Zunehmende Gewalt in Deutschland

Hier kann alles rein, was Nichts mit Fußball zu tun hat, oder worüber ihr diskutieren wollt.

Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon HerthaBsc » Freitag 26. Oktober 2012, 19:34

Wenn ich sehe, dass in den Gefängnissen Playstation spielen usw erlaubt ist finde ich das sehr seltsam,ja.

Auch Ausbildungen anzubieten ist fragwürdig. An sich eine gute Sache----->Ausbildung.------>Guter Einstieg in ein normales Leben nach der Haftzeit.
Nur leider landen die meisten sowieso wieder im Knast------>verschwendetes Geld und Arbeit.
Dazu hier: . Im regulären Jugendstrafvollzug beträgt die Rückfallquote katastrophale 60 Prozent
http://www1.wdr.de/themen/politik/jugen ... ug104.html

[dass die Freiheit, das selbstbestimmte Entscheiden fehlt.] Das ist ja wohl auch gut so, denn die Entscheidung einen Menschen totzutreten hat ja erst dazu geführt, dass man nun eine Zeitlang erstmal nicht alles selbst entscheidet.

Und nochmal: Natürlich verhindern hohe Strafen diese Taten nicht: aber die aktuellen Strafen verspotten eher die Opfer und die Arbeit der Polizei

Oder will mir hier einer ernsthaft erklären, dass er es gut/richtig findet, dass 2 Täter schon wieder auf freiem Fuß sind?
Nachdem die Polizei 10 Tage mich Hochdruck nach diesen Leuten gesucht hat sind sie nach wenigen Stunden wieder frei??
Das ist doch wohl ein Scherz.

Und jeder normal denkende Mensch kann sowas nicht richtig finden.
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Synonym » Freitag 26. Oktober 2012, 19:39

Man kann sich doch aber hier hoffentlich verständigen, dass Strafen im richtigen Maße verhängt werden sollten und vor allem ausgesprochen werden.
Ich persönlich kann damit nicht leben, dass bspw. Kinderschänder so gut wegkommen, für mich ist das Mord, wenn auch seelischer, 10Jahre-15Jahren und gerne mit Sicherheitsverwahrung wären mal ne Ansage.

Aber schaut euch doch die Urteile die in der Regel ausgesprochen werden mal an.
Man muss doch auch mal die Gesellschaft vor so etwas schützen.
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Jule » Freitag 26. Oktober 2012, 19:54

HerthaBsc hat geschrieben:Wenn ich sehe, dass in den Gefängnissen Playstation spielen usw erlaubt ist finde ich das sehr seltsam,ja.

Auch Ausbildungen anzubieten ist fragwürdig. An sich eine gute Sache----->Ausbildung.------>Guter Einstieg in ein normales Leben nach der Haftzeit.
Nur leider landen die meisten sowieso wieder im Knast------>verschwendetes Geld und Arbeit.
Dazu hier: . Im regulären Jugendstrafvollzug beträgt die Rückfallquote katastrophale 60 Prozent
http://www1.wdr.de/themen/politik/jugen ... ug104.html

[dass die Freiheit, das selbstbestimmte Entscheiden fehlt.] Das ist ja wohl auch gut so, denn die Entscheidung einen Menschen totzutreten hat ja erst dazu geführt, dass man nun eine Zeitlang erstmal nicht alles selbst entscheidet.

Und nochmal: Natürlich verhindern hohe Strafen diese Taten nicht: aber die aktuellen Strafen verspotten eher die Opfer und die Arbeit der Polizei

Oder will mir hier einer ernsthaft erklären, dass er es gut/richtig findet, dass 2 Täter schon wieder auf freiem Fuß sind?
Nachdem die Polizei 10 Tage mich Hochdruck nach diesen Leuten gesucht hat sind sie nach wenigen Stunden wieder frei??
Das ist doch wohl ein Scherz.

Und jeder normal denkende Mensch kann sowas nicht richtig finden.


Mit deinem Link argumentierst du gegen dich selbst. Gerade weil ein regulärer Strafvollzug offensichtlich nicht in der Lage ist, Täter rezusozialisieren, gibt es dieses Projekt mit Jugendlichen die intensiv betreut etc. werden. Weil man hofft, dass die Rückfallquote dadurch sinkt. Und letztendlich der Gesellschaft damit eher geholfen ist als mit bestraften Leuten die bei der Entlassung da weitermachen wo sie aufgehört haben.

Und zu den Tätern, die wieder freigelassen wurden, würde ich gerne mehr lesen. Wenn du da einen Link zu einem Bericht zu hättest?
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Treffsicher » Freitag 26. Oktober 2012, 19:58

Das Problem in Deutschland ist unter anderem,dass die Opfer nach einer Straftat vollkommen allein gelassen werden.Und dann erfährt man durch den Medien,dass die Täter(Mörder)wieder laufen gelassen wurden!Wie soll man das denn als Bürger dieses Landes verstehen?Hier in Deutschland gibt es leider Resozialisierung!Der Täter wird während der Haft noch zusätzlich geschult und kann sogar seine Ausbildung oder sein Abi machen :twisted:
Aber was wird für das Opfer getan?Nichts!Das Opfer muss weiterhin in Angst und Panikattacken leben.Und dann noch zum Psychologen gehen!
Diese Zweideutung gefällt mir überhaupt nicht!
Die Würde des Menschen ist unantastbar?Auch für den Massenmörder aus Norwegen?Ich denke nicht!Nur mal ein Beispiel von vielen 8-)
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Herthahund » Freitag 26. Oktober 2012, 20:05

HerthaBsc hat geschrieben:

Oder will mir hier einer ernsthaft erklären, dass er es gut/richtig findet, dass 2 Täter schon wieder auf freiem Fuß sind?
Nachdem die Polizei 10 Tage mich Hochdruck nach diesen Leuten gesucht hat sind sie nach wenigen Stunden wieder frei??
Das ist doch wohl ein Scherz.

Und jeder normal denkende Mensch kann sowas nicht richtig finden.


Es ist leider so, dass die Boulevardmedien gerade in diesen Fällen, in denen mutmaßliche Täter bis zur Verhandlung auf freien Fuß gesetzt werden, reißerisch und auflagesteigernd berichten statt, was ihre Aufgabe ist, aufzuklären. Und das führt dann dazu, dass die Leser hier einen Missstand erkennen anstatt dass sie die Instrumente und Maßnahmen des Rechtsstaates richtig verstehen und auch schätzen lernen .
Die Journalisten von Bild und BZ wissen, dass die Untersuchungshaft nicht Teil der Strafe ist. Untersuchungshaft wird verhängt, wenn man davon ausgehen muss, dass der Tatverdächtige flieht. Wenn es aber gute Gründe gibt - und diese Gründe sind gesetzlich festgelegt, weil wir einen Rechtsstaat haben und keinen Polizeistaat - wenn es also gute Gründe gibt, anzunehmen, dass der Tatverdächtige nicht flieht, dann ist er, bis er rechtmäßig verurteilt ist, frei. Vor dem Gerichtsurteil ist er daher im juristischen Sinne nicht schuldig, kann also auch nicht bestraft werden. Denn die Schuld wird vom Gericht festgestellt, und nicht von der Polizei. Das ist Teil der in der Verfassung verankerten Gewaltenteilung, und es ist ein Segen, dass wir die haben, denn sie schützt die Bürger vor Willkür.
Lasst Euch doch nicht immer von den bunten Blättchen aufhetzen.

Und noch was: die Gewalt in Deutschland nimmt nicht zu. Aber vermutlich die Berichterstattung dazu. Das ist wie mit der Gewalt im Stadion. Die nimmt auch nicht zu, sondern eher ab. Das hat St.Pauli in seiner Ablehnung vom DFL-Papier zur Stadionsicherheit sehr schön herausgestellt.
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon HerthaBsc » Freitag 26. Oktober 2012, 22:04

@Jule

Der Link sollte nur beweisen,dass ich mir die 60% Rückfallquote nicht mal eben ausgedacht habe mehr nicht.
Und dass 2 Täter wieder frei sind kann man überall nachlesen, dafür brauche ich nicht irgendeinen Link senden.

@Herthahund

1.Natürlich ist die Berichterstattung nicht immer Seriös.
Aber wie soll das bei solchen Themen auch gehen?
Die Autoren sind auch Menschen, die vlt Kinder in einem ähnlichen Alter haben....
Verlangt man ernsthaft, dass da neutral und ohne Wut berichtet wird?
Ich zumindest nicht.
Wenn jemand totgetreten wird kann man das Formulieren wie man will, es ist eine Schande.


2.Dass jemand so lange als unschuldig gilt, bis er verurteilt wird ist ja auch in Ordnung.

Aber auch hierbei sollte man Unterschiede machen.
Wenn jemand 20 Autos klaut und dann erwischt wird, habe ich kein Problem damit dass er bis zum Tag x frei ist.
Wenn er in der Zeit noch ein Auto klaut ist das zwar sehr ärgerlich, aber kein Weltuntergang.

Aber bei einer solchen Tat ist das doch was anderes.
Wie fühlen sich die Eltern des toten jungen, wenn sie wissen dass ihnen die Täter jederzeit über den weg laufen könnten?
Was passiert, wenn einer von denen in der Zwischenzeit noch irgendeinen ins Krankenhaus prügelt?
Dann ist das Geschrei wieder groß.

Das ist wie bei der Debatte zum Thema "Maulkorb bei Hunden"
Auch hier mussten erst Kinder totgebissen werden, bis mal jemand reagiert hat.

Wer, wenn nicht das Gesetz, soll uns vor solchem Abschaum beschützen?
Und dass der Täter in 6 Monaten vlt. ins Gefängnis kommt bringt mir auch nicht viel, wenn ich in der U-Bahn sitze und einen Schuh im Gehirn habe.

Man sollte da sehr vorsichtig sein.
Wenn die Menschen sich nicht mehr beschützt fühlen durch die Polizei und die Gerichte, wird es zwangsläufig zu Bewaffnung führen.
Und ob wir das wirklich wollen ist eine ganz andere Frage

Gute Nacht.
HerthaBsc
 
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Zauberdrachin » Freitag 26. Oktober 2012, 23:13

HerthaBsc hat geschrieben:@Jule

Der Link sollte nur beweisen,dass ich mir die 60% Rückfallquote nicht mal eben ausgedacht habe mehr nicht.
Und dass 2 Täter wieder frei sind kann man überall nachlesen, dafür brauche ich nicht irgendeinen Link senden.

@Herthahund

1.Natürlich ist die Berichterstattung nicht immer Seriös.
Aber wie soll das bei solchen Themen auch gehen?
Die Autoren sind auch Menschen, die vlt Kinder in einem ähnlichen Alter haben....
Verlangt man ernsthaft, dass da neutral und ohne Wut berichtet wird?
Ich zumindest nicht.
Wenn jemand totgetreten wird kann man das Formulieren wie man will, es ist eine Schande.


2.Dass jemand so lange als unschuldig gilt, bis er verurteilt wird ist ja auch in Ordnung.

Aber auch hierbei sollte man Unterschiede machen.
Wenn jemand 20 Autos klaut und dann erwischt wird, habe ich kein Problem damit dass er bis zum Tag x frei ist.
Wenn er in der Zeit noch ein Auto klaut ist das zwar sehr ärgerlich, aber kein Weltuntergang.

Aber bei einer solchen Tat ist das doch was anderes.
Wie fühlen sich die Eltern des toten jungen, wenn sie wissen dass ihnen die Täter jederzeit über den weg laufen könnten?
Was passiert, wenn einer von denen in der Zwischenzeit noch irgendeinen ins Krankenhaus prügelt?
Dann ist das Geschrei wieder groß.

Das ist wie bei der Debatte zum Thema "Maulkorb bei Hunden"
Auch hier mussten erst Kinder totgebissen werden, bis mal jemand reagiert hat.

Wer, wenn nicht das Gesetz, soll uns vor solchem Abschaum beschützen?
Und dass der Täter in 6 Monaten vlt. ins Gefängnis kommt bringt mir auch nicht viel, wenn ich in der U-Bahn sitze und einen Schuh im Gehirn habe.

Man sollte da sehr vorsichtig sein.
Wenn die Menschen sich nicht mehr beschützt fühlen durch die Polizei und die Gerichte, wird es zwangsläufig zu Bewaffnung führen.
Und ob wir das wirklich wollen ist eine ganz andere Frage

Gute Nacht.


Man sollte erstmal vorsichtig sein, nicht zu viele Aspekte und Facetten miteinander zu vermischen.
Wenn man andere Menschen, das bleiben sie auch wenn sie derbste Verfehlungen begangen haben, als Abschaum bezeíchnet, legt man mit die Grundlage für sich verhärtende Positionen.

Keiner der Mittäter (oder auch Mitläufer) wird noch einen ins Krankenhaus prügeln. Der Haupttäter und Flüchtige ist ein bekannter Intensivtäter, der sowie gefasst auch in Untersuchungshaft landen würde. Nur hierbei ist die berechtigte Frage, wie man mit solchen Tätern verfahren soll und warum, wenn Intensivtäter, er auf freiem Fuß war.
Was mir bei den beabsichtigten Anklagepunkten fehlt ist der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung an die Mittäter. Auch dafür gibt es einen Paragraphen, der Strafe vorsieht.
Kann mich erinnern an lang zurückliegende Auseinandersetzungen zwischen Skinheads und Rockern (Mitte/Ende 80er Jahre) wo regelmäßig die "Kumpel" des Haupttäters eben wegen unterlassener Hilfeleistung deftige Strafen bekamen.
Und das ist nachvollziehbar. Ziel muss es sein den Haupttäter zu isolieren und den anderen anders beizukommen, dass zukünftig nicht mitgemacht sondern abgehalten wird.

"Wenn die Menschen sich nicht mehr beschützt fühlen durch die Polizei und die Gerichte, wird es zwangsläufig zu Bewaffnung führen."
Wunsch? ... Ich bekomme bei solchen Aussagen die fast dogmatisch ausgesprochen werden, sich aufstellende Nackenhaare ...
Man sollte mal bei den Relationen bleiben und endlich mal begreifen, dass NULL Straftaten immer dieses absolut utopische Ziel ist, was die Medien da einem verkaufen wollen.
Es ist natürlich widerlich wenn so etwas passiert, doch bei der Überbevölkerung, die eben auch bei uns in den Großstädten herrscht, kann man solche Dinge leider immer noch nicht vermeiden. Und Gesetze haben noch nie wen beschützt!
Es war immer das Selbstregularium der Menschen untereinander! Genau dieses wird aber verstärkt durch Abschaffung des eigenen Denkens, medialen Suggestionen, etc. untergraben ... und das ist Absicht!

Komplexer und andererseits auch detaillierter zu schreiben würde hier jeden Rahmen sprengen.
Der Resozialisierungsgedanke hat seine volle Berechtigung, nur sollte man diesen Anspruch vielleicht auch nicht absolut sehen ... und das wird er auch nicht, denn sonst gäbe es keine Sicherheitsverwahrung.

Was mich an den Medien ankotzt dabei ist die Tatsache, dass den Schreibern das Thema als solches schlichtweg egal ist, kam es doch zu einem Zeitpunkt wo man endlich mal gut von Dingen mit wesentlich größerer Tragweite ablenken konnte wie Syrien, Iran, Euro, Griechenland ...

Die Anzahl der Gewalttaten nimmt in Deutschland ab, was zunimmt ist innerhalb der geringeren Menge der Gewalttaten die Anzahl der mit höherer Brutalität.
Und genau das isoliert die Täter immer mehr, denn die breite Masse zum darin "Untertauchen" wird geringer. Und genau dann ist auch eine stärkere Auslegung der vorhandenen (!) Gesetze besser möglich, da man den Fokus rein auf die sozusagen "Anführer" richten kann ... Sprichwörtlich der Schlange den Kopf abtrennen ...

Schärfere Gesetze? Never! Ich will leben und nicht gelebt werden!

Wenn man einiges so liest ist es ja bald geschafft, dass anscheinend jeder mit der Angst vor die Tür geht, zu sterben. Dann hat das System eines seiner Ziele erreicht....
Wir sind viele!
Wir vergeben nicht!
Wir vergessen nicht!
Erwartet uns!


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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon herthamichi » Samstag 27. Oktober 2012, 02:14

HerthaBsc hat geschrieben:Nachtrag zum folgenden Satz

-Ursachen suchen ist blödsinn: denn eigentlich könnte hier jeder was auch sich machen
(wir haben keinen Krieg wo jeder ums überleben kämpfen muss)

Vlt. etwas blöd formuliert, denn mittlerweile muss man ja in unserer Stadt um sein Leben kämpfen.
Gemeint ist damit, dass wir hier beste Bedingungen haben, um ein normaler Mensch zu werden


Ich möchte dieses Thema hier mal etwas anders angehen als bisher geschehen. Die
Diskussion muss nichts mit Fussball/Hertha zu tun haben, da sie unter Off Topic
eingerichtet wurde.

Es gibt nicht nur scheinbar zunehmende unmotivierte Gewalt sondern auch zunehmende
motivierte Gewalt, die aufgrund bestimmter politischer Indoktrination funktioniert. Da
denke ich beispielsweise an den NSU.

Daneben gibt es noch einen ganz neuen Trend: Die Links-Autonomen und Aktivisten
der Hamburger Roten Flora sind bei den Krawallen der letzten Jahre bei dem regel-
maessig geduldeten Hamburger Schanzenfest in der Sternschanze nicht mehr jene,
die ihr Feuerchen machen, die Scheiben der Sparkasse einschmeissen oder gar
Polizei-Reviere angreifen, nein, das sind nach den Ermittlungen der Hamburger
Polizei meist die sogenannten „Krawall-Touristen“, die von überall ausserhalb
Hamburgs her kommen, in der Hoffnung, da mächtig was zu erleben.

Damit tun sich heutzutage ganz andere Sichtweisen auf: Was war mit der Gewalt
der jungen Leute vor ein paar Jahren in den Pariser Vororten?. Warum war die wohl da?.
Eine politische Verantwortung für das um sich Greifen von Gewalt ist generell nicht zu leugnen.

Es gibt in diesem Lande angeblich unter drei Millionen Arbeitslose. Jeder vernünftige
denkende Mensch weiß, dass diese Zahl nur eine Statistik-Korrektur ist, denn jene
Anzahl an sogenannten voll arbeitenden Menschen, die trotzdem Hartz 4 aufstocken
müssen, plus jene, die in sinnlose Weiterbildungs- oder sonstige Massnahmen verschoben
werden, ist gewaltig. Hauptsache, sie fallen aus der Statistik heraus und wenn sie nur
einmal im Monat ihren Spezial-Vermitler besuchen müssen, sich ansonsten gar nicht
bewerben, Hauptsache sie sind aus der Statistik raus. Die reale Anzahl der durch
Hartz 4 oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen beschäftigten und
betroffenen Menschen liegt bei sieben Millionen Menschen. Wen wundert es dann
eigentlich noch, dass der eine oder andere von denen durchdreht und mal eben eine
Sachbearbeiterin absticht (Neuss) oder mit der Machete auf dem Schoß ins Amt
geht. Zu ausreichenden überall geltenden Mindestlohn-Reglungen kann sich die Politik
bisher nicht durchringen.

Es gibt in dieser Gesellschaft ein weiteres Problem: Bis zum Jahr 2020 steigt der
Bevölkerungsanteil der Generation 50plus in Deutschland auf 38,9 Prozent. Viele
Menschen werden dann trotz lebenslangen Arbeitens nur Grundsicherung bekommen.


Man hat dann eine Konstellation, in der der Nachwuchs zu weiten Teilen bildungsresistent
sein könnte. Einige der alten Säcke dürften auch rebellieren. Die sogenannte Mittelgeneration
im Alter von 25 – 45 Jahren muss dann alles tragen, sowohl die Alten als auch die Jungen.
Zu befürchten ist ein Ende des Solidaritätsprinzips. Der demograpfische Effekt schreibt seine
eigenen Gesetze und wenn er dieses tut, fängt die Gewalt erst richtig an.

Zurück zum Satz: „Ursachen Suchen ist Blödsinn“.

Als die ersten Italiener in den Sechszigern kamen, hatte man sie auch integriert, obwohl
heutzutage Altkanzler Helmut Schmidt, das Anwerben dieser „Gastarbeiter“ als großen Fehler
bezeichnet. Von den Grünen wurde schon seit dem Anfang der Achtziger Jahre diese
Integration weiter protegiert.

Das sind alles Dinge, die ich insoweit nicht kritisieren würde. Nur: Ich meine, dass man
nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes und dem Mauerfall es einigermassen
unterschätzt hatte, welch mafiöse Strukturen dadurch angezogen wurden, in der gesamten
Rebublik und wegen der räumlichen Nähe auch bevorzugt in Berlin.

Deshalb ist das Ursachen suchen, hier eben kein Blödsinn, wir haben schon einen Krieg in
Afghanistan, hier kann auch nicht jeder was aus sich machen, wenn er von Ämtern schlichtweg
nur traktiert wird, es sei denn, er besitzt die intellektuelle Stärke sich gegen diese Ämter zu wehren.
Gegenwärtig muss aber die Blickrichtung auf die Zukunft gerichtet sein, die unabhängig von
Nationalitäten funktionieren muss.

Unmotivierte oder auch motivierte Gewalt ist heutzutage Ausdruck der Verlierer einer
kapitalistischen Gesellschaft. Das sieht in anderen Ländern auch nicht anders aus.
Die Zukunftsprognose sieht diesbezüglich auch nicht erfreulich aus.

Noch mal ergänzend zur hier diskutierten Todessteafe in den USA:

http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstraf ... en_Staaten

Zum Glück gibt es ja einige Bundesstaaten in den USA, die sie nicht anwenden
oder schon lange nicht mehr angewendet haben.

Noch mal etwas zum sogenannten faschistoiden Charakter der USA:

Beginnen muss man bei dem teils rassistischen Amerikanischer Bürgerkrieg - 1861 bis 1865,
zu dem bei dem schon nach dem Bürgerkrieg gegründeten rassistischen Geheimbund
Ku-Klux-Klan, der bis heute agiert. Im zweiten Weltkrieg gab es zunächst keine automatische
Unterstützung der USA für England, da die Nazis in der USA in den Dreiziger-Jahren eine
starke Basis hatten.

Heutzutage stellen sich die USA nach wie vor als ein Land mit hässlichen Überland-
Stromleitungen dar. Dass es heute noch Republikaner gibt, die im Grunde Menschen
keine Krankenversicherung geben wollen, macht einen als Europäer sprachlos.
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Faktor1 » Samstag 27. Oktober 2012, 19:32

Mich würde hier auch mal Interressieren, wie die Kuschelkursbefürworter zur Bestrafung stehen wenn die Täter Neonazis und die Opfer beispielsweise Türken oder Araber wären.
Auch wäre ein Vergleich zwischen reichen prominenten Opfer und armen unbekannten Täter oder das ganze umgekehrt auch von unseren Rechtsstaat mit seinen gerechten Richtern und Staatsanwältin sehr aufschlussreich. ( siehe reiches Rechtsanwaltsöhnchen der einen harmlosen Normalbürger nur nicht tottreten konnte weil ein mutiger Mann eingegriffen hat ).
Ich finde bei uns läuft eine Menge falsch, bloß in anderen Ländern ist es noch schlimmer. ( USA , Frankreich , Russland , China ).
Das Schienbein ist das Körperteil, mit dem man auch im Dunkeln Möbel findet.
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon herthamichi » Samstag 27. Oktober 2012, 22:01

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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon herthamichi » Samstag 27. Oktober 2012, 23:00

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/h ... 63810.html

Hertha- und Hansa-Fans prügeln sich auf Bahnhof
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Herthahund » Sonntag 28. Oktober 2012, 07:21

Faktor1 hat geschrieben:Mich würde hier auch mal Interressieren, wie die Kuschelkursbefürworter zur Bestrafung stehen wenn die Täter Neonazis und die Opfer beispielsweise Türken oder Araber wären.
Auch wäre ein Vergleich zwischen reichen prominenten Opfer und armen unbekannten Täter oder das ganze umgekehrt auch von unseren Rechtsstaat mit seinen gerechten Richtern und Staatsanwältin sehr aufschlussreich. ( siehe reiches Rechtsanwaltsöhnchen der einen harmlosen Normalbürger nur nicht tottreten konnte weil ein mutiger Mann eingegriffen hat ).
Ich finde bei uns läuft eine Menge falsch, bloß in anderen Ländern ist es noch schlimmer. ( USA , Frankreich , Russland , China ).

Auch für Neonazis gilt das Gesetz. Das hat übrigens nichts mit Kuschelkurs zu tun, sondern mit moderner Rechtsauffassung. Über das Strafmaß entscheiden Richter anhand von Gesetzen und nicht das aufgebrachte Volk auf der Grundlage von Zeitungsartikeln.
Und in Deinem ersten Satz kannst Du Dir den Konjunktiv sparen, da gibt es genügend Fälle.
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon HerthaBsc » Montag 29. Oktober 2012, 18:42

Was ist denn eigentlich aus dem behinderten Hertha Fan geworden, den man verprügelt hat?

Mein dazu eröffneter Thread wurde ja zensiert/geschlossen...

Weiß jemand was?
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon staflip » Montag 29. Oktober 2012, 19:36

HerthaBsc hat geschrieben:Was ist denn eigentlich aus dem behinderten Hertha Fan geworden, den man verprügelt hat?

Mein dazu eröffneter Thread wurde ja zensiert/geschlossen...

Weiß jemand was?

http://www.herthabsc.de/de/fans/besuch- ... -59--.html

Das ist die letzte Info, die ich habe.
Gemeinsam werden wir wieder siegreich sein
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Trauer, Freude, Frust spürn wir Jahr für Jahr
Doch am Ende sind wir wieder für dich da
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Re: Zunehmende Gewalt in Deutschland

Beitragvon Synonym » Montag 29. Oktober 2012, 20:16

staflip hat geschrieben:
HerthaBsc hat geschrieben:Was ist denn eigentlich aus dem behinderten Hertha Fan geworden, den man verprügelt hat?

Mein dazu eröffneter Thread wurde ja zensiert/geschlossen...

Weiß jemand was?

http://www.herthabsc.de/de/fans/besuch- ... -59--.html

Das ist die letzte Info, die ich habe.


Ja, leider gibt es ermittlungstechnisch nichts neues :evil:

Was mich persönlich wieder mal sowas von baff gemacht hat, dass due Bild Zeitung vor den Ermittlungsbehörden Zugang und Kontakt zu Täter hatte.

Wie kann sowas sein ??? Hab die Zusammenhänge nicht gelesen, aber wenn es stimmen sollte, fehlen mir die Worte. :?
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