetze getrieben, die in einer demokratischen gesellschaft unsinnig und kontraproduktiv sind....das sagen viele Polizisten selber. Sie werden in situationen geschickt, die sie nicht trainiert haben denen sie psychologisch ueberhaupt nicht gewachsen sind! Daraus resultiert, dass sie in vielen situationen nicht angemessen reagieren.
Dass es unreflektierte Demonstranten gibt, die sich genausowenig nen Kopf darueber machen was sie da grade veranstalten ist auch klar!
Dazwischen gibt es aber dann auch noch ne menge Leute, die ein konkretes Anliegen haben und dieses eben auch per Demonstration oeffentlich machen wollen, Die ausuebung dieses Grundrechts zu schuetzen ist -neben vielem anderen- auch Aufgabe der Polizei.
Schwierig wird es doch nur dann, wenn hardliner auf beiden Seiten die Oberhand gewinnen.....Die , die Krawall als Spass verstehen-als Seblstzweck sozusagen und die, die jede Kritik am liebsten niederknueppeln lassen wollen.... Beides ist gleich schaedlich und glecih kurzsichtig !!!!
Und Glaub mir mal einfach, dass ich genug von beiden Seiten erlebt -und nicht nur in der Zeitujng davon gelesen- habe um mir nen Urteil erlauben zu koennen.
Ich steh dazu...war bestimmt nicht alles korrekt, was ich in meinem leben bisher so gemacht habe....war bestimmt nen haufen Scheix dabei, den ich heute anders machen wuerde....aber ich bin auch oft genug grundlos verpruegelt und misshandelt worden...einfach nur, weil ich zur falschen Zeit am falschen Ort war !!
Deshalb komm ich zu dem Schluss, dass es besser ist auch mal die Zwischentoene, zu beachten und nicht alles von hause aus Schwarz-Weiss zu sehen......
Und aus dem gleichen Grund bin ich dafuer, dass Polizisten in solchen Situationen besser ohne scharfe Waffen antreten sollten....
Und ganz sicher sag ich nicht, sie sollten komplett unbewaffnet sein !!!!

Noch was, ob es 50 oder 30 oder erst 3 jahre her ist.... spielt das ne Rolle??? hat sich alles so geaendert, dass meine Position jetzt deshalb falsch waere?
Und es war nicht nur einmal, dass ich in den Lauf einer entsicherten scharfen direkt auf mich gerichteten waffe geschaut habe,und es nur eine Frage von Glueck oder Nicht Glueck war, ob der Finger sich kruemmt.....aber ich schaetze, dass ist dir dann auch voellig egal.....
Ich wuensch dir das gefuehl nicht was ich dabei erlebt habe.....ist nen bisschen was anders als im Tatort Krimi im TV glaub mir mal!
Aber eins, aber eins, das bleibt besteh'n,
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon herthamichi » Montag 6. Januar 2014, 00:11

Quinnter hat geschrieben:
Ist bei normalen Auswärtsspielen auch sehr oft der Fall. Sieht nur keiner. Ich habe mich schon mehrfach gut mit Polizisten unterhalten bei Auswärtspielen - überhaupt kein Problem. Und über gute und friedliche Abläufe wird ja auch nicht berichtet. Bei Risikospielen oder wenn vorher was durchsickert ist die Polizei halt präsenter um die Sicherheit zu gewährleisten. Ganz normal. Denn da hat moep Recht. Wenn dann was passiert, schreien alle rum, wo denn die Polizei war. Allerdings betreibst du in dem Posting ja ebenfalls Schwarz-Weiß-Malerei, in dem du von einem extrem ins andere gehst.

Aber wenn schon lange vorher direkt und indirekt zum Widerstand und zum Krawallmachen aufgerufen wird (auch seitens der Flora), Polizeistationen vorher angegriffen werden, sich diese linksextreme Meute da massenweise vermummt, dann zeigt die Polizei halt Präsenz. Schon witzig, was manch einer nach diesem Vorgeplänkel da erwartet. Dafür war das insgesamt von der Polizei doch zu hauf eher eine Reaktion und selten eine Aktion. Aber es wird hier so verpackt, als hätte die Polizei das alles und jeden kurz und klein geprügelt.

Ich kann moep nur zustimmen. Besonders wenn man hier so Statements wie z.B. "Da hieß es am Ende : Macht kaputt, was Euch kaputt macht.".."Ich möchte diesen Spruch mal unterstützen"...wissen nicht "was die Stunde geschlagen hat"..."Ich finde das besonders geil hier, die Bullen versuchen, den schwarzen Block anzugreifen, aber erreichen rein gar nichts" regelrecht ertragen muss.

Und linksextreme Krawallmacher und Floristen gehen Hand in Hand, mein lieber herthamichi. Bau doch hier nicht so eine Illusion auf. Dachte du kennst dich da aus :lol: Dazu immer die Opferhaltung. Naja, standard eben. ;)


Hast Du Dir inzwischen mal einige der letzten entscheidendenden Videos von mir mal zumindest angesehen?.

Nochmal: Es gibt keine Begründung für Polizei oder Politik, diese Demonstration aufzulösen. Angriffe auf Polizei-
Reviere und die Demonstration bleiben für mich rechtsstaatlich getrennte Vorgänge. St. Pauli und die Sternschance
zum Gefahrengebiet zu erklären, bleibt eine exklusiver Vorgang der Polizeiführung, den diese solange aufrecht
erhalten kann wie sie will. Da gibt es seitens der Legeslative und Judikative keine Kontrolle mehr. Die Exekutive
regiert hier, das ist nebenbei bemerkt der eigentliche politische Skandal.

Du kannst Dich gerne an meinem Spruch, den ich mit einigem intus getroffen habe, weiter aufgeilen. Dennoch kenne
ich auch die Zeiten der Entstehung der RAF. Da müssen wohl auch so einige Polizeiführer und die Politik was falsch
gemacht haben: Stichwort: Georg von Rauch und Benno Ohnesorg.

Wenn Du hier ohne die Spur irgendeiner Ahnung, Gewalttäter und Rotfloristen vermischt, kann ich Dich nicht
mehr ernst nehmen.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Quinnter » Montag 6. Januar 2014, 00:55

Es gibt nur scheinbar leider keine Patentlösung dafür, herthamichi. Im Endeffekt kannste da aber auch keine rechtsfreie Räume schaffen und nichts machen, denn dann wird diese Gewalt legitimiert. Obwohl sich das manche sicherlich wünschen würden. Ich bin noch nicht mal groß konservativ eingestellt, auch wenn der Eindruck entstehen mag. Ich vertraue der Polizei halt. Das mag für manche unerklärlich sein, für viele ist das in diesem Land aber eben ganz normal. Manche haben dann vor X Jahren das Vertrauen verloren, weil sie mal eine Szene mit einem ängstlichen Beamten hatten. Andere haben scheinbar kein Vertrauen mehr, weil mal das Bier umgeworfen wurde. (überspitzt ;) ) Und andere haben dann vielleicht zu viel Zeit und reimen sich durch Nachrichten Untergangsszenarien und Horrorfantasien von wild tötenden Polizisten und andere Verschwörungen zusammen. Und das ist überhaupt nicht angreifend gemeint. Aus der anderen Sicht ist man dann halt blind und unwissend. Macht mir nichts, obwohl ich sicherlich nicht komplett blind durch die Welt renne. Eben in dem für mich angemessenen Rahmen. Ich sehe unsere Demokratie eben eher von den Extremisten beider Seiten gefährdet, als in Sachen wie der Gefahrenzone die Anfänge eines unkontrollierbaren Staates zu sehen.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon truckmikki » Montag 6. Januar 2014, 01:23

Quinnter hat geschrieben:Es gibt nur scheinbar leider keine Patentlösung dafür, herthamichi. Im Endeffekt kannste da aber auch keine rechtsfreie Räume schaffen und nichts machen, denn dann wird diese Gewalt legitimiert. Obwohl sich das manche sicherlich wünschen würden. Ich bin noch nicht mal groß konservativ eingestellt, auch wenn der Eindruck entstehen mag. Ich vertraue der Polizei halt. Das mag für manche unerklärlich sein, für viele ist das in diesem Land aber eben ganz normal. Manche haben dann vor X Jahren das Vertrauen verloren, weil sie mal eine Szene mit einem ängstlichen Beamten hatten. Andere haben scheinbar kein Vertrauen mehr, weil mal das Bier umgeworfen wurde. (überspitzt ;) ) Und andere haben dann vielleicht zu viel Zeit und reimen sich durch Nachrichten Untergangsszenarien und Horrorfantasien von wild tötenden Polizisten und andere Verschwörungen zusammen. Und das ist überhaupt nicht angreifend gemeint. Aus der anderen Sicht ist man dann halt blind und unwissend. Macht mir nichts, obwohl ich sicherlich nicht komplett blind durch die Welt renne. Eben in dem für mich angemessenen Rahmen. Ich sehe unsere Demokratie eben eher von den Extremisten beider Seiten gefährdet, als in Sachen wie der Gefahrenzone die Anfänge eines unkontrollierbaren Staates zu sehen.



ich geh jetzt auf einiges mal nicht ein...weil es zu weit vom aktuellen Thema weg fuehren wuerde, o.k.?

findest Du es angemessen, wenn in einem bestimmten Stadtteil dich jeder Polizist ohne konkreten Verdacht Durchsuchen kann ?
Bei allem Verstaendnis fuer Deine Position was polizei allgemein betrifft, aber wir haben doch als Buereger auch i-welche Rechte, oder nicht?
Ich versteh es, wenn zu ganz bestimmten Situationen (klar definierbar) ein teil meiner Buergerrechte eingeschraenkt werden muessen....auch wenn mir dann im Einzelfall die Begruendung nicht so wqirklich einleuchtet..aber pauschal nen gebiet als gefahrenzone zu definieren, wo jederzeit, jeder nach seinen Personalien gefragt, ueberprueft und durchsucht werden kann ???
Und Platzverweise ohne konkrete begruendung??? hallo wo leben wir??? in nem totalitaeren Staat??? Nein, und um diesen demokratischen Staat zu schuetzen, darf es solche Gefahrenzonen mit ihren pauschalen Einschraenkungen der Rechte jedes Buergers nicht geben.
Sorry aber da schiesst jemand (bestimmte politische kreise) sowas von weit uebers ziel hinaus, das ist nicht akzeptabel!
In einem Rechststaat der auf der Freiheit seiner Buerger basiert und jedem ausdruecklich diese Freiheit garantiert,kann solchen Gesetzen, die willkuerliche Zwangsmassnahmen freigeben niemand ernsthaft zustimmen!
Wie gesagt der Knackpunkt ist die Erklaerung ganzer Stadtteile zu "Sonderzonen" (Gefahrenzone) in denen unser Grundgesetz nicht mehr gilt!!!!! Fuer mich ist das ein angriff auf den demokratischen Rechststaat !! Nicht von Chaoten und Krawallmachern auf der Strasse gemacht, sondern von Politikern im durchaus edlen Zwirn....die behaupten unsere Verfassung zu schuetzen und sie deshalb (in bestimmten Bereichen) abschaffen!
Und genau darum gehts - glaub ich jedenfalls - die Verhaeltnismaessigkeit muss gewahrt bleiben und unsere Buergerrechte duerfen nicht mal eben so weggewischt werden, oder siehst du darin kein Gefahrenpotential?
Meine Argumentation und einstellung zu den Dingen . bedeutet nicht, dass ich Sttraftaeter die Polizeiwachen und Polizeibeamte angreifen unterstuetze oder gar ihre Straftaten verteidige, nur damit wir uns in dem Punkt nicht falsch verstehen!
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Zauberdrachin » Montag 6. Januar 2014, 03:23

Quinnter hat geschrieben:Es gibt nur scheinbar leider keine Patentlösung dafür, herthamichi. Im Endeffekt kannste da aber auch keine rechtsfreie Räume schaffen und nichts machen, denn dann wird diese Gewalt legitimiert. Obwohl sich das manche sicherlich wünschen würden. Ich bin noch nicht mal groß konservativ eingestellt, auch wenn der Eindruck entstehen mag. Ich vertraue der Polizei halt. Das mag für manche unerklärlich sein, für viele ist das in diesem Land aber eben ganz normal. Manche haben dann vor X Jahren das Vertrauen verloren, weil sie mal eine Szene mit einem ängstlichen Beamten hatten. Andere haben scheinbar kein Vertrauen mehr, weil mal das Bier umgeworfen wurde. (überspitzt ;) ) Und andere haben dann vielleicht zu viel Zeit und reimen sich durch Nachrichten Untergangsszenarien und Horrorfantasien von wild tötenden Polizisten und andere Verschwörungen zusammen. Und das ist überhaupt nicht angreifend gemeint. Aus der anderen Sicht ist man dann halt blind und unwissend. Macht mir nichts, obwohl ich sicherlich nicht komplett blind durch die Welt renne. Eben in dem für mich angemessenen Rahmen. Ich sehe unsere Demokratie eben eher von den Extremisten beider Seiten gefährdet, als in Sachen wie der Gefahrenzone die Anfänge eines unkontrollierbaren Staates zu sehen.


Ist das ernst gemeint? :shock:
Wir sind viele!
Wir vergeben nicht!
Wir vergessen nicht!
Erwartet uns!


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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Quinnter » Montag 6. Januar 2014, 11:07

truckmikki hat geschrieben:findest Du es angemessen, wenn in einem bestimmten Stadtteil dich jeder Polizist ohne konkreten Verdacht Durchsuchen kann ?...


Das ist in HH nur nichts Neues. Es dient, wie auch bei jedem Schanzenfest, der Gefahrenabwehr und basiert auf dem Recht der Stadt Hamburg. Im Endeffekt sind dafür die Linksextremen und vermummenten Krawallmacher verantwortlich und kein Anderer. Da sie eben versuchen mit Gewalt ihre politischen Ziele durchzusetzen. Oder Drohgebärden wie die Floristen aufbauen. Und das nicht erst seit der Flora Demo anno 2013 - sondern seit Jahren bzw. Jahrzehnten. Und das wird alles geduldet und sogar noch von politischen Seiten toleriert und zuweilen gar befürwortet. Sowas könnte man auch als Skandal auffassen, die Exekutive in den Rechten einschränken zu wollen und sich demnach am Grundgesetz zu schaffen zu machen. Davon ab wird über die Gefahrenzonen ja politisch diskutiert. Es wird nur wieder von so getan, dass da rein gar nichts passieren würde. Aber um deine Frage zu beantworten. Ja, ich würde mich in dem Fall lieber mal zeitweise durchsuchen lassen, als mich von linksaußen in den Abgrund steuern zu lassen.

Die Sache ist : Wenn der Bürger mit Gewalt seine politischen Ziele durchbekommt, dann kannst du den Laden hier dicht machen. Es hat schon alles seinen Sinn und Zweck, dass wir in einer indirekten Demokratie leben. Denn für Recht und Ordnung zu sorgen und politische Entscheidungen zu treffen ist nicht die Aufgabe des Bürgers. Zudem ist es auch nicht förderlich, wenn der Bürger über viele Dinge selbst entscheiden könnte. Dann stellle diese ganzen Fragen mal per Bürgerentscheid. Da wird es den Gruppen wie Schuppen aus den Haaren fallen. Denn dann kommen leider Ergebnisse raus wie z.B.

mehr Flüchtlinge aufnehmen? Ergebnis: Nein!
kriminelle Ausländer ausweisen? Ergebnis : Ja! usw.

Dann haste hier ruck zuck das absolute Chaos unterm Dach! Aber das verstehen dann viele nicht. Denn Bürgerentscheide soll es ja nur für eigens verträgliche Positionen geben. Oder nicht? Und wo wir gerade die Probanden von rechtsaußen angeschnitten haben: Würdest du eigentlich auch so viel Verständnis und Unverständis gegenüber der Polizei äußern, wenn der rechte Mob mal derart mobil machen würde? Und wie stehst du dazu, dass deren Demos immer gestoppt und abgebrochen werden? Sicherlich richtig so! Aber warte...besteht nicht auch für diese Gruppen ein Recht auf Demonstration z.b wenn demokratisch anerkannte Partein wie die NPD eine Demo anmeldet? Nee, dann bestimmt wieder doch nicht, da diese Sachen ja auch immer mit Gewalt und Steinen unterbunden werden.

Im Endeffekt geht mir dieser ganze Firlefanz von links und rechtsaußen gegen den Strich. Die sollen alle mal lieber vor ihrer eingenen Haustür kehren. Denn nicht selten liegt es da an einem selber.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon truckmikki » Montag 6. Januar 2014, 12:03

Quinnter hat geschrieben:
truckmikki hat geschrieben:findest Du es angemessen, wenn in einem bestimmten Stadtteil dich jeder Polizist ohne konkreten Verdacht Durchsuchen kann ?...


Das ist in HH nur nichts Neues. Es dient, wie auch bei jedem Schanzenfest, der Gefahrenabwehr und basiert auf dem Recht der Stadt Hamburg. Im Endeffekt sind dafür die Linksextremen und vermummenten Krawallmacher verantwortlich und kein Anderer. Da sie eben versuchen mit Gewalt ihre politischen Ziele durchzusetzen. Oder Drohgebärden wie die Floristen aufbauen. Und das nicht erst seit der Flora Demo anno 2013 - sondern seit Jahren bzw. Jahrzehnten. Und das wird alles geduldet und sogar noch von politischen Seiten toleriert und zuweilen gar befürwortet. Sowas könnte man auch als Skandal auffassen, die Exekutive in den Rechten einschränken zu wollen und sich demnach am Grundgesetz zu schaffen zu machen. Davon ab wird über die Gefahrenzonen ja politisch diskutiert. Es wird nur wieder von so getan, dass da rein gar nichts passieren würde. Aber um deine Frage zu beantworten. Ja, ich würde mich in dem Fall lieber mal zeitweise durchsuchen lassen, als mich von linksaußen in den Abgrund steuern zu lassen.

Die Sache ist : Wenn der Bürger mit Gewalt seine politischen Ziele durchbekommt, dann kannst du den Laden hier dicht machen. Es hat schon alles seinen Sinn und Zweck, dass wir in einer indirekten Demokratie leben. Denn für Recht und Ordnung zu sorgen und politische Entscheidungen zu treffen ist nicht die Aufgabe des Bürgers. Zudem ist es auch nicht förderlich, wenn der Bürger über viele Dinge selbst entscheiden könnte. Dann stellle diese ganzen Fragen mal per Bürgerentscheid. Da wird es den Gruppen wie Schuppen aus den Haaren fallen. Denn dann kommen leider Ergebnisse raus wie z.B.

mehr Flüchtlinge aufnehmen? Ergebnis: Nein!
kriminelle Ausländer ausweisen? Ergebnis : Ja! usw.

Dann haste hier ruck zuck das absolute Chaos unterm Dach! Aber das verstehen dann viele nicht. Denn Bürgerentscheide soll es ja nur für eigens verträgliche Positionen geben. Oder nicht? Und wo wir gerade die Probanden von rechtsaußen angeschnitten haben: Würdest du eigentlich auch so viel Verständnis und Unverständis gegenüber der Polizei äußern, wenn der rechte Mob mal derart mobil machen würde? Und wie stehst du dazu, dass deren Demos immer gestoppt und abgebrochen werden? Sicherlich richtig so! Aber warte...besteht nicht auch für diese Gruppen ein Recht auf Demonstration z.b wenn demokratisch anerkannte Partein wie die NPD eine Demo anmeldet? Nee, dann bestimmt wieder doch nicht, da diese Sachen ja auch immer mit Gewalt und Steinen unterbunden werden.

Im Endeffekt geht mir dieser ganze Firlefanz von links und rechtsaußen gegen den Strich. Die sollen alle mal lieber vor ihrer eingenen Haustür kehren. Denn nicht selten liegt es da an einem selber.



Wiedermal haste in teilen Recht und in anderen Teilen nicht -aus meiner Sicht-
Z.B schreibste, dass die Polizei Demos von rechts immerstoppen oder abbrechen wuerde???
Ich erinnere mich da an anderes. Oft hat die Polizei Rechte Demos vor Linken Gegendemonstranten geschuetzt...oder seh ich das falsch oder einseitig???? Und ja, obwohl es mir nicht gefaellt, ja auch die NPD hat das Recht ihre Ziele oeffentlich auf demonstrationen oder Veranstaltungen zu praesentieren und ja, dies hat die Polizei moeglich zu machen, zu schuetzen!
Kann ja nicht sein, dass ein Grundrecht nur fuer einen gilt und fuer den anderen nicht! Da muss man dann halt auch mal auf die Zaehne beissen und sich beherrschen, weil es etwas wichtigeres gibt als die eigene Meinung/Vorliebe:
Meine eigene Freiheit kann sich nur daran messen, welche Freiheit ich anders denkenden zugestehe !!!!
Egal wie schwer es einerm faellt !!!!

Grundrecht = fuer jeden gueltig, egal wie der aussieht, was der fuer ne Religion., welche Sexualitaet. etc... (solange er sich im Rahmen der freiheitllichen Grundordnung -Verfassung- bewegt!!)

Dass du aus der Flora-Sache ableitest, dass mehr direkte Demokratie/mehr Buergerentscheide fatal fuer unsere Demokratie waeren ist schon abenteuerlich und unlogisch. Na klar muss man bei "volksentscheiden" dann auch den Willen der Mehrheit akzeptieren...siehe stuttgart21 ....da haben sich die Inititaoren auch nen anderes Ergebniss erwartet....und halten sich doch an das Votum !!!
Ob das Volk wirklich mehrheitlich fuer die Todesstrafe, oder fuer merh ausweisungen, weniger Fluechtlinge etc stimmen wuerde steht auf nem ganz anderen Blatt und scheint mir nicht so sicher zu sein, wie du es annimmst. Ich vertraue da auf die demokratische Gesinnung der Mehrheit in unserem Land und darauf, dass fuer die weit ueberwiegende Mehrheit Menschenrechte kein Fremdwort sind ! Wieviel Prozent erzielt die NPD noch gleich regelmaessig bei Wahlen in Deutschland???? 1-3 % !!!! da fehlt noch ein ganz klein wenig zur Mehrheitsfaehigkeit !!!
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Herthahund » Montag 6. Januar 2014, 12:21

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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Quinnter » Montag 6. Januar 2014, 12:30

@ truchmikki

Über die möglichen Ergebnisse von Bürgerbegehren kann man sich natürlich streiten. Ich habe nur den Eindruck, dass die Gesellschaft in der Masse eher latent rechts bzw. eher konservativ stehen würde. Ich bin von vermehrten Bürgerentscheiden jedenfalls nicht der größte Freund, da zu viel direkte Demokratie nicht gut ist. Aber von mir aus lasse die Stadt Hamburg darüber abstimmen. Da wäre ich sehr gespannt. Die Sache ist nur, dass auch mit einem negativen Bürgerentscheid die Floristen z.B. nicht aus dem Objekt ausziehen würden. Denn man macht sich seine eigene Welt. ;)
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon truckmikki » Montag 6. Januar 2014, 13:21

Quinnter hat geschrieben:@ truchmikki

Über die möglichen Ergebnisse von Bürgerbegehren kann man sich natürlich streiten. Ich habe nur den Eindruck, dass die Gesellschaft in der Masse eher latent rechts bzw. eher konservativ stehen würde. Ich bin von vermehrten Bürgerentscheiden jedenfalls nicht der größte Freund, da zu viel direkte Demokratie nicht gut ist. Aber von mir aus lasse die Stadt Hamburg darüber abstimmen. Da wäre ich sehr gespannt. Die Sache ist nur, dass auch mit einem negativen Bürgerentscheid die Floristen z.B. nicht aus dem Objekt ausziehen würden. Denn man macht sich seine eigene Welt. ;)


Yepp, da haste wohl recht....die Floristen wuerden sich wohl kaum einem negativen Buergerentscheid beugen.... (Hypothese),obwohl es ihnen sicher viel wind aus den Segeln nehmen wuerde ( mehr als jeder Polizeieinsatz jemals koennte !!!)
Haeette ja auch keiner gedacht, dass die stuttgart 21 Gegner nach dem fuer Sie negativen Buergerentscheid sich damit abfinden wuerden bzw. der Protest gegen den BHf Umbau etc. in sich zusammenbrechen wuerde......oder???
Ich denke wir sind in einem eing: Es ist sicher nicht wuenschenswert, wenn wir Buerger alle 2 wochen zum thema x oder y an die wahlurnen gerufen werden....so lange bis keiner emhr hin geht! Insofern ist es doch o.k., dass die huerde um so ein referendum zu bekommen nicht zu niedrig ist! Das von Zeit zu Zeit immer mal wieder zu ueberpruefen, ob es vielleicht Sinn macht die entsprechenden gesetze (ueber Buergerbegehren/Volksabstimmungen) zu aendern, finde ich legitim und durchaus im Sinne unserer Demokratie!
Die Wirtschaft nimmt durch Ihre lobbyisten Einfluss auf die gesetzgebung, warum soll nicht das Volk durch mehr plebiszitaere elemente seinen einfluss auch direkter ausueben!
Klar ist -fuer mich- dass durch solche Buergerentscheidungen, auch die Parteien gezwungen waeren sich mehr um die Belange der Buerger zu kuemmern als sie es bisweilen tun!
Ich sehe also mehr Chancen als Gefahren fuer unsere Demokratie in solchen Volksabstimmungen....ohne die Gefahren die es dabei gibt auszublenden!
Ein Satz noch zum latent rechts oder konservativem in unserer gersellschaft:
Auf den ersten Blick. ja, o.k.
auf den zweiten Blick ???? haben nicht bei der letzten Bundestagswahl SPD/Linke und Gruene ne Mehrheit der Stimmen bekommen ???? Trotz des miserablen Wahlkiampfs von Pannen-Peer Steinbrueck und der unglaublichen Popularitaet von Mutti Angela ????
Du siehst, man kann daran berechtigte Zweifel haben, dass die Mehrheit der Bevoelkerung ein geschlossenes konservatives Weltbild hat.....Das wird zwar immer wieder behauptet, aber eigentlich ist es durch nix belegt...ausser vielleicht in Bayern ... ;) ;)
Ich seh es eher als so einigermassen ausgeglichen an..... an den Stammtischen in den Kneipen kann man den eindruck bekommen Deutschland waere ziemlich weit rechts, aber an den wahlurnen sieht es dann komischerweise doch ganz anders aus!
Insofern unterstuetze ich das, was in einem frueheren post (Sinngemaess)hier geschrieben wurde.... es gibt weitaus schlimmere Staaten als den unseren!
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Quinnter » Montag 6. Januar 2014, 14:03

Herthahund hat geschrieben:http://www.taz.de/Polizeirecht-und-Gefahrengebiete/!130433/


Ich sag ja, in HH steht das im Polizeirecht. Das geht auf die von Beust Ära zurück, die 2004 von knapp 50% und der damit absoluten Mehrheit der Hamburger Wähler getragen worden ist. Aber auch damals waren Abgeordnete aus SPD/Grüne nicht mal anwesend bei der Abstimmung. Heute wird über die gesamte Situation im Ausschuss getagt. Es wird sich also damit auseinandergesetzt. Und nicht wie oft so getan wird, dass es alles Selbstgänger wären. Ich möchte darüber nicht endgültig urteilen. Wie gesagt, ich vertraue da dem Staat und zur Not dann eben dem Verfassungsgericht.

truckmikki: Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Es muss eine gesunde Mitte gefunden werden. Denn wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Zum Thema Lobby: Es werden ja immer diese Lobbyparteien gewählt oder sie habe ihre Werte komplett verkauft, wie leider die FDP z.B. Und Mutti ist ja knapp an der absoluten Mehrheit gescheitert. Da kann man dann schon froh sein, dass es nicht gereicht hat. Theoretisch gab es jetzt eine linke Mehrheit. Diese Konstellation fand in der Gesellschaft insgesamt aber trotzdem keinen großen Zuspruch. Nämlich auch aus der eigenen Wählerschicht nicht.

Ich bin mit der Lage jedenfalls insgesamt in Deutschland zufrieden. Ansonsten wander ich dann nach Norwegen aus. ;) Übrigens finde ich da dank des Jedermannsrecht auch immer meine komplette, für mich selbst definierte Freiheit. Mit einer netten Freundin als Reisebegleitung zum trekken in die Natur - ganz ohne Smartphone und andere Nervtöter. :) Vielleicht ist Deutschland im Endeffekt einfach irgendwie zu groß und es bedarf hier und da Einschränkungen, um das alles in der Waage zu halten. Keine Ahnung. Manchmal habe ich halt so den Eindruck, da es sonst aus dem Ruder laufen würde.
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Re: Rote Flora Hamburg

Beitragvon Herthahund » Montag 6. Januar 2014, 15:51

Norwegen und das Jedermannsrecht sind bestimmt schön (hast Du den schönen Beitrag auf 3Sat gesehen vor ein paar Tagen von den beiden Jungs, die in einer nordnorwegischen Bucht überwintert haben in einer Hütte, die sie selbst aus angeschwemmten Dingen gebaut haben?), aber wenn man sich für Plebiszite interessiert, sollte man lieber die Schweiz besuchen. Bestimmt geht da nicht jede Abstimmung aus wie man es sich wünscht, aber man weiß dann wenigstens, wie die Leute denken. Was mir bereits in den 80er Jahren auffiel, als ich noch beinahe ausschließlich Schweizer Fernsehen geguckt habe, ist die umfassende und auch ausgewogene Aufklärung, die zu jedem Volksentscheid stattgefunden hat - das ist ein anderes Niveau als Wahlkampf, wo hauptsächlich irgendwelche Gesichter und Versprechen nach den Gesetzen der Werbung verkauft werden und letztlich auch oft mehr nach Sympathie als nach Inhalt gewählt wird, weil man an die versprochenen Inhalte ohnehin nicht mehr richtig glauben mag. Soweit ich weiß, gehen die Schweizer nach all den Jahren der direkten Demokratie eigentlich immer noch rege zu ihren Volksabstimmungen, es scheint keine Ermüdung einzutreten.
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